Allgemeine Zahnheilkunde


Nachhaltigkeit schnell umsetzbar

30.03.2022

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Der zerstörerische Effekt eines nicht nachhaltigen Handelns wird nirgendwo deutlicher als bei der Gewinnung von Edelmetallen aus sogenannten Primärquellen. Dies sind Bergwerke und Minen, bei denen für die Gewinnung von nur 2 g Gold ca. 1 t Gestein gebrochen, zermahlen und chemisch behandelt werden muss. Solche Goldminen werden als „Chemiefabriken unter freiem Himmel“ bezeichnet. 

Der gemeinnützige Verein „Rettet den Regenwald“* nennt Schätzungen, die davon ausgehen, dass weltweit 182.000 t Zyanid in Goldminen jährlich verbraucht werden. Nun wird das gewonnene Gold nicht ausschließlich für Zahngoldlegierungen benötigt – aber eben auch. Dabei könnte die Dentalbranche eventuell zu einem Selbstversorger für die wichtigsten Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium werden, d.h. den Bedarf an Edelmetallen aus eigener Quelle zu decken.

Diese Quelle ist das Zahngold aus insuffizienten Kronen und Brücken, die täglich in den Zahnarztpraxen entnommen und einem Recyclingprozess zugeführt werden. Inwieweit das schon möglich ist, beweist das Unternehmen Kulzer in Hanau. Nahezu 70% der von ihr vertriebenen Dentallegierungen bestehen aus recycelten Edelmetallen oder Edelmetallen aus konfliktfreien Quellen. „Rein theoretisch könnten es 100% werden, wenn es uns gelänge, Zahnarztpraxen und vor allem die Patienten für ein Recycling zu gewinnen“, sagt Jörg Faller, Teamleiter Service Edelmetall bei Kulzer.

  • „Edelmetall muss einem Recycling-Prozess zugeführt werden“, so Jörg Faller, Teamleiter Service Edelmetall bei Kulzer.

  • „Edelmetall muss einem Recycling-Prozess zugeführt werden“, so Jörg Faller, Teamleiter Service Edelmetall bei Kulzer.
    © Kulzer

Ein wichtiger Aspekt, denn rein rechtlich gehört das entnommene Zahngold dem Patienten, der es selbst verwerten oder dem Zahnarzt überlassen kann. Die Hauptsache ist jedoch, dass das Edelmetall einem Recyclingprozess zugeführt wird. Faller ist zuversichtlich, dass man diesem 100%-Ziel näherkommt. Dies einerseits, da die Zahnärzte in einer aktuellen Studie der Apotheker und Ärztebank** den klaren Willen nach mehr gelebter Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung geäußert haben, und andererseits, weil Kulzer gerade eine bundesweite Kampagne für das Recycling von Zahngold gestartet hat.

Was Sie erwartet

Kern dieser Kampagne ist ein Aktionspaket, das Praxen kostenlos ordern können (www.kulzer.de/zahngold). Es enthält umfassendes Informationsmaterial (Auszeichnung, Poster, Aufsteller, Patienteninformation, Sammeldose), damit die Zahnarztpraxen die Patienten über den Nutzen und die Brisanz des Zahngoldrecyclings aufklären können. Das entscheidende Kriterium, um das Paket für die Praxis zu ordern, ist der CO2-Ausstoß, der tatsächlich bemerkenswert ist.

Der Klimafußabdruck für 1 kg Gold aus Primärquellen (Minen, Bergwerke) liegt bei ca. 10.000 bis 20.000 kg CO2, dagegen bei nur ca. 50 kg CO2 für 1 kg Gold aus Recycling. Jede bisherige Spende des Zahngolds wurde primär z.B. gemeinnützigen Organisationen zugeführt, was weiterhin auch möglich ist.

* www.rettetdenregenwald.de
** https://newsroom.apobank.de/documents/apobank-studie-nachhaltigkeit-in-praxen-und-apotheken-415415

Quelle:
Kulzer


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