Allgemeine Zahnheilkunde


Mundschleimhautveränderungen früh diagnostizieren

01.10.2020

.
.

5% aller bösartigen Tumore in Deutschland betreffen die Mundhöhle. Das orale Plattenepithelkarzinom (PECA) macht dabei bis zu 95% der Diagnosen aus [1]. Dieser Beitrag zeigt typische Befunde von Veränderungen der Mukosa.

Veränderungen der Mundschleimhaut können vielfältig in Erscheinung treten. Häufig sind es entzündliche Stomatitiden, die sich einfach mit prednisolonhaltiger Salbe behandeln lassen (z.B. Dontisolon®) [2]. Leukoplakien lassen sich dagegen schwerer genau bestimmen. Sie zeigen sich als vornehmlich weiße Läsionen, die weder klinisch noch histologisch einer anderen Mundschleimhautveränderung zugeordnet werden können [3].

Die Einstufung wurde zuletzt in der WHO-Klassifikation 2017 definiert, die sich am Grad der vorliegenden Dysplasie orientiert – niedrig-, mäßig- oder hochgradige intraepitheliale Neoplasie (Englisch: Squamous Intraepithelial Neoplasia, kurz SIN 1 bis 3). Der Begriff des „carcinoma in situ“ entspricht einer SIN 3 [4].

Merke

Tritt innerhalb von 2 Wochen keine Besserung bzw. Ausheilung der Mundschleimhautveränderung ein, besteht der Verdacht einer Vorläuferläsion, die von einem Spezialisten histologisch auf ihre Dignität hin untersucht werden muss [1,4].

  • Niedriggradig, SIN 1: Die Veränderungen wirken einheitlich, flach und dünn. Die Oberfläche kann glatt sein, wellig oder feine Furchen aufweisen. Sie sind meist asymptomatisch [3].
  • Mäßiggradig, SIN 2: Mäßig- bis hochgradige Leukoplakien zeigen sich unregelmäßig, knötchenförmig oder verrukös sowie vorwiegend weiß beziehungsweise als weiß-rote Erythroleukoplakien [3].
  • Niedriggradig, SIN 1: Die Veränderungen wirken einheitlich, flach und dünn. Die Oberfläche kann glatt sein, wellig oder feine Furchen aufweisen. Sie sind meist asymptomatisch [3].
  • Mäßiggradig, SIN 2: Mäßig- bis hochgradige Leukoplakien zeigen sich unregelmäßig, knötchenförmig oder verrukös sowie vorwiegend weiß beziehungsweise als weiß-rote Erythroleukoplakien [3].

  • Carcinoma in situ, SIN 3: Es hat die Basalmembran noch nicht durchbrochen und ist daher auf das Ursprungsgewebe begrenzt. Unbehandelt besteht zu 90% das Risiko zur Entwicklung eines invasiven Karzinoms [1,4].
  • PECA im frühen Stadium: Neben der weißlichen Leukoplakie am Eckzahn zeigt sich ein Plattenepithelkarzinom. Das frühe Stadium zeichnet sich durch flache Oberflächendefekte oder eine knotige Epithelverdickung aus [1].
  • Carcinoma in situ, SIN 3: Es hat die Basalmembran noch nicht durchbrochen und ist daher auf das Ursprungsgewebe begrenzt. Unbehandelt besteht zu 90% das Risiko zur Entwicklung eines invasiven Karzinoms [1,4].
  • PECA im frühen Stadium: Neben der weißlichen Leukoplakie am Eckzahn zeigt sich ein Plattenepithelkarzinom. Das frühe Stadium zeichnet sich durch flache Oberflächendefekte oder eine knotige Epithelverdickung aus [1].

  • PECA typische Lokalisation: Alle Schleimhautbereiche können betroffen sein, jedoch finden sich PECA meist an Mundboden und Zunge. Hier zeigt es sich typisch anhand einer Leukoplakie und einem zentralen hyperplastischen Ulkus mit peripherem Randwall [1].
  • PECA mit hochgradiger Neoplasie: Im fortgeschritteneren Stadium nimmt die Ausdehnung flächig oder in die Tiefe zu, was meist zu funktionellen Beeinträchtigungen führt. Patienten haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Kauen, Sprechen oder der Mundöffnung [1].
  • PECA typische Lokalisation: Alle Schleimhautbereiche können betroffen sein, jedoch finden sich PECA meist an Mundboden und Zunge. Hier zeigt es sich typisch anhand einer Leukoplakie und einem zentralen hyperplastischen Ulkus mit peripherem Randwall [1].
  • PECA mit hochgradiger Neoplasie: Im fortgeschritteneren Stadium nimmt die Ausdehnung flächig oder in die Tiefe zu, was meist zu funktionellen Beeinträchtigungen führt. Patienten haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Kauen, Sprechen oder der Mundöffnung [1].

Hinweis

Das im Text beschriebene Vorgehen dient der Orientierung, maßgeblich sind jedoch immer die individuelle Anamnese und die Therapieentscheidung durch die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt. Die aktuellen Fachinformationen und Leitlinien sind zu beachten.


Quelle:

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Tel.: 0800 5252010
www.dental.sanofi.de/besondere-patienten