Allgemeine Zahnheilkunde

Aus Wissenschaft und Hochschulen.

Grundlagenforschung: Schmelz-Proteine identifiziert

Forschende der Universität Zürich haben Proteine identifiziert, die eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Zahngewebe spielen.

Zwei Teams vom Zentrum für Zahnmedizin und vom Institut für Molekulare Biologie untersuchten Mäuse mit unterschiedlichen Mutationen in Proteinen, die am sogenannten Wnt-Signalweg beteiligt sind. Über diesen Übertragungsweg reagieren menschliche und tierische Zellen auf äußere Signale und aktivieren im Zellkern gezielt ausgewählte Gene. Der Signalweg ist für die embryonale Entwicklung essenziell und spielt auch bei der Entstehung von Krebs oder körperlichen Fehlbildungen eine zentrale Rolle.

Im Tierversuch konnte nun gezeigt werden, dass die Zerstörung der ?-Catenin-Transkriptionsfaktoren Bcl9 und Bcl9l oder Pygo1 und Pygo2 bei den Mäusen eine Störung der Schmelzbildung bewirkt: Der helle Schmelz wies einen geringen Mineralgehalt auf und ähnelt fehlgebildetem Schmelz beim Menschen. „Alle Mäuse mit Mutationen in diesen Proteinen zeigen Schmelzdefekte an ihren Zähnen. Damit konnten wir aufzeigen, dass ein direkter Zusammenhang besteht zwischen Mutationen in den genetischen Bauplänen für diese Proteine und der Entwicklung von Defekten im Zahnschmelz“, erklärt Pierfrancesco Pagella, einer der beiden Erstautoren der Studie. Dieser genetische Befund trägt wesentlich dazu bei, die Entwicklung von Zahnschmelz besser zu verstehen.

Quelle: Cantù C, Pagella P, Shajiei TD, Zimmerli D, Valenta T, Hausmann G, Basler K, Mitsiadis TA: A cytoplasmic role of Wnt-?-catenin transcriptional cofactors in tooth enamel formation. Science Signaling 2017; 10 (465): 4598. DOI: 10.1126/ scisignal.aah4598.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dagmar Kromer-Busch


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