Allgemeine Zahnheilkunde


Enzyme – nicht nur Parameter für pathologische Veränderungen

15.08.2022


Enzyme sind Biokatalysatoren, ohne die viele Prozesse im menschlichen Körper nicht stattfinden können. Hochspezialisiert unterstützt jedes Enzym seine ganz spezifischen Stoffwechselprozesse – wenn das Milieu stimmt. Ihre Aktivität ist Ausdruck für Stoffwechselfunktion bzw. entsprechenden Dysfunktionen.

Der menschliche Körper kann einen Teil der Enzyme selbst bilden. Allerdings müssen zusätzlich sogenannte Nahrungsenzyme in Form von Rohkost und Obst aufgenommen werden. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören Verdauungsprozesse, Gewebeauf- und -abbau, Zellerneuerung und Wundheilungsprozesse. Aufgrund ihrer hohen Sensibilität reagieren Enzyme schnell auf Veränderungen im Organismus und eignen sich daher auch für diagnostische Zwecke.

Enzyme mit zahnmedizinischer Relevanz

Im Mundraum übernehmen Enzyme wichtige Abwehrfunktionen und tragen zu einer gesunden Mundflora bei. Die Aktivität einer Kollagenase dient der Diagnostik: aMMP-8. Sie ist am Abbau von Kollagen im Zahnhalteapparat beteiligt und damit ein Destruktionsmarker. Eine aMMP-8-Messung gibt Zahnärztinnen und Zahnärzten schon frühzeitig eine klare Auskunft darüber, ob der Stoffwechsel durch ein Entzündungsgeschehen belastet ist. Zudem ermöglicht der Test eine inzwischen verpflichtende Dokumentation der Aufklärungsarbeit. Eine Bestimmung des aMMP-8-Wertes in der Zahntasche ist schmerzfrei, einfach anzuwenden und liefert dem dentalen Team ein manifestes Argument für die Kommunikation mit erkrankten Patienten.

Eine Frage der Perspektive

aMMP-8 ist ein Beispiel für den engen Zusammenhang zwischen oraler Gesundheit und der des Gesamtorganismus: Die Kollagenase ist schließlich nicht nur im Zahnhalteapparat aktiv. Eine wichtige Funktion hat sie im Rahmen der Wundheilung. Durch den Abbau von geschädigtem oder abgestorbenem Gewebe fördert sie eine optimale Heilung der Wunde. Während ein drastisch erhöhter aMMP-8-Wert in den parodontalen Taschen signalisiert, dass Handlungsbedarf besteht, kann er also an anderer Stelle durchaus wünschenswert sein.

Regulation des Enzymhaushaltes

Eine ausgewogene Enzymversorgung ist von vielen Faktoren abhängig: Nicht nur die Ernährung, auch ihr Verbrauch variiert je nach Lebensweise, Stressbelastung, Alter, Krankheiten oder Medikation erheblich. Besteht kein veritabler Enzymdefekt, ist ein Mangel oft schwer erkennbar, weil er meist zu diffusen Beschwerden führt. Der menschliche Körper ist schließlich ein Meister der Improvisation und Kompensation. Wer ihn unterstützen möchte, kann das – gerade in Phasen von erhöhter Belastung, Schlafmangel und suboptimaler Ernährung – durch das Supplementieren mit hochwertigen Enzympräparaten tun. Besonders verträglich und frei von belastenden Zusatzstoffen ist hypo-A Enzyme mit 7 Verdauungsenzymen und natürlichen Pflanzenextrakten. Dank der Reinheit und Qualität ist das Produkt auch für Allergiker geeignet.


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