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Parodontale Erkrankungen: Konsequenzen für Prophylaxe und Therapie

21.11.2019

Anlässlich der DG PARO-Jahrestagung in Darmstadt lud die Johnson & Johnson GmbH am Samstag, den 21. September 2019, die Konferenzteilnehmer und Pressevertreter zu einem Symposium in den Tagungssaal „Ferrum“ des Kongresszentrums Darmstadtium ein.

Univ.-Prof. Dr. James Deschner, Direktor der Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung der Johannes Gutenberg- Universität in Mainz, informierte in seinem Vortrag mit dem Titel „An jedem Zahn hängt auch ein Mensch – Konsequenzen für Prophylaxe und Therapie parodontaler Erkrankungen“ über die Interaktionen zwischen parodontalen und systemischen Erkrankungen und zeigte anhand der heutigen Datenlage auf, wie durch parodontale Prophylaxe und Therapiemaßnahmen sowohl die Mundgesundheit als auch die Allgemeingesundheit gefördert werden kann.

Der Referent gab zuerst eine kurze Einführung in die pathobiologischen Mechanismen, die für Wechselbeziehungen zwischen Parodontitis und systemischen Erkrankungen diskutiert werden. Aus der Vielzahl der Allgemeinerkrankungen, bei denen mittlerweile Verbindungen zur Parodontitis untersucht werden, wählte der Referent u.a. Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen und Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten und reduziertes Geburtsgewicht für eine eingehendere Darstellung aus. Ausgehend von dem häufigen gemeinsamen Auftreten dieser Erkrankungen zusammen mit einer Parodontitis als epidemiologischer Beobachtung wurden mögliche biologische Mechanismen, die dieser Beobachtung zugrunde liegen könnten, erläutert. In einer aktuellen Literaturübersicht wurde veranschaulicht, inwieweit durch eine systematische Parodontitistherapie oder auch nur durch eine verbesserte Mundhygiene Einfluss auf Entstehung und Fortschreiten einzelner systemischer Erkrankungen genommen werden kann. Die häusliche Mundpflege kann durch antibakterielle Mundspüllösungen unterstützt werden. Hierbei sind alkoholfreie Mundspülungen mit ätherischen Ölen oder dem Wirkstoff Chlorhexidin bevorzugt zu verwenden, da deren Wirksamkeit gegen Plaque und Gingivitis nachgewiesen ist. Mundspüllösungen mit Aminfluorid bzw. Zinnfluorid weisen eher geringe Wirksamkeit auf. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die neue S3-Leitlinie zum Thema Prophylaxe der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), aus den Informationen zur Prävention und Therapie gingivaler Erkrankungen mittels Mundspüllösungen zu entnehmen sind.

Neben einigen optimistisch stimmenden Ansätzen wurde deutlich, dass viele Zusammenhänge noch nicht vollständig verstanden und für die Zukunft noch spannende Entdeckungen zu erwarten sind.


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