Gewinnspiele


Santorin – die Interessanteste aller griechischen Inseln

Hotel Goulielmos im Ort Akrotiri.
Hotel Goulielmos im Ort Akrotiri.

Grandios ist der Blick über die Caldera vom kleinen Ort Akrotiri aus. Bewusst hatten wir uns das hübsche, kleine Hotel „Goulielmos“ im südlichen Teil der halbmondförmigen Vulkaninsel Santorin ausgesucht, um abseits allen Trubels, der normalerweise in den 2 Orten Phira im Zentrum und Oia (gesprochen Ija) im Norden herrscht, dieses grandiose Panorama genießen zu können.

Schon beim Anflug konnten wir über das Triebwerk hinweg die interessante Formation der einst runden Insel fotografieren. Es sind sozusagen die „Reste“ der vor etwa 3.600 Jahren bei einem schrecklichen Vulkanausbruch versunkenen Insel. Herzlich werden wir von Frau Maria empfangen, der Besitzerin des zauberhaften kleinen Paradieses.

  • Blick vom Hotel Goulielmos in Akrotiri nach Westen mit der Insel Aspronisi rechts.
  • Ein herrliches Panorama über die Inselstadt OIa.
  • Blick vom Hotel Goulielmos in Akrotiri nach Westen mit der Insel Aspronisi rechts.
    © RScheiper
  • Ein herrliches Panorama über die Inselstadt OIa.
    © RScheiper

Bei einem frisch gepressten Orangensaft genießen wir zunächst den fast 360°-Rundumblick und können uns nicht satt sehen. Später bei einem Glas Inselwein ist der erste Sonnenuntergang hinter dem Inselchen Asprónisi fast unwirklich.

Ausgrabung von Akrotiri: sensationeller Fund einer kompletten Stadt

Jeder Morgen beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück auf unserer Terrasse – mit Caldera-Blick. Gleich am 1. Tag zieht es uns magisch zur nahen archäologischen Ausgrabung von Akrotiri. Seit 1967 wird hier gegraben. Sensationell sind die Ergebnisse.

Eine komplette Stadt mit bis zu 3-stöckigen Häusern, elegantem Mobiliar und vor allem faszinierenden Wandmalereien wurden freigelegt. Alle Bewohner dieser reichen Handelsstadt konnten sich offenbar rechtzeitig auf ihre Schiffe retten.

Eine bis zu 30 m mächtige Ascheschicht bedeckte die Stadt bei dem prähistorischen Vulkanausbruch und „konservierte“ sie dadurch. Das heißt, als die Archäologen diese „Konserve“ öffneten, waren durch eindringende Luft und Feuchtigkeit vor allem die fantastischen Wandmalereien vom sofortigen Zerfall bedroht. Konservatoren und Restauratoren leisten bis heute eine mühsame, nie endende Arbeit.

  • Wandmalereien von Aktrotirri, Museum Phira Santorin.

  • Wandmalereien von Aktrotirri, Museum Phira Santorin.
    © RScheiper
Einige der Malereien und andere Funde sind im Prähistorischen Museum im Ort Phira zu sehen, die zu Beginn der Grabung gefundenen im Archäologischen Nationalmuseum in Athen. 10.000 qm wurden in Akrotiri bisher ausgegraben. „Und dabei soll es bleiben“, sagt der verantwortliche Archäologe Prof. Dr. Doumas.

„Je mehr wir ausgraben, desto mehr zerstören wir. Durch einen Video-Film in der Grabung versuchen wir stattdessen, den Besuchern ein Bild des damaligen Aussehens einiger der bedeutenden Geschäfte und Wohnhäuser zu vermitteln.“

Wir gehen die paar Schritte hinunter zum Meer, wo an dieser geschützten Südseite der Insel möglicherweise der antike Hafen lag. Doch davon ist absolut nichts gefunden worden. Gleich hinter dem Ausgang der Grabung kaufen wir im „Excavations Shop“ Bücher, Postkarten und geschmackvolle Souvenirs.

Danach stärken wir uns in einer der kleinen Tavernen am Wasser mit frisch gebratenen Kalamares und einem erfrischenden weißen Inselwein vom Fass. Zurück im Hotel, erzählt uns Frau Maria, dass ihr Großvater, wie alle anderen im Dorf Akrotiri, nach dem die Grabung benannt wurde, von Beginn an als Grabungsarbeiter dabei war.

„Eigentlich war er Fischer. Doch die Arbeit wurde relativ gut bezahlt – und Fischen konnte man immer noch nachts“, lacht sie. Der Großvater hatte hier oben hoch über dem Strand ein kleines Fischrestaurant, vermietete später 1, 2 Zimmer an die Archäologen.

Später habe ihr Vater in den Vulkanhang hinein dieses kleine, entzückende Hotel gebaut, das sie jetzt mit viel Engagement führt, unterstützt von der Rezeptionistin Frau Dimitra. „Genau hier, wo das Dorf Akrotiri damals begann, hörte die Straße auf“, erzählt Frau Maria weiter. „Was aber blieb, ist genau dort die Haltestelle des Busses, mit dem man bequem überall hin auf die Insel fahren kann – und in 5 Minuten bis zur Grabung.“

Vom Straßenverkehr hört man im etwas tiefer liegenden Hotel absolut nichts. Die Geländewand aus Vulkanasche schluckt den Lärm.

In der Hochsaison ein Kreuzfahrt-Paradies

Mit dem Bus fahren wir nach Phira, um zunächst im Museum zu staunen. Hier steht in einer gesonderten Vitrine auch der kleine goldene Steinbock, den Prof. Doumas kurz vor Schließung der Grabungen in einer versteckten Holzkassette fand – wohl als Geschenk für die Götter gedacht, vermutet er. Dann spazieren wir gemütlich durch den Ort, dessen nahtlos an- und übereinander gebaute kleine Hotels wie eine weiße Sahneschicht hoch über dem etwa 300 m steil in die Caldera abfallenden schwarz-ocker-rötlich-grauen Kraterrand liegen.

Kleine Cafés, Restaurants und Hotels sind über meist viele Treppen abwärts zu erreichen – natürlich mit Caldera-Blick und entsprechenden Preisen. Im Frühsommer 2021 (in der Caldera-Zeit) lag kein einziges Kreuzfahrtschiff an den Festmachetonnen. Nur die Privatyacht eines begüterten Eigners dümpelt die ganze Woche unbenutzt vor sich hin.

Es macht Spaß, durch die schmalen Gassen zu bummeln und nur wenigen, meist jungen Touristen zu begegnen. Liegen unten die meist riesigen Schiffe, schieben sich Menschenmassen oft Schulter an Schulter durch den Ort. Allerdings sind jetzt die Juweliergeschäfte und Boutiquen meist leer.

Keine Schlangen winden sich vor der Gondelstation, von der sonst nonstop die Kreuzfahrt-Touristen auf- und abwärts transportiert werden. Sie wird jetzt tatsächlich nur für uns beide in Betrieb gesetzt. Unten können wir wählen zwischen 2 typischen Tavernen, genießen frischen, gegrillten Oktopus, Salat und wieder den golden leuchtenden Inselwein.

Leise plätschert das Wasser an den Kai. Danach laufen wir im Zickzack gemächlich die 588 breiten Stufen hinauf in den Ort, staunen dabei über die fantastischen Formationen und Farben der Asche- und Lavaschichten, die vom etappenweisen Ausbruch des Vulkans erzählen.

Vielfalt und Schönheit abseits des Massentourismus

  • Fantastischer Ausblick von Alt-Thera auf Karnares mit schwarzem Lavastrand.

  • Fantastischer Ausblick von Alt-Thera auf Karnares mit schwarzem Lavastrand.
    © RScheiper
Santorin ist so vielseitig. Natürlich steigen wir über dem Badeort Kamares an der flachen Ostküste hinauf nach Alt-Thera, vor ca. 120 Jahren von einem deutschen Archäologen ausgegraben. Es war eine dorische Siedlung aus dem 8. Jhd. v. Chr. Man wandelt zwischen den gut beschrifteten Fundamenten der Häuser und Tempel, blickt auf ein Theaterhalbrund unterhalb am Hang, ganz tief unten auf die schwarzen Strände von Kamares und die flache Ebene mit dem Flughafen.

Ein anderer Ausflug führt uns zum reizvollen Bergdorf Pirgos, das zum Glück noch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat. Schmale Treppengassen mit liebevoll gestalteten kleinen Souvenirlädchen führen hinauf zum Kastell. Auch lassen wir uns eine Weinprobe im lauschigen Gut der Domaine Sigalas im flachen Hinterland von Oia nicht entgehen.

Hier werden keine Gruppen abgefertigt. Unter Weinlaub sitzen wir mit Blick auf die Weinfelder, verkosten in aller Ruhe verschiedene Weißweine und auch einen Roten. Dabei erfahren wir, dass in der Vulkanasche – es gibt keinen Krumen Erde auf der Insel – hervorragende Trauben gedeihen. Vor allem: Sie sind resistent gegen Krankheiten.

  • Weinprobe beim Weingut Sigalas bei Oia.

  • Weinprobe beim Weingut Sigalas bei Oia.
    © RScheiper
Die Weinreben werden eingetieft in kleine Kuhlen gesetzt. Vor der Sonne geschützt, wachsen die Trauben nach innen und gedeihen in der hygroskopischen, also Wasser anziehenden Vulkanasche. Die Feuchtigkeit der Nacht genügt, um die Trauben prächtig gedeihen zu lassen.

Fröhlicher Stimmung flanieren wir noch durch den marmorgepflasterten Ort Oia, der uns eigentlich zu mondän geworden ist. Gemütlich laufen wir den Weg entlang der Abbruchkante bis Phira.

Kurz vor der Gondelstation kehren wir ein bei „Da Costa“, der seine Wände geschmückt hat mit Wandmalereien aus Akrotiri, genießen bei handgerollten Dolmades und Wein einen prächtigen Blick auf den Vulkan und in der Ferne den südlichen Schwanz der Insel mit dem Dorf Akrotiri. Danach bringt uns der Bus für 2,80 Euro bis vor die Tür unseres Hotels Goulielmos.

Gewinnspielfrage:

An wen vermietete der Großvater von Frau Maria Zimmer?

Zu gewinnen gibt es 3 Übernachtungen mit Frühstück für 2 Personen in einem Zimmer mit Caldera-Blick in den Monaten April/Mai oder Oktober.

Einsendungen mit dem „Stichwort Santorin“ bis zum 28. Juli 2022 ausschließlich online an Opens window for sending emailRedaktion(at)spitta.de.

Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist eine Angabe von personenbezogenen Daten erforderlich. Der Teilnehmer erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die von ihm übermittelten Daten für die Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Informationen:
  • 4-Sterne-Hotel Goulielmos in Akrotiri, Tel: 0030 2286081383, E-mail: Opens window for sending emailinfo(at)hotel-goulielmos.gr, www.hotel-goulielmos.gr.
  • 27 Zimmer, Swimmingpool und schattige Liegen, 3 Suiten mit privatem Pool. Grober Kiesstrand tief unten am Wasser.
  • Kostenlose Parkplätze beim Hotel. Geöffnet 1. April bis 31. Oktober.
  • Anreise: Von vielen deutschen Flughäfen Nonstop-Flüge nach Santorin.
  • Weinprobe: Domaine Sigalas bei Oia: www.sigalaswinetasting.com; www.sigalas-wine.com
  • Essen: In Phira hinter der Gondelstation mit herrlichem Blick, normale Preise: Restaurant Da Costa (www.dacosta.gr)
  • Buchempfehlungen: Dumont Reise-Taschenbuch Santorin, 17,99 Euro.
  • Christos G. Doumas: „The Archaeological Site and the Museum of Prehistoric Thera. A brief guide.“ Im Bookshop bei der Ausgrabung oder bei Andromeda Books im Internet (25 Euro). Phantastisch ist der großformatige Kunstdruckband von Christos Doumas „Die Wandmalereien von Thera“ (antiquarisch).
Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Renate V. Scheiper


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