Gewinnspiele


Grand Hotel Heiligendamm – ein Juwel an Mecklenburgs Ostseeküste

Das Grand Hotel Heiligendamm.
Das Grand Hotel Heiligendamm.

Nobler und geschichtsträchtiger als das „Grand Hotel Heiligendamm“ an der Mecklenburgischen Ostseeküste kann ein Hotel kaum sein.

1793 zum Beispiel, genau am 22. Juli, wurde in Heiligendamm offiziell die 1. Badesaison eröffnet. Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel, Leibarzt des Herzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, hatte herausgefunden, dass nichts gesünder sei als Ostseeluft und ein Bad im mineral- und leicht salzhaltigen Wasser. Er avancierte zum Badearzt. „Man“ ging jetzt ins kühle Nass in entsprechender Bekleidung.

3 Jahre danach entstand das erste, elegante weiße Badehaus im klassizistischen Stil beim Heiligen Damm. Auch der hat seine Geschichte – eine fromme. Im Jahr 1427 gab es einen entsetzlichen Sturm.

Das Meer tobte, Gewitter krachten. Die Zisterziensermönche des nahen Klosters in Doberan schütteten einen Damm auf, stapelten Steine, beteten, was das Zeug hielt. Es wurde noch schlimmer.

Die Welt schien in den Wassermassen unterzugehen. Am Morgen jedoch war „aus sich heraus“ im Meer ein Damm entstanden, der die Küste schützte. Die Mönche nannten ihn „Heiliger Damm“.

Tatsächlich trifft man beim Schwimmen unvermutet manchmal auf eine Sandbank. Rest des Heiligen Damms?

Eines der schönsten Luxushotels weltweit

An Land jedoch ist heute das „Grand Hotel Heiligendamm“ ein Dorado des Luxus und Wohlbefindens. Im Laufe der Zeit entstanden auf dem großen Park- und Grüngelände an der See insgesamt 6 unterschiedliche Gebäude – alle weiß und im selben Stil errichtet und auf dem großen Park- und Grüngelände an der See locker verteilt.

Keine Geringeren als Rainer Maria Rilke, Marcel Proust, Felix Mendelssohn Bartholdy und Wilhelm von Humboldt waren gern hier zu Gast. Aber auch Marschall Blücher und Zar Nikolaus I. gaben sich die Ehre. Spätestens seit im Juni 2007 der G8-Gipfel im „Grand Hotel Heiligendamm“ stattfand, steht das Hotel auf der Liste der schönsten Luxushotels weltweit, in dem man wenigstens einmal gewesen sein möchte.

Das Foto seinerzeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel, in einem überdimensionalen Strandkorb auf dem Rasen vor dem Hotel zwischen den mächtigsten Männern der Welt sitzend – Harmonie pur –, ging damals durch die internationale Presse. Mein 2-tägiger Aufenthalt im „Grand Hotel Heiligendamm“ war eine Ad-hoc-Entscheidung gewesen. Da ich ohnehin in Kühlungsborn zu tun hatte, wollte ich die Gelegenheit wahrnehmen, dieses so ganz besondere Hotel kennenzulernen.

Ich hatte Glück, dass Ende Juni ein Zimmer frei war. Einmal zur Hochsaison an der Ostsee. Zum anderen war das Hotel fast ausgebucht von den Gästen einer großartigen Hochzeit, die am Vortag in der Burg Hohenzollern, einem der 6 Gebäude des Hotels, stattgefunden hatte.

Mit großem Feuerwerk am Abend, wie ich erfuhr. Deshalb wohl auch all die edlen Limousinen aus nah und fern, die auf dem Gelände geparkt waren.

  • Dampfend und pfeifend begegnen sich 2 Mollis.

  • Dampfend und pfeifend begegnen sich 2 Mollis.
    © Dr. phil. Renate V. Scheiper
Ich jedoch bin ganz schlicht von Kühlungsborn mit der historischen dampfenden und pfeifenden Schmalspurbahn „Molli“ angereist, die zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan im Stundentakt die Orte an der mecklenburgischen Ostsee miteinander verbindet. Damit der Streit aufhört, ob es „die“ Molli oder „der“ Molli heißt, hat 1 Jahr, nachdem 2007 „Molli“ das offizielle Verkehrsmittel der Teilnehmer des G8-Gipfels war, die Mecklenburgische Bäderbahn offiziell klargestellt, dass Lok und Wagen als Ganzes der Molli heißt – quasi per Dekret, wie auch Großherzog Friedrich Franz III. im Jahr 1886 den Bau der Schmalspurbahn befahl.

Mit einer feierlichen Prozession wird jedes Jahr die Badesaison eröffnet

  • Das Kurhaus mit Frühstücksterrasse.

  • Das Kurhaus mit Frühstücksterrasse.
    © Dr. phil. Renate V. Scheiper
Nur knapp 5 Gehminuten durch herrlichen alten Buchenwald sind es von der Station Heiligendamm bis zum Grandhotel – eigentlich. Durch Zufall jedoch gerate ich in eine merkwürdig anmutende „Prozession“ elegant gekleideter Menschen der Zeit von vor mehr als 200 Jahren. Es ist, wie ich später erfahre, das jährlich Mitte Juni stattfindende „Nachspiel“ der 1793 eröffneten 1. Badesaison überhaupt an Mecklenburgs Ostseeküste, angeführt vom Herzogspaar nebst nobler Begleitung.

Der Leib- und Badearzt des Herzogs, Prof. Dr. Vogel, ist an seinem Arztkoffer zu erkennen. Der würdige Arzt ist auch im wirklichen Leben Mediziner, wie ich später erfahre, und spielt diese Rolle zum 1. Mal – mit viel Freude. Der Zug, vorbei am Grand Hotel, formiert sich am Strand bei der Seebrücke, wo bereits viele Zuschauer warten – manche bereits im damals typischen Badekostüm.

Nach feierlichen Reden der Honoratioren und lustigen Einlagen erklärt der „Leibarzt“: „Die Badesaison ist eröffnet!“, und jubelnd stürzen sich Einheimische und Gäste ins herrliche Wasser der Ostsee. Erst nachdem alles vorüber ist, checke ich ein. Mein Gepäck, das ich schnell beim Portier vor dem Haupteingang des Hotels hinterlassen hatte, ist bereits auf meinem großen, sehr schönen und elegant möblierten Zimmer im Severin Palais.

  • Sunset über der Ostsee mit Seebrücke - vom Zimmer aus gesehen.

  • Sunset über der Ostsee mit Seebrücke - vom Zimmer aus gesehen.
    © Dr. phil. Renate V. Scheiper
Vom Balkon blicke ich zwischen 2 Gebäuden hindurch auf die Seebrücke und den Strand. Später bei Sonnenuntergang färbt sich durch das Laub großer Buchen hindurch die Szenerie märchenhaft goldrot. Weit über die Ostsee aber schweift der Blick von der großen Dachterrasse dieses klassizistischen Gebäudes, auf der bequeme Liegen zum Sonnenbaden und Ausruhen stehen.

Im selben Haus steht unten über dem Eingang „Spa & Sports“. Gleich im Parterre befinden sich ein großes Spa und ein reich bestücktes Fitness-Center. Von dort geht es in den großzügigen Swimmingpool mit Zugang zum Außenbereich.

Auch hier überrascht ein sehr großer Swimmingpool. Unwillkürlich fragt man sich, ob man den überhaupt an der Ostsee braucht. Oh ja, nicht immer ist selbst im Sommer das Binnenmeer Ostsee glatt und lädt zum Bade.

Vor allem aber von Herbst bis zum Frühjahr ist es vermutlich eine Wonne, draußen im ganzjährig auf 28 °C beheizten Wasser an der frischen Luft mit Blick auf einen dichten Wald aus uralten Buchen zu schwimmen. Geradezu paradiesisch ist das Frühstück, einzunehmen bis 11 Uhr auf der Terrasse des Kurhauses mit Blick über den gepflegten Rasen auf die Ostsee. Phänomenal ist das Frühstücksbuffet.

  • Die Badesaison ist eröffnet.
  • Eines der eleganten Zimmer mit Parkblick.
  • Die Badesaison ist eröffnet.
    © Dr. phil. Renate V. Scheiper
  • Eines der eleganten Zimmer mit Parkblick.
    © Dr. phil. Renate V. Scheiper

In reicher Auswahl wird für jede Gemüts- und Geschmackslage viel Auswahl geboten – von vegan bis zur Weißwurst und natürlich auch frische Säfte jeder Art. Das „Kurhaus Restaurant“ bietet mittags und abends klassische Küche mit Produkten der Region, während im Gourmet-Restaurant „Friedrich Franz“ Genießer auf ihre Kosten kommen.

Erkundungsfahrt mit dem „Molli“ sorgt für eine willkommene Abwechslung

Die 6 schneeweißen historischen Gebäude des Grandhotels sind locker verteilt zwischen großen Rasenflächen und gepflegten Parkanlagen. Sowohl von der Straße her als auch von Strand und Promenade ist das von einer gepflegten niedrigen Hecke umgebene Gelände nur mit der Chipkarte zu betreten. Es gibt also keinen Durchgangsverkehr.

Als ich später vom Strand zurückkomme, führt eine Dame gerade ihren großen Labrador Retriever spazieren. Auch der schöne, große Hund ist Hotelgast, denn seine Herrin öffnet die kleine Pforte zwischen den Hecken. Auf dem Weg zum Hotel erfahre ich, dass Hunde jeder Größe erlaubt sind – natürlich in speziellen Zimmern oder Suiten.

Gesittet trabt er an der Leine durch die elegante Lobby, nimmt schnell noch im Vorbeigehen einen Schluck aus dem niedrigen Springbrunnen in der Mitte. Jeder Gast genießt natürlich ausgiebig den Komfort und die Annehmlichkeiten des Hauses und auch des Strandes sozusagen vor der Haustür – mit und ohne Strandkorb. Bei längerem Aufenthalt aber ist eine lustige Abwechslung, mit dem „Molli“ nach Bad Doberan zu fahren, am besten draußen auf dem Perron eines der Wagen stehend oder gleich hinter der Lok.

  • Mitten durch Bad Doberan dampft der Molli.

  • Mitten durch Bad Doberan dampft der Molli.
    © Dr. phil. Renate V. Scheiper
Pfeifend und im Schritttempo fährt der Zug mitten durch die enge Hauptstraße, zum Hineinspringen dicht an Cafés und Geschäften vorbei. Fußgängern könnte man die Hand geben. Im Zentrum des Ortes lohnt der Besuch des Münsters in norddeutscher Backsteingotik, ehemals Kloster der Zisterzienser, auf die der „Heilige Damm“ zurückzuführen ist.

Die reiche Innenausstattung hat zum Glück die Wirren der Jahrhunderte überstanden. Doch auch nach Kühlungsborn lohnt eine Molli-Fahrt. Von Heiligendamm aus kann man allerdings in beide Richtungen auch wandern oder radeln.

Die kilometerlangen, bestens ausgebauten Rad- und Wanderwege gehören zu den schönsten Deutschlands – passendes Pendant zum „Grand Hotel Heiligendamm“ – einem der exklusivsten Hotels Deutschlands.

Gewinnspielfrage

Wann fand der G8-Gipfel im „Grand Hotel Heiligendamm“ statt?

Zu gewinnen gibt es 2 Übernachtungen für 2 Personen inklusive Frühstück und Wellnessbenutzung sowie ein VIP-Treatment Stufe 1. Überraschung bei Ankunft auf dem Zimmer.

Einsendungen mit dem Kennwort „Heiligendamm“ bis zum 25. November 2022 ausschließlich online an Opens window for sending emailRedaktion(at)spitta.de

Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist eine Angabe von personenbezogenen Daten erforderlich. Der Teilnehmer erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die von ihm übermittelten Daten für die Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Informationen:

Grand Hotel Heiligendamm, 18209 Bad Doberan-Heiligendamm, Prof.-Dr.-Vogel-Straße 6, Tel: 038203 740-0. www.grandhotel-heiligendamm.de; 198 elegante Zimmer und Suiten in den verschiedenen Häusern: 10 Tagungs- und Konferenzräume sind mit modernster Technik ausgestattet. 3-etagige Villa „Eisbären-Kinderclub“ für Kinder jeden Alters mit entsprechender Betreuung.

Sehr guter Reiseführer „Ostseeküste. Mecklenburg-Vorpommern“ Michael Müller Verlag inkl. Faltkarte; 20,90 Euro.

Ganzjährig Ferien an Mecklenburgs Ostseeküste unter www.ostseeferien.de

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Renate V. Scheiper


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
csm Bild 1 gingivawucherung.jpg 06f39e04d9a5f361cbe0cb540b51d060 43c9730af5

Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.