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Keramik indikationsspezifisch auswählen

Verblendfreie FZ-Brücke aus Multilayer-Zirkonoxid (3Y-, 5Y-TZP) mit fließendem Schichtverlauf (Auflichtbild).
Verblendfreie FZ-Brücke aus Multilayer-Zirkonoxid (3Y-, 5Y-TZP) mit fließendem Schichtverlauf (Auflichtbild).

Online-Vortrag der Cerec Masters mit Prof. Dr.-Ing. Bogna Stawarczyk am 12. Oktober 2023, ab 18:00 Uhr.

Vollkeramische Werkstoffe haben Metalllegierungen in vielen Indikationen weitgehend substituiert. Metallfrei, biologische Verträglichkeit, ästhetische Vorteile – diese Eigenschaften haben der Keramik zusammen mit der Adhäsivtechnik den Weg in die konservierende und prothetische Versorgung geebnet.

Die Entscheidung für eine bestimmte Keramik ist sehr individuell vorzunehmen, abhängig vom Umfang der Restauration, vom Antagonisten, von funktionellen Bedingungen, vom ästhetischen Anspruch des Patienten. Auch das Herstellungsprocedere – chairside oder laborgestützt gefertigt – beeinflussen die Werkstoffwahl, den Arbeitsprozess und die Finalisierung.

Frau Prof. Dr. Bogna Stawarczyk wird die Cerec Live-Teilnehmer mit dem Thema „Moderne CAD/CAM-Werkstoffe und ihre Optimierung für In-Office Anwendungen“ in den wichtigen Bereich der indikationsspezifischen Materialauswahl mitnehmen und hierbei die Parameter Härte sowie Biegefestigkeit gegenüber den ästhetischen und biomechanischen Antipoden differenzieren. Hierbei spielt der Abrasionsverlauf von Antagonisten, die Funktionsdiagnostik und ggfs. auch Bruxismus eine entscheidende Rolle für die Keramik und das Restaurationsdesign. Gerade die Verfügbarkeit neuer, monolithischer Zirkonoxide (ZrO2) mit multiplen Farb- und Festigkeitsstrukturen fordern Zahnärzte und Zahntechniker heraus, um die vielseitigen Möglichkeiten indikationsgerecht zu nutzen.

Die Festigkeit des eingesetzten Zirkonoxids wird bestimmt durch die erforderlichen Wandstärken der Restauration, d.h. dass ein festeres Zirkonoxid wie 3Y-TZP auch prinzipiell dünnere Wandstärken (bis 0,3 mm) bei adhäsiver Befestigung ermöglicht. Diese Option erlaubt, die Präparationstiefe für 3Y-TZP minimalinvasiv zugunsten dünnwandiger Kronen zu gestalten. Bei monolithischen Kronen und Brücken kann durch den Verzicht auf die Verblendung der gewonnene Raum für verstärkte Kronen-wände genutzt werden.

Festigkeits- und Transparenzprofil

Mehrschichtige Zirkonoxide (3Y, 4Y, 5Y-TZP) imitieren im Festigkeits- und Transparenzprofil die Eigenschaften von Dentin und Schmelz. Hierbei variiert die Festigkeit von schwächeren, aber semitransluzenten Schmelzschichten (meist 5Y-TZP) zu hochfesten, opaken Dentinschichten (3Y-TZP). Über die Positionierung der Restauration im ZrO2-Rohling („Nesting“) erfolgt die Anpassung an die Dentin- und Schneide-bereiche, um so den Farb- und Strukturverlauf der natürlichen Zähne darzustellen.

Mit dieser Technik lässt sich eine verbesserte Ästhetik und Lichttransmission nutzen. Besonders im Frontzahneinsatz bieten Multilayer-Zirkonoxide die Option, verblendfrei das zahnfarbene Chroma mit schmelzähnlicher Transluzenz zu verbinden (siehe Abb. FZ-Brücke).

Einfluss auf Zahnfarbe und Transluzenz hat auch das High-Speed-Sintern. Hier ist Wissen gefordert, um den Prozess korrekt zu steuern. ZrO2-Schichtstärke und Sinterprogramm beeinflussen sichtbar die Opazität.

Vergleichsweise längere Sinterzeiten erhöhen die Transluzenz der Krone. Die abschließende Oberflächenbearbeitung mittels mehrstufiger Hochglanzpolitur bewirkt, dass die lichtoptischen Eigenschaften verbessert, die Abrasionswirkung auf Antagonisten gemindert und eine klinische Lang-zeitstabilität gewährleistet werden kann. Die Referentin, die über langjährige Erfahrungen mit der CAD/CAM-Technik verfügt, betont – dass die digitale Technologie besonders die Standardisierung, Prozesssi-cherheit und Reproduzierbarkeit der vollkeramischen Restaurationstechnik unterstützt.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Dipl. Ing. Bogna Stawarczyk



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