Event-Ankündigungen


Implantat-Prothetik-Kurs am 29./30. Juli 2022

25.05.2022

Abb. 1: Zirkonoxid-Abutments (3Y-TZP) mit Verschraubung und Kronen aus transpa-rentem Polychrom-Zirkonoxid (4Y/5Y-TZP) mit farblicher Charakterisierung.
Abb. 1: Zirkonoxid-Abutments (3Y-TZP) mit Verschraubung und Kronen aus transpa-rentem Polychrom-Zirkonoxid (4Y/5Y-TZP) mit farblicher Charakterisierung.

In diesem Kurs stellt jeder Teilnehmer eine provisorische Implantatkrone aus Telio CAD her – ferner eine konventionelle und eine Hybridabutment-Krone mit Emergenzprofil. Der Kurs „Cerec Implantat-Prothetik“ wird am Freitag, den 29. Juli, ab 16:00 Uhr, und Samstag, 30. Juli 2022 in Ellwangen (Ivoclar Vivadent) stattfinden. 

Die CAD/CAM-Technologie ermöglicht es heute, Implantat-Patienten auf einem Qualitätsniveau zu versorgen, das bis dahin nur schwer zu erreichen und vor allem nicht reproduzierbar war. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der bildgebenden Befundung und Planung, der Materialien und der Abutmenttechnik ermöglichen eine hohe Zuverlässigkeit mit guter Langzeitprognose. Die Herstellung patientenindividueller Abutments ist eine Bereicherung und die Grundlage für den Langzeiterfolg – auch bei reduziertem Knochenangebot und schwierigen Weichteilverhältnissen. 

Geschlossene vs. offene CAD/CAM-Systeme 

Die Erfolgsparameter sind jedoch davon abhängig, inwieweit die einzelnen Systemkomponenten aufeinander abgestimmt sind. Bei geschlossenen Systemen ist diese Voraussetzung zwar erfüllt, jedoch ist der Anwender von dem jeweiligen 3 Entwicklungsstand des Systems abhängig.

Offene Systeme wiederum bergen das Risiko von Abweichungen in der Fertigung, wenn nicht ein exakter Abgleich der einzelnen Komponenten und eine stabile Kompatibilität der Abläufe herbeigeführt werden können. Idealerweise wird die Suprakonstruktion aus einem industriell präfabrizierten Vollmaterial gefräst, um Inhomogenitäten auszuschalten. 

In-vitro-Untersuchungen mit CAD/CAM-hergestellten Suprastrukturen zeigten, dass die erreichbare Präzision derartiger Konstruktionen mit mittleren Spaltbreiten von 20 bis 30 Mikrometer besser ist als die Passgenauigkeit, die mit gegossenen Metallgerüsten erreicht wird. Mit moderner Scan- und Softwaretechnologie wird dieses Fertigungsprinzip auch auf den Bereich der virtuellen Konstruktion ausgedehnt. Damit können CAD/CAM-gestaltete, vollkeramische Abutments, Implantatkronen und -Brücken mit hoher Genauigkeit CNC-gefräst und mit spannungsfreier Passung eingesetzt werden – ohne das Risiko von Verzügen und Passdifferenzen. 

Funktion und Ästhetik 

Zirkonoxidkeramiken (3Y/4Y/5Y-TZP) haben sich für Mesostrukturen und implantat-getragene Kronen und Brücken klinisch bewährt. Der Werkstoff kann in einer Präzision verarbeitet werden, die es erlaubt, dem Patienten seriöse Vorhersagen zur Funktionalität und Ästhetik seiner prothetischen Versorgungen zu machen.

  • Abb. 2: Zahnachsengerechte Abutments aus Zirkonoxid (3Y-TZP), individuell ausge-schliffen und mit Implantaten verschraubt.
  • Abb. 3: Imptantatgetragene, verschraubte Zirkonoxidkronen in situ.
  • Abb. 2: Zahnachsengerechte Abutments aus Zirkonoxid (3Y-TZP), individuell ausge-schliffen und mit Implantaten verschraubt.
    © CMC
  • Abb. 3: Imptantatgetragene, verschraubte Zirkonoxidkronen in situ.
    © CMC

Für das Weichgewebemanagement zur frühzeitigen Ausformung eines zahnanalogen Emergenzprofils ist ein schleifbares, keramikgefülltes CAD-Polymer angezeigt. Als therapeutisches Provisorium ist es von entscheidender Bedeutung bei Brückenstrukturen zur Wiederherstellung der intra- und extraoralen Parameter. 

Die Digitalisierung der implantologischen Behandlungsschritte erweitert die Möglichkeiten für Diagnostik, Planung, Behandlung und die langfristige Betreuung anhand eines individuellen Patienten- und Risikoprofils. So sind die Cerec Masters davon überzeugt, dass in naher Zukunft die Anbindung an eine wissenschaftliche Datenbank und die Analyse der patientenspezifischen Daten es ermöglichen, therapierelevante Aussagen und Empfehlungen zu treffen sowie Ergebnisse fallweise verifizieren zu können. 

Know-how der CAD/CAM-gestützten Implantat-Prothetik in 8 Stunden 

Um die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Implantologie und die Herstellung implantatgetragener Prothetik vielen Praxisinhabern zugänglich zu machen, haben sich die Cerec Masters entschlossen, einen 2tägigen Kurs für Teilnehmer mit Cerec- Vorkenntnissen aufzulegen. 

Die Kursteilnehmer erfahren die vielfältigen Möglichkeiten des „e.max Abutment Solution“-Konzepts mit der Herstellung von Abutments, Provisorien, Implantatkronen. Unter der Leitung von Dr. Andreas Kurbad, Viersen, erwartet diese eine umfangreiche Agenda, zusammen mit der Anfertigung von Komponenten: 

  • Indikation, Implantatplanung, chirurgisches Vorgehen im FZ- und SZ-Bereich 
  • Nutzung von bildgebenden Systemen und Rückwärtsplanung
  • Anwendung der Cerec- und inLab-Software 
  • Intraoralabformung, Konstruktion, Gestaltung des Emergenzprofils
  • Materialauswahl, Charakterisierung, Komponenten verkleben 
  • Anwendung von Ti-Base, Telio CAD, e.max CAD, e.max ZirCAD 
  • Einteilige und zweiteilige Abutments 
  • Klinischer Workflow bis zur Eingliederung 
  • Qualitätssicherung, Abrechnung, Dokumentation 

Information und Anmeldung

Der Kurs „Cerec Implantat-Prothetik“ findet am Freitag, 29. Juli, ab 16:00 Uhr,
und Samstag, 30. Juli 2022 in Ellwangen (Ivoclar Vivadent) statt. 

Anmeldungen unter:
www.cerec.de (Kurse & Events)
E-Mail: Opens window for sending emailmaster(at)cerec.de
Tel.: 02162 102 1875 

Für die Teilnahme gibt es 10 Fortbildungspunkte (KZBV). 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Manfred Kern


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