Dentalticker
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Parodontitis und Nikotin
DruckenWarum Raucher des Öfteren zum Zahnarzt gehen sollten.
Ab einem Alter von 40 Jahren gehen heute mehr Zähne aufgrund von Parodontitis verloren als durch Karies. Raucher sind besonders gefährdet: Ihr Risiko an Parodontitis zu erkranken liegt fünf- bis sechsfach höher als bei Nichtrauchern. Die regelmäßige Prophylaxe und eine Stärkung des Immunsystems werden bei ihnen noch notwendiger.
Parodontitis zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Mundhöhle. Im fortgeschrittenen Stadium führen ihre Erreger, die Parodontitis-Bakterien, zu einer Entzündung des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Bleibt die Erkrankung unerkannt, droht der Zahnverlust. Wird die Erkrankung hingegen frühzeitig erkannt, ist eine Parodontitis gut zu therapieren!
Zu den Symptomen einer Parodontitis zählen Mundgeruch oder beispielsweise eine zunehmende empfindliche Reaktion der Zähne auf Kälte und Wärme. Das typischste Warnsignal einer Parodontitis ist jedoch das Zahnfleischbluten. Nun setzt aber gerade das Zahnfleischbluten bei Rauchern verspätet ein. Der regelmäßige Tabakkonsum verschlechtert die Durchblutung im Mundraum. Die klinische Entzündungsreaktion ist als Folge bei Rauchern schwächer und die Blutungstendenz von entzündlich verändertem Zahnfleisch und parodontalen Taschen geringer als bei Nichtrauchern. Für Patient und Zahnarzt wird es bei Nikotin-Konsum schwieriger den dringend notwendigen Befund rechtzeitig zu stellen.
Frühzeitig erkannt, ist die Parodontitis heilbar und der Zahn bleibt erhalten. Ziel der Therapie ist es, den so genannten „Biofilm“, der die Parodontitis-Bakterien enthält, zu entfernen, was durch eine Wurzelglättung geschieht. Sind besonders aggressive Bakterien die Auslöser der Parodontitis, muss ergänzend mit bakterienbeeinflussenden Heilmitteln behandelt werden. Zusätzlich wird das Immunsystem gestärkt, da Parodontitis eine komplexe Erkrankung ist, die erst dann zum Ausbruch kommt, wenn das Immunsystem krankt.
Auf den Ansatz eines stärkenden Immunsystems setzen moderne Zahnarztpraxen, wie die Münchner Zahnarztpraxis „DC1“ (www.dc-eins.de), auch bei Rauchern, die sich trotz aller Risiken von ihrer Sucht nicht trennen. Bei der Parodontitis spielt ein nicht intaktes Immunsystem eine zentrale Rolle. Neue Erkenntnisse zeigen, dass für Erkrankungen des Zahnfleisches nicht nur die Bakterien allein verantwortlich gemacht werden können, sondern durchaus individuelle Faktoren zusammen kommen (sog. Wirtsfaktoren), die letztendlich zum Ausbruch der Erkrankung führen.
Als weitere vorbeugende Maßnahme ist dem Raucher der regelmäßige Gang zum Zahnarzt zu empfehlen. Erste Parodontitis-Warnsignale können somit rechtzeitig erkannt und therapiert werden. Die professionelle Zahnreinigung, zweimal pro Jahr, sorgt für den zusätzlichen Schutz, der mit einer sorgfältigen Mundhygiene allein nicht zu erreichen ist.
Dass Rauchen dem gesamten Organismus schadet, ist unumstritten. Doch insbesondere beim Parodontitis-Risiko zählt jede Zigarette weniger! Das Erkrankungsrisiko ist umso höher, je mehr und je länger geraucht wurde! So haben starke Raucher, die über zwanzig Jahre lang mehr als eine Schachtel Zigaretten pro Tag rauchten, ein 20-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko. Doch auch in diesem Zusammenhang gibt es ermutigende Nachrichten für Raucher: Schaffen sie es, sich endgültig vom Nikotin zu verabschieden, sind ihre Heilungschancen bei einer Parodontitis bereits nach einem halben Jahr Tabak-Abstinenz fast genau so gut wie bei einem Nichtraucher!











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