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Von der Risikoanalyse zum Behandlungserfolg

Periimplantärer Gewebeerhalt – eine Frage des richtigen Zeitpunktes?

Der vorliegende Artikel beschreibt die Bedeutung des zeitlichen Regimes bei der Durchführung einer oralen Rehabilitation mit dentalen Implantaten (Angaben zum verwendeten Produkt fließen ein). Dabei betrifft der richtige Zeitpunkt die Entscheidung für oder gegen eine Sofortimplantation und/oder Sofortversorgung. Unter Einbeziehung aller diagnostischen Möglichkeiten und Risikoeinschätzungen ist so eine Gewebeprävention durch Stützung und Erhalt der knöchernen Alveole und des weichgewebigen anatomischen Durchtrittsprofils möglich. Dabei spielt das „Zeitlassen“ im Rahmen der parodontalen Vorbehandlung und das „Zeitnehmen“ im Rahmen der parodontalen und periimplantären Erhaltungsbetreuung nach erfolgter Implantattherapie eine weitere Rolle. Dies beeinflusst, neben zahlreichen Einflussfaktoren, maßgeblich die langfristige Stabilität und Gesunderhaltung der periimplantären Gewebe: ein Schlüssel zur Prävention periimplantärer Infektionen. Mehr...

Von Dr. Frederic Hermann    aktualisiert am 06.02.2012

DVT-Diagnostik in der Implantologie: Grundlagen – Fallstricke

Abb. 1: Technischer Aufbau eines Volumendatensatzes aus kubischen Volume Elements, den sogenannten „Voxeln“.
Die „dentale Volumentomographie“ (DVT), wie die aktuelle offizielle Bezeichnung der Technik in der Zahnheilkunde lautet, nimmt an Verbreitung nahezu explosionsartig zu. Die Anwendung dieser dreidimensionalen Röntgentechnik in der präimplantologischen Diagnostik und Planung bildet dabei sicherlich einen Großteil am Gesamtvolumen aller angefertigten DVT-Aufnahmen in der zahnärztlichen Praxis. Der folgende Artikel stellt den aktuellen Stand der DVT-Technik kurz dar und beleuchtet das Anwendungsspektrum in der zahnärztlichen Implantologie aus Sicht der Bildgebung. Mehr...
Von PD Dr. Ralf Schulze    aktualisiert am 06.02.2012

Eine neue Methode zur Versorgung des hochatrophen zahnlosen Oberkiefers bei problematischem Sinuslift

Der laterale Nasenlift mittels Trapdoor-Technik

Vorgestellt wird eine neue Methode eines lateralen Nasenlifts nach Lindorf im Zusammenhang mit einem Sinuslift beim hochatrophen zahnlosen Oberkiefer. Durch eine Trapdoor-Verlagerung der lateralen Nasenwand wird eine Implantatversorgung in Fällen ermöglicht, in denen ein Sinuslift eigentlich kontraindiziert wäre, da die Kieferhöhle in transversaler Richtung zu schmal ist. Dadurch wäre beim normalen Sinuslift keine prothetisch nutzbare Implantatposition erzielbar. Die Trapdoor-Technik wird in drei verschiedenen Varianten für unterschiedliche anatomische Ausgangssituationen beschrieben. Der Eingriff ist für den Patienten nicht belastender als ein normaler Sinuslift und kann vom erfahrenen Kieferchirurgen ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Bei ungünstigen anatomischen Voraussetzungen im Bereich der Nase kann gleichzeitig oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Teilresektion der unteren Nasenmuschel erfolgen. Die neue Methode hat dem Entwickler zufolge entscheidende Vorteile gegenüber den alternativen, wesentlich aufwendigeren Versorgungsmöglichkeiten, wie Auflagerung von Beckenkammtransplantaten oder LeFort-I-Osteotomie mit Interposition. Mehr...
Von Prof. Dr. Dr. Dr. Helmut H. Lindorf, Dr. Renate Müller-Herzog, Dr. Jonas Lehner    aktualisiert am 01.02.2012

Weichgewebs- und Alveolenmanagement

Für ästhetisch-funktionell einwandfreie Implantationen bzw. Restaurationen ist der dreidimensionale Erhalt von Hart- und Weichgewebe nach einer Extraktion entscheidend. Um die Resorptionsvorgänge nach Extraktion minimal zu halten ist in einigen Fällen eine Auffüllung der Extraktionsalveole, die sogenannte Socket Preservation notwendig. Im folgenden Beitrag werden die verschiedenen Techniken der Socket Preservation beschrieben, die die Autoren ebenso vorstellen wie die Grundlagen der Umbauvorgänge in der Extraktionsalveole, um die Bedeutung dieser Maßnahme besser verstehen zu können. Aus der Diskussion der Ergebnisse von Langzeitstudien ergeben sich ihre klaren Therapieempfehlungen und stellen somit eine Entscheidungshilfe auch im Hinblick auf Kosten und Nutzen für die tägliche Praxis dar. Mehr...
Von Dr. Florian Rathe    aktualisiert am 19.12.2011

Kieferorthopädische Implantologie – wie kleine Schräubchen die moderne Kieferorthopädie verändern

Kieferorthopädische Mini-Implantate eröffnen der modernen Kieferorthopädie neue Möglichkeiten. Sie gewährleisten eine sichere Verankerung, bei der ein Zahnsegment stationär bleibt, und erlauben so die zuverlässige Behandlung auch komplexer Malokklusionen. Dabei können sie minimal-invasiv ohne großen Aufwand und ohne größere Belastung des Patienten inseriert werden. Der folgende Beitrag stellt die Vorzüge dieser neuen Behandlungstechnik dar und beantwortet grundlegende Fragen: welches Mini-Implantat wähle ich, wie und an welchen Positionen inseriere ich diese Implantate und bei welchen Indikationen wirken sie sich günstig aus. Mehr...
Von Prof. Dr. Baumgärtel    aktualisiert am 26.10.2011

Gerüstsubstanzen, Zellen und Wachstumsfaktoren – Klinische Fallbeispiele

Moderne Knochenregeneration in der Implantologie

Abb. 1: Intraorale Situation.
Der Einsatz von allogenen, xenogenen und synthetischen Knochenersatzmaterialien in der Zahnheilkunde ist hinlänglich bekannt. Darüber hinaus gibt es Materialien, die in diesem Zusammenhang nicht „Füllen“ sondern das Knochenwachstum anregen bzw. beschleunigen sollen. Moderne Knochenregeneration in der Implantologie beinhaltet auch das Anzüchten von Knochen in vivo. Im folgenden Beitrag stellt der Autor anhand von klinischen Fallbeispielen die von ihm in der Praxis verwendeten Materialien vor, mit denen er in den letzten 10 Jahren positive Erfahrungen gemacht hat. Neben dem jeweiligen klinischen Fallbeispiel erläutert der Autor kurz Vor- und Nachteile der verwendeten Materialien. Mehr...
Von Dr. Karl-Heinz Schuckert    aktualisiert am 24.10.2011

Immunologische Grundlagen der Titan-induzierten Periimplantitis

Titan zeichnet sich durch ein hervorragendes Korrosionsverhalten aus und hat dadurch eine gute Verträglichkeit. Allerdings wissen sowohl Orthopäden als auch Zahnmediziner, dass bei einigen Patienten die Implantate unerwünschte Entzündungserscheinungen induzieren, die zur fehlenden knöchernen Integration führen können. Mehr...
Von Dr. Volker von Baehr, Dr. Sabine Schütt    aktualisiert am 03.10.2011

Alloplastische Sinusbodenelevation bei vollständiger Atrophie des zahnlosen Alveolarfortsatzes mittels nanokristallinen, phasenreinen Hydroxylapatits

Mit dem vorliegenden klinischen Fallbericht soll gezeigt werden, dass ein nanokristallines, auf der Basis von Hydroxylapatit aufgebautes Knochenersatzmaterial für den Einsatz bei Kieferaugmentationen und Defektrekonstruktionen vorteilhaft sein kann. Der Autor beschreibt einen Patientenfall mit einer schwierigen Ausgangssituation nach Zystektomien im Ober- und Unterkiefer, Verlust der Schneider’schen Membran sowie Zahnverlust im zweiten Quadranten, gefolgt von vollständiger Alveolarfortsatzatrophie. Für die externe Sinusbodenelevation bei fehlender Schneider´scher Membran erwies sich die volumenstabile und pastöse Konsistenz des hier verwendeten Knochenersatzmaterials als entscheidender Vorzug. Der Autor kommt zur Konklusion, dass das verwendete Material in diesem Fall als vollwertige Alternative zu autologem Knochenersatz in der präprothetischen Chirurgie eingesetzt werden konnte. Mehr...
Von Dr. Dr. Stefan Wolf Schermer    aktualisiert am 03.10.2011

Der Sinus-Krallenhaken – ein Instrument für den Sinuslift

Abb. 1 a-c: Aktueller Prototyp des Sinus-Krallenhakens.
Prof. Helmut H. Lindorf entwickelte ein Instrument für den Sinuslift. Der Sinus-Krallenhaken soll das sichere Abhalten der Wangenweichteile und des Schleimhautlappens mit nur einem Werkzeug ermöglichen. Der Operateur bekommt eine gute Übersicht, das Augmentationsmaterial kann kontaminationsfrei eingebracht werden und für den Einsatz dieses Instruments ist nur eine Assistenz notwendig anstatt zweier Assistenzen wie bei Verwendung konventioneller Wundhaken. Der Entwickler stellt im folgenden Beitrag das Instrument und seine Anwendung vor. Mehr...
Von Prof. Dr. Dr. Dr. Helmut H. Lindorf, Dr. Renate Müller-Herzog    aktualisiert am 29.08.2011

Zahnimplantate aus Zirkonoxid – besser als Titanimplantate?

Abb. 1: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines Titanimplantates.
Seit einigen Jahren drängen vermehrt Implantatsysteme aus Zirkonoxid auf den Markt. Von den Herstellern werden vor allem die verbesserte Ästhetik sowie eine bessere Biokompatibilität gegenüber Titan-Implantatsystemen angeführt. Die Literaturrecherche zeigt, dass bisher im Vergleich zu Titan sehr wenig Daten hinsichtlich Zirkonimplantaten publiziert wurden. Vor allem Langzeitdaten, die über einen Zeitraum von 5 Jahren hinausgehen, fehlen nahezu vollständig. Das Verhältnis der Publikationen zu Zirkon im Vergleich zu Titan beträgt ca. 1 : 17. Für den Behandler stellen sich somit sowohl klinisch-praktische als auch juristische Fragen hinsichtlich dieser Implantate. Mehr...
Von Univ.-Prof. Dr. Dr. Siegfried Jank, Dr. Dominik Schröder    aktualisiert am 08.08.2011

Praktische Erfahrungen mit einem Cone-Beam-CT

Abb. 1: Weisheitszahn 38. Die CBCT zeigt das Verhältnis der beiden distalen Wurzeln zum Mandibularnerven.
Die digitale Volumentomographie (DVT)/Cone-Beam-Computertomographie (CBCT) liefert eine exakte dreidimensionale Darstellung der Zähne und des Kiefers für die dreidimensionale Diagnostik. Seit 2003 wird der Cone-Beam-Tomograph 3D Accuitomo bei ambulanten Patienten zur dreidimensionalen Diagnostik eingesetzt. Die dreidimensionalen Aufnahmen werden für ein weites Indikationsspektrum herangezogen, wie z. B. für die dentale Implantologie, Endodontologie oder Traumatologie. Gerade bei unklaren klinischen Befunden liefert der Cone-Beam-CT eine verlässliche diagnostische Abklärung, wie im Folgenden an mehreren Fallbeispielen mit Angaben zu Gerät und Technik verdeutlicht wird. Mehr...
Von Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Christoph M. Ziegler, Dr. med. Dr. med. dent. Roswitha Ritter, Dr. Thomas Richard Klimowicz    aktualisiert am 18.07.2011

Schmale Implantate – eine Notwendigkeit in der ästhetischen Implantologie

Abb. 1: Der Ausgangsbefund macht ersichtlich, dass nur extrem wenig Platz für eine Implantatinsertion zur Verfügung steht.
Implantate mit einem Durchmesser von gerade einmal drei Milimetern eröffnen neue Möglichkeiten in der Implantologie. Mit solchen Implantaten können schmale Schaltlücken im Frontzahnbereich ästhetisch versorgt werden. Denn diese grazilen Implantate erlauben es, die erforderlichen Mindestabstände zu den abgrenzenden Zähnen tatsächlich einzuhalten. Lesen Sie im Folgenden zwei Fallbeispiele zur Versorgung zweier Patienten mit schmalen Implantaten. Mehr...
Von Dr. Frank Kistler    aktualisiert am 11.07.2011

Tunnelierende Operationstechniken in der plastisch-ästhetischen Parodontal- und Implantatchirurgie

Abb. 1a: Unter tunnelierender Lappen-Präparation wird eine unterminierende Spaltlappenpräparation im Bereich der bukkalen Weichgewebe verstanden.
Zahlreiche technische Weiterentwicklungen und Innovationen führten in der jüngeren Vergangenheit zu einer Renaissance tunnelierender Operationstechniken in der plastisch-ästhetischen Parodontal- und Implantatchirurgie. Für diesen Trend ist neben neu entwickelten mikrochirurgischen Instrumenten und verfeinerten Nahttechniken insbesondere auch ein deutlich erweitertes Indikationsspektrum verantwortlich. Der folgende Beitrag zeichnet die Entwicklung tunnelierender Operationstechniken innerhalb der plastisch-ästhetischen Parodontalchirurgie nach, erläutert anhand eines klinischen Fallbeispiels das technische Vorgehen bei der Deckung multipler gingivaler Rezessionen mit der modifizierten Tunneltechnik step by step und zeigt mögliche weitere Indikationen für tunnelierende Lappenpräparationstechniken auf. Mehr...
Von ZA Stephan Rebele, Dr. Otto Zuhr, Prof. Dr. Markus Beat Hürzeler    aktualisiert am 08.07.2011

Praxiskonzept Implantologie – Teil 2

Abb. 6: Die defensive Implantologie ermöglicht eine medizinisch sinnvolle, wirtschaftlich  vernünftige und patientengerechte Integration in die Gesamtsanierung und schafft die gewünschten Synergieeffekte.
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aktualisiert am 01.07.2011

Praxiskonzept Implantologie – Teil 1

Abb. 1: Nicht sachgerechte Implantatversorgung bei 56-jähriger Patientin: Perforation regio 13 und Implantatengstand 15–17 mit Entzündungszellinfiltration in die periimplantäre Gingiva des rechten Oberkiefers.
Der Erfolg eines Zahnarztes im „Markt“ erfordert Therapiesicherheit, Kostenbewusstsein und ein strukturiertes Vorgehen am Patienten. Kernaufgabe ist es, dem Patienten eine klare, nachvollziehbare und wirtschaftlich attraktive Lösung anzubieten. Dabei müssen Patientenwunsch, Erkrankungsumfang, Therapie und resultierende Kosten koordiniert werden. Das Paket aus Empathie, medizinischer Sachkenntnis, Behandlungskonzeption und Preis wird im Team realisiert. Der nachfolgende Beitrag führt auf Grundlage dieser Faktoren aus, wie der Bereich der Implantologie sinnvoll in das Praxiskonzept integriert werden kann und welche grundlegenden Anforderungen dabei erfüllt werden müssen. In Abhängigkeit von der Ausgangssituation des Patienten gibt der Autor seine Empfehlungen für Therapieplanung und Behandlungsablauf. Mehr...
Von Prof. Dr. Rainer Buchmann    aktualisiert am 01.07.2011

Von herausnehmbar zu festsitzend – ein implantologischer Fallbericht

Abb. 1: Panoramaschichtaufnahme der Ausgangssituation mit Sekundärkaries an den Teleskopzähnen 34, 44 und 45.
Der vorliegende Fall aus der Poliklinik der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe zeigt die erfolgreiche Rekonstruktion eines stark atrophierten Unterkiefers. Aufgrund einer Protheseninsuffizienz kam es in der Therapie zu einem Systemwechsel von einer herausnehmbaren zu einer festsitzenden Versorgung. Die Therapieentscheidung und das schrittweise Vorgehen werden im Folgenden erläutert. Mehr...
Von Dr. Michael Korsch, M.A., ZÄ Corinna Günther    aktualisiert am 30.06.2011

Schwer beeinträchtigende Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte:

21-jähriger jetzt glücklich nach „Behandlungsmarathon“

Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte vor operativem Verschluss: intraoperativ vor Lippenverschluss im Alter von 3 Monaten.
Ein jetzt 21-jähriger Patient kam mit vollständiger Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte rechts und unvollständiger Lippenspalte links zur Welt. Mit 3 Monaten wurde ein beidseitiger Lippenverschluss, mit 12 Monaten der Gaumenverschluss durchgeführt. 10 Jahre später verschlossen die MKG-Chirurgen des Erlangener Universitätsklinikums, Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Friedrich W. Neukam und Dr. Dr. Florian Stelzle, die knöcherne Kieferspalte. Nach weiteren 6 Jahren wurde die behinderte Nasenatmung behoben und in mehreren Folgeeingriffen die Nasensymmetrie optimiert, die Oberlippe und der Naseneingang korrigiert sowie das Restloch am harten Gaumen verschlossen. Im letzten Jahr wurde abschließend eine sprachverbessernde Operation (Velopharyngoplastik) durchgeführt. Die Operateure zeigten auf der Pressekonferenz am 16.06.2011 – anlässlich des großen 61. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) in Bamberg – den glücklichen Patienten mit jetzt hervorragender Sprachleistung, keinerlei Schluckbeschwerden und guter Ästhetik im Spaltbereich. Mehr...
Von DGMKG    aktualisiert am 27.06.2011

Konzepte zur Implantatversorgung bei Hart- und Weichgewebedefiziten

Abb. 1a: Orthopantomogramm vor ...
Der folgende Beitrag beleuchtet grundlegende Aspekte des Behandlungsablaufes einer Implantatversorgung. Das Autorenteam zeigt dabei aktuell etablierte Verfahren hinsichtlich der Konditionierung periimplantärer Strukturen und erläutert, in welchen Fällen ein Knochenaufbau erforderlich ist bzw. welche Varianten sich dazu anbieten. Thematisiert werden zudem die derzeit wissenschaftlich gültigen Insertionsprotokolle, Techniken der Implantatfreilegung und die Konzepte der prothetischen Belastung. Mehr...
Von Dr. Dr. Wolf Michael Thorwarth, Stefanie Fröbisch, Stefan Schultze-Mosgau    aktualisiert am 24.06.2011

Implantologische Rehabilitation nach Entfernung eines autotransplantierten oberen Eckzahns – Ein Fallbericht – Teil 1

Abb. 1: Ausgangssituation 13; geringes Angebot an ‚attached gingiva‘, ca. 2 mm.
Zur Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik bedarf es häufig komplexer präimplantologischer Maßnahmen, um Defekte an Hart- und Weichgewebe zu rekonstruieren. Neben der Verwendung von subepithelialen Bindegewebstransplantaten zur Konturierung und Verdickung des Weichgewebes stehen verschiedene Methoden zur knöchernen Augmentation zur Verfügung. Dabei kann der Operateur zwischen Transplantaten mit kortikospongiösen Knochenblöcken, partikulierten Knochenspänen, Knochenersatzmaterialen, Kombinationen daraus oder der GBR-Technik (Guided-Bone-Regeneration) wählen. Nachfolgend wird anhand eines klinischen Falles die ästhetische Rekonstruktion des dentoalveolären Komplexes bei fortgeschrittener Defektsituation mittels GBR-Technik erläutert. Mehr...
Von Dr. Stefan Ullrich    aktualisiert am 10.05.2011

Anwenderstudie: Ein Vergleich xenogener und alloplastischer Knochenersatz- bzw. Aufbaumaterialien

Abb. 1: Ausgangssituation: Beidseitig nach kaudal tympanisierte Kieferhöhlen. Im UK reg. 34 bis 44 in der Breite sehr stark atrophierter Alveolarkamm.
Im Rahmen dieser Anwenderstudie wurden bei 105 Patienten Implantationen mit Augmentation durchgeführt. Für die Augmentation wurden verschiedene Knochenersatzmaterialien herangezogen: das xenogene Knochenersatzmaterial Bio-Oss, die alloplastischen Knochenersatzmaterialien Cerasorb und Cerasorb M und das relativ neue, alloplastische Knochenersatzmaterial BONITmatrix. Nach sechs bzw. neun Monaten hat der Autor der Studie die Ergebnisse ausgewertet und berichtet nun, wie die Knochenersatzmaterialien im Vergleich abgeschnitten haben. Mehr...
Von Dr. Peter Kalitzki    aktualisiert am 09.05.2011

Osteokonduktive und -induktive Knochenersatzmaterialien – Teil 1

Abb. 1: maxgraft® Granulat und Blöcke (oben) und Rasterelektronenmikroskopie maxgraft® (unten).
Autologer Knochen ist aufgrund seiner speziellen Eigenschaften als Transplantationsmaterial unbestritten. Dennoch hat sich im Kopf-Hals-Bereich die Alternative „Knochenersatzmaterial“ mit ihren bestimmten Vorzügen in so großem Maße etabliert, dass der Überblick angesichts der Fülle der auf dem Markt erhältlichen Knochenersatzmaterialien beinahe verloren geht. Mit der Erläuterung der Einteilung wichtiger Materialien nach den 3 Hauptgruppen schafft PD Dr. Dr. Ralf Smeets nachfolgend eine Übersicht, erläutert Vor- und Nachteile der einzelnen Gruppen und stellt gängige Produkte vor. Gleichzeitig werden die Anforderungen an die modernen Knochenersatzmaterialien beschrieben, ohne deren Wissen der Einsatz als Füllstoff bzw. Gerüstmaterial für die Knochenheilung nicht gelingen kann. Mehr...
Von Dr. Dr. Ralf Smeets, Dr. Dr. Andreas Kolk    aktualisiert am 06.05.2011

3D-Rekonstruktion des Oberkiefers mit humanen allogenen Knochenblöcken für eine festsitzende implantatprothetische Zirkonversorgung

Abb. 1: Abb. 1–4: Klinischer Ausgangsbefund ca. 3 ½ Monate nach der Extraktion.
Die Insertion von Dentalimplantaten zur Aufnahme einer festsitzenden Versorgung stellt im Oberkiefer, insbesondere bei dreidimensionaler Alveolarfortsatzatrophie, eine chirurgisch-prothetische Herausforderung dar. Bei einer kompletten dreidimensionalen Alveolarfortsatzatrophie im Oberkiefer müssen präimplantologisch neben der beidseitigen Sinusbodenaugmentation in der Regel intersinusär entweder autologe Knochentransplantate oder humane Knochenblocktransplantate inseriert werden, um ein geeignetes Knochenlager für die nachfolgende Insertion enossaler Implantate zu schaffen. Der nachfolgende Fallbericht demonstriert, wie mit der Transplantation allogener humaner Knochenblöcke, ohne intra- oder extraoraler Knochenentnahme, der knöcherne Alveolarfortsatz im Oberkiefer so augmentiert werden kann, dass eine festsitzende implantatprothetische Versorgung ermöglicht wird. Mehr...
Von Dr. Mathias Plöger, Ingmar Schau    aktualisiert am 20.03.2011

Air-Flow®/ClinProTM: Ersatz oder Adjuvans der Handinstrumentierung? – Ergebnisse einer Praxisstudie

Abb. 1
Die nachfolgend vorgestellte Praxisstudie hatte zum Ziel, die Effektivität der alleinigen Air-Flow®-Behandlung mit glyzinbasierten Air-Polishing-Pulvern im Vergleich zur adjuvanten Anwendung zur Handinstrumentierung bei Parodontaltaschen mit einer Sondierungstiefe zwischen 3 und 8 mm zu überprüfen. Das Ergebnis ist für die Praxis interessant, denn es besteht den folgenden Ausführungen zufolge eben kein signifikanter Unterschied in der klinischen Effektivität. Mehr...
Von Dr. Klaus-Dieter Bastendorf    aktualisiert am 15.03.2011

Implantation und simultane Kieferkammrekonstruktion bei großen Defekten nur mit nichtresorbierbaren titanverstärkten Membranen – Teil 1

Abb. 1: Nach dem Abheben des Mukoperiostlappens ist das Ausmaß des Defektes sichtbar: die labiale Alveolarfortsatzlamelle fehlt nahezu vollständig, teilweiser Verlust auch der palatinalen Lamelle.
Der Autor berichtet nachfolgend anhand von drei klinischen Fallbeispielen über seine Erfahrungen der Implantation und simultanen Kieferkammrekonstruktion ohne Verwendung von autogenen Blocktransplantaten und ohne Knochenersatzmaterialien, dafür aber mit nichtresorbierbaren titanverstärkten Membranen. Demnach hat die Membran durch die Titanverstärkung einen raumschaffenden Effekt mit höchstem osteogenem Potenzial, das ein einzeitiges Vorgehen erlaubt. Mehr...
Von Dr. Norbert Haßfurther    aktualisiert am 25.02.2011

Implantat-Prothese bei einem Patienten mit Metall-Allergie

Sofortbelastung von Keramikimplantaten im zahnlosen Oberkiefer – Ein klinischer Fallbericht – Teil 1

Abb.1: Präoperative intraorale Situation des zahnlosen Oberkiefers.
Für Patienten mit allergischen Diathesen gegenüber Metallen stellen Keramikimplantate mit ihrer ausgezeichneten Biokompatibilität eine Alternative zu Titanimplantaten dar. In der Literatur finden sich jedoch kaum Untersuchungen oder Falldarstellungen zu metallfreien Rehabilitationen zahnloser Kiefer. Der vorliegende Fallbericht schildert die Problematik und das therapeutische Vorgehen bei der Versorgung eines zahnlosen Oberkiefers mit einer Vollkeramikbrücke auf Zirkonoxidimplantaten. In diesem Fall kamen Titanimplantate aufgrund eines ausgeprägten endogenen Ekzems mit allergischer Diathese gegenüber Metallen nicht in Frage. Die Implantation erfolgte am 4. Dezember 2007 nach Freigabe der Indikation durch den Implantathersteller. Die gesamte Konstruktion stellt sich bislang klinisch und röntgenologisch unauffällig dar. Mehr...
Von Dr. Christian Lamest, Dr. Erik Bahr    aktualisiert am 31.01.2011

Implantatoberflächen – Stand der Technik – Teil 1

Abb. 1: Verankerung eines Fibrinnetzwerks (weiß gefärbt) mit Erythtozyten (rötlich gefärbt) auf einer moderat rauen (sandgestrahlt, thermisch säuregeätzt) Oberfläche (Thommen Medical), © Martin Oeggerli 2008.
Bei der komplikationslosen Einheilung von Implantaten spielt die Implantatoberfläche eine wichtige Rolle. Denn sie beeinflusst mit die Geschwindigkeit der Osseointegration. Neben der Oberflächentopographie führt auch die Oberflächenchemie zu einer besseren Benetzung und damit zu einem homogenen Blutkontakt der Implantatoberfläche. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Technik und erklärt die Hintergründe der Oberflächenchemie bei der Osseointegration. Mehr...
Von Dr. Falko Schlottig    aktualisiert am 31.01.2011

Implantate – Trigger für chronische Entzündungen?

Abb. 1: Ergebnisse der Studie von Sterner et al.6, TNF-a-Ausshüttung auf Implantatmaterialien.
Chronische, entzündungsbedingte Krankheiten nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Das lässt sich nicht allein durch die Genetik erklären, so die Autorin des folgenden Beitrages. Auch die individuelle Empfindlichkeit auf Triggerfaktoren spielt eine bedeutende Rolle, wie sie u. a. in der dentalen Implantologie gegeben ist. Hier kann es bspw. bei Titanimplantaten aufgrund einer gesteigerten Makrophagentätigkeit zur Freisetzung proentzündlicher Zytokine kommen, die ihren Beitrag zu Periimplantitis und Implantatverlust liefern. Damit es nicht dazu kommt, wird in den folgenden Ausführungen die Vermeidung entzündungsfördernder Triggerfaktoren durch eine spezifische Diagnostik wie die des Titanstimulationstests und der Einsatz individuell verträglicher Werkstoffe empfohlen. Mehr...
Von Dr. Elisabeth Jacobi-Gresser    aktualisiert am 02.12.2010

Sinnhaftigkeit der mikrobiologischen Diagnostik in der Therapie von Parodontitis und Periimplantitis – Teil 1

Abb. 1: Pathogenität parodontaler Markerkeime.
Parodontitis und Periimplantitis sind chronisch-bakterielle Infektionen, die durch persistierende Entzündungen mit dem Abbau des parodontalen Bindegewebes und einer Zerstörung des Alveolarknochens charakterisiert sind. Der Einsatz mikrobiologischer Testverfahren zur Bestimmung der infektionsauslösenden parodontopathogenen Bakterien – und die auf das nachgewiesene Bakterienspektrum ausgerichtete spezifische Eliminierung bzw. Reduktion dieser Keime – sind in der modernen Zahnmedizin weitgehend etabliert. Ein von führenden Parodontologen (U. Schlagenhauf, N. Arweiler, T. Flemmig und A. Mombelli) erstelltes wissenschaftliches Konsensuspaper bestätigt aktuell den großen Stellenwert der mikrobiologischen Diagnostik. Aus gegebenem Anlass soll der vorliegende Artikel Bilanz ziehen: Was kann die Analyse des subgingivalen Keimspektrums leisten, wo bestehen ihre Indikationen und wie sieht die praktische Umsetzung im zahnärztlichen Alltag aus? Mehr...
Von Dr. Sylke Dombrowa    aktualisiert am 23.11.2010

Implantate in der parodontal vorgeschädigten Dentition – eine Literaturübersicht für den Praktiker

Abb. 1: Frontalansicht eines Patienten mit weit fortgeschrittener parodontaler Destruktion.
Innerhalb der vergangenen zwei Dekaden hat sich die Versorgung mit Implantaten zu einer Therapievariante entwickelt, die sich durch hohe Erfolgsraten in klinischen Studien auszeichnet. Allerdings ist weiterhin unklar, ob und in welchem Maße die hohe Vorhersagbarkeit dieser Therapieform durch eine vorangegangene Parodontalerkrankung negativ beeinflusst wird. In diesem Übersichtsartikel wird dem Praktiker ein Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft gegeben, der es ermöglichen soll, bei Patienten mit bestehenden parodontalen Problemen eine optimale Behandlungsplanung zu erstellen. Mehr...
Von Dr. Jan H. Behle, M.S., Dr. Stefan Fickl, Dr. med. dent. Moritz Kebschull    aktualisiert am 19.10.2010

Materialempfindlichkeit bei (Titan-)Implantaten – Teil 1

Abb. 1: Tiefgründige Korrosion von Titan, hervorgerufen durch das saure, anaerobe Milieu im Sulkus. Die zerklüftete Struktur besteht aus schwarzen Titansuboxiden.
In jüngerer Zeit wird zunehmend über die immunologisch bedingte Unverträglichkeit oder mangelnde knöcherne Einheilung von Titanimplantaten berichtet. Ursächlich hierfür kann, bei Verwendung von Legierungen oder mit Nickel verunreinigtem Titan, eine Sensibilisierung auf die Legierungsbestandteile insbesondere des Vanadiums oder auf Nickel sein. Auch Hyperreaktivitäten der Gewebemakrophagen auf Titanabriebpartikel stellen eine häufige Ursache von titanbedingten Entzündungsreaktionen dar. Titanpartikel können über verschiedene Mechanismen in das umliegende Gewebe gelangen. Eine Verbesserung lässt sich durch entsprechende Beschichtungen der Implantate erzielen, die dabei grundlegende Anforderungen erfüllen müssen. Diese prinzipiellen physikalisch chemischen Voraussetzungen zeigt der Autor auf und gibt eine Übersicht über die Exsitu- wie klinischen Ergebnisse beschichteter Implantate. Mehr...
Von Dr. Detlev Repenning    aktualisiert am 28.09.2010

Rekonstruktion eines knöchernen Defekts mittels Weichgewebsplastik mit simultanem Sinuslift

Abb. 1: Das Orthopantomogramm zeigt die Ausgangssituation in regio 15.
Die folgende Fallpräsentation befasst sich mit der Rekonstruktion eines Hartgewebedefekts mittels eines gestielten Bindegewebstransplantats. Dieses Vorgehen wurde aufgrund des Patientenwunsches gewählt – anstelle einer Augmentation mit Knochen bzw. Knochenersatzmaterialien. Die Autoren stellen einen implantologischen Eingriff mit internem Sinuslift dar, der simultan den bukkalen Defekt mittels eines von palatinal nach vestibulär geschwenkten Weichgewebetransplantats ästhetisch wiederherstellt. Mehr...
Von Dr. med. dent. Nina Psenicka, Dr. med. dent. Holger Psenicka    aktualisiert am 03.08.2010

Moderne Diagnostiksysteme in der Prävention und Therapie periimplantärer Infektionen – Teil 1

Abb. 1: Klinischer Fall einer Periimplantitis (bild mit freundlicher Genehmigung von Dr. Tom Nabors, Columbus, USA).
Die Diagnostik einer Parodontitis sowie einer Periimplantitis muss individuelle Faktoren berücksichtigen, um zu einer erfolgreichen Therapie zu führen. Insbesondere die Bestimmung der individuellen Keimbesiedelung und des genetischen Risikos muss in die Diagnostik aufgenommen werden, sodass – im Bedarfsfall – eine gezielte Antibiotikatherapie erfolgen und anhand des genetischen Risikos der Verlauf der Erkrankung abgeschätzt werden kann. Der folgende Beitrag erläutert die Rolle moderner Diagnostiksysteme in der Therapie der Periimplantitis, die als häufige Spätkomplikation für den Verlust von Implantaten verantwortlich ist. Mehr...
Von Dr. Sylke Dombrowa    aktualisiert am 15.07.2010

Der Sinuslift aus der Sicht des HNO-Arztes – Teil 1

Abb. 1: Sinuslift, schematisch. (© JJ Abrahams and SB Berger: inflammatory disease of the jaw: appearance on reformatted CT scans. American Journal of Roentgenology 170 (4) 1085).
Eine gesunde Kieferhöhle zeigt aufgrund ihrer Selbstreinigungsmechanismen und des schleimhautständigen Immunsystems eine hohe Krankheitsresistenz. Geringfügige Verletzungen des Mukoperiosts durch einen Sinuslift heilen somit schnell aus, wenn gesunde Verhältnisse bestehen. Erkrankungen der Kieferhöhle können das Ergebnis eines Sinuslifts jedoch gefährden. Deswegen sollten bei der Anamnese vor einem Sinuslift solche Erkrankungen ausgeschlossen werden bzw. eine Untersuchung des Nasen- und Nasennebenhöhlensystems durch den HNO-Arzt zur Abklärung eventueller Beschwerden erfolgen. Im folgenden Beitrag werden die Selbstreinigungsmechanismen der Kieferhöhle, Krankheiten und deren Bedeutung für einen Sinuslift dargestellt; insbesondere wird auf die notwendige Vorbereitung des Sinuslifts aus HNO-ärztlicher Sicht eingegangen. Mehr...
Von Prof. Dr. Markus Jungehülsing    aktualisiert am 14.07.2010

Ästhetisch-funktionelle Hart- und Weichgewebsaugmentation bei der Implantologie

Abb. 1: Ausgangssituation nach Verlust des Zahns 21.
Die nachfolgende Fallpräsentation befasst sich mit der Rekonstruktion sowohl von Hart- als auch von Weichgewebe eines Patienten. Die Autoren stellen eine rekonstruktive Therapie vor mit der Zielsetzung, eine funktionelle und ästhetische Basis für eine dentale Implantation zu schaffen. Mehr...
Von Dr. Nina Psenicka, Dr. med. dent. Holger Psenicka    aktualisiert am 06.07.2010

Parodontitis und Periimplantitis – Die Herausforderungen in der Nachsorge – Teil 1

Abb. 1: Therapiefahrplan Parodontologie.
Die jüngsten Daten der IV. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) haben gezeigt, dass in Deutschland mehr als die Hälfte aller Erwachsenen im Alter von 35 bis 44 Jahren an einer mittelschweren Parodontitis erkrankt sind. Darüber hinaus stellen Parodontalerkrankungen die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen dar und haben mittlerweile den Charakter einer Volkskrankheit angenommen. Gleichzeitig hat sich im Laufe der vergangenen Jahre die Implantologie in der modernen Zahnheilkunde als Routineeingriff etabliert. Durch die kontinuierliche Zunahme der Implantatpatienten ist die Prävalenz der periimplantären Erkrankungen gestiegen. Der sichere Umgang mit Implantatpatienten in der Nachsorge wie mit parodontal erkrankten Patienten nimmt also einen immer größeren Stellenwert ein. Mehr...
Von Dr. Tim Joda    aktualisiert am 29.03.2010

Implantation ohne Hart- und Weichgewebsaugmentation bei bestehender Aplasie

Abb. 1: Klinische Ausgangssituation.
Die folgende Fallpräsentation befasst sich mit einer jungen Patientin mit Aplasie der lateralen Inzisivi. Die Autoren stellen eine kieferorthopädisch-implantologische Therapie vor, bei der für die Implantation zunächst die Schaltlücken kieferorthopädisch erweitert wurden. Mehr...
Von Dr. med. dent. Nina Psenicka, Dr. med. dent. Holger Psenicka    aktualisiert am 10.03.2010

Die Biologie der Extraktionsalveole als Grundlage einer optimalen Behandlungsstrategie – Teil 1

Abb. 1: Horizontaler Schnitt durch einen Zahn und seine umgebenden Strukturen. In der Bildmitte sind die Pulpa des Zahnes und zirkulär um den Zahn die Sharpey‘schen Fasern zu erkennen. Der etwas dunkler eingefärbte Bereich des Alveolarknochens direkt im Anschluss an den Parodontalspalt wird als „Bündelknochen“ bezeichnet.
Die Wiederherstellung der orofazialen Harmonie nach Zahnverlust in der ästhetisch kritischen Zone hat sich zu einem der wichtigsten Behandlungsziele der modernen Zahnmedizin entwickelt. In diesem Zusammenhang kommt dem profunden Verständnis der Vorgänge innerhalb und außerhalb einer heilenden Extraktionsalveole eine entscheidende Bedeutung zu. Gerade in letzter Zeit wurden die genauen Abläufe nach Zahnextraktion wissenschaftlich untersucht und therapeutische Ansätze zur Behandlung der Extraktionsalveole evaluiert. Im folgenden Artikel werden die Grundlagen der Biologie und Physiologie der Extraktionsalveole dargestellt und daneben therapeutische Aspekte wissenschaftlich beleuchtet. Mehr...
Von Dr. Stefan Fickl, Dr. med. dent. Tobias Thalmair, Dr. med. dent. Moritz Kebschull    aktualisiert am 09.03.2010

Sofortimplantation in der ästhetischen Zone

Abb. 1: Querfrakturierter Zahn 11 nach Reposition.
Sofortimplantation – ja oder nein? In der ästhetischen Zone bietet sie sich gerade bei einem traumatischen Zahnverlust an, denn die Erfolgsrate der Sofortimplantation ist mit 95,8 % relativ hoch und eine Alveolarkammatrophie wird mit der Sofortimplantation minimiert. Bestehende minimale Spalträume zwischen Implantat und Alveole können dagegen auch ohne augmentative Maßnahmen knöchern regenerieren. Nachfolgend wird aufgrund dieser Kenntnisse anhand eines klinischen Falles das praktische Prozedere der Sofortimplantation nach Zahnverlust beschrieben. Mehr...
Von Dr. Nina Psenicka, Dr. Kurt Dawirs, Dr. Stephan Grothe    aktualisiert am 03.03.2010

3D-Diagnostik, -Planung und –Navigation

Der implantologische „Maximalfall“ – Teil 1

Abb. 1: Ausgangssituation des Patienten.
Der Patient „will alles, und das sofort“? An einem Fallbeispiel wird gezeigt, wie mit den aktuellen Möglichkeiten der computergestützten Implantologie auch hochkomplexe Fälle gelöst werden können. Dabei werden unter Einsatz des neuen ExpertEase™-Systems die Planung, die chirurgische Behandlung und die prothetische Sofortversorgung eines „maximalen“ Falles vorgestellt: Der Patient wünschte – angesichts des absehbaren Verlustes seiner Zähne – eine implantatgetragene, festsitzende Sofortversorgung im Ober- und Unterkiefer. Mehr...
Von Prof. Dr. Dr. Dr. Helmut H. Lindorf    aktualisiert am 03.03.2010

Der Einfluss unterschiedlicher Trägermaterialien – mit CME-Fortbildungspunkten

Moderne Knochenregeneration mit rhBMP-2 in der Oralchirurgie

Abb. 1: Freiliegende Furkationen 46/47.
Bone Morphogenetic Proteins (BMPs) haben eine hohe osseoinduktive Wirkung und können in unterschiedlichen Teilgebieten der Oralchirurgie, etwa zur Augmentation des Alveolarfortsatzes oder für den Sinuslift, eingesetzt werden. Allerdings entscheidet das Trägermaterial mit über den Erfolg des Knochenaufbaus mit BMPs. So hat das Trägermaterial Rinderkollagen (ACS) eine geringe Formstabilität, was bei vertikalem Knochenaufbau zu Problemen führt. Wie diese überwunden werden können und wie rhBMP-2 sinnvoll angewendet werden kann, erläutert der Autor des folgenden Beitrages anhand von Fallbeispielen. Mehr...
Von Dr. Karl-Heinz Schuckert    aktualisiert am 18.02.2010

Sofortimplantation und Sofortversorgung enossaler Implantate – Teil 1

Abb. 1: Zahn 11 mit Mobilitätsgrad II gelockert.
Sofortimplantation, Sofortversorgung und Sofortbelastung erscheinen oftmals verlockende, da schnelle und unkomplizierte Therapievarianten zu sein. Aber nicht ganz zu Recht, wie die Autoren des folgenden Beitrags darstellen. In vielen Fällen bieten sich die „Sofortvarianten“ nicht an. In diesem Beitrag werden die Entwicklung von Sofortimplantation und Sofortversorgung beleuchtet und anhand von Praxisbeispielen Indikationen und Vorgehensweisen für diese Therapiemethoden aufgezeigt. Ein Misserfolg in der Praxis führt zudem die Risiken dieser Methoden vor Augen: In einem Fall verlor eine Patientin das Implantat, wodurch sich das Knochenangebot stark verringerte und bei der Folgeimplantation augmentiert werden musste. Mehr...
Von Dr. Hans-Jürgen Hartmann    aktualisiert am 29.01.2010

Ersatz eines seitlichen Schneidezahns bei Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalte mit XiVE® 3.0

Abb. 1a: Zustand nach Re-Augmentation und vor der Implantation bei einer 17-jährigen Patientin.
Die Implantation bei Patienten mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten stellt im Bereich des Spaltes besondere Anforderungen an das operative Vorgehen. Bei enger Zusammenarbeit zwischen dem Spaltchirurgen und dem Implantologen lassen sich jedoch hervorragende funktionelle, aber auch ästhetisch ansprechende Ergebnisse erzielen. Insbesondere, wenn der Platz für den zweiten Incisivus stark eingeschränkt ist, empfiehlt sich die Verwendung von Implantaten mit einem geringen Durchmesser. Anhand eines Patientenfalls wird das Vorgehen bei der Versorgung mit XiVE®-Implantaten (Durchmesser 3,0 mm) dargestellt. Mehr...
Von Prof. Dr. Thomas Weischer, Prof. Dr. Christopher Mohr    aktualisiert am 21.01.2010

Sinusbodenelevation mit simultaner Implantation in den transferierten Knochenblock – Teil 1

Abb. 1: Das Orthopantomogramm stellt die Freiendsituation im 1. Quadranten dar.
Bei einem vertikalen Restknochenbestand im Oberkieferseitenzahnbereich von weniger als vier Millimetern ist sowohl die einzeitige Methode der Sinusbodenelevation mit simultaner Implantation als auch ein zweizeitiges Verfahren möglich. Viele Autoren propagieren bei dieser vertikalen Knochenhöhe das zweizeitige Vorgehen. Im Patientenfall, der Gegenstand dieses Beitrags ist, wurde hingegen eine einzeitige Sinusbodenelevation und -augmentation mit simultaner Implantation in einen transferierten kortikospongiösen Knochenblock gewählt. Die Autoren beschreiben dieses Vorgehen detailliert und diskutieren Vor- und Nachteile der Methode sowie die Bedingungen, unter denen sie angewendet werden kann. Mehr...
Von Dr. Nina Psenicka    aktualisiert am 24.11.2009

Die Grenzen der Implantation mit simultaner gesteuerter Knochenregeneration – Teil 1

Abb. 1: OPG vor der Implantation.
Die gesteuerte Knochenregeneration (Guided Bone Regeneration [GBR]) ist eine erfolgreiche Methode der Augmentation in Fällen, in denen das Knochenangebot für eine Implantation nicht ausreicht. Bei der Behandlung sind zwei unterschiedliche Vorgehensweisen möglich: Die Implantate können mit simultaner GBR oder verzögert gesetzt werden. Beide Methoden können in der täglichen Praxis angewendet werden und haben spezifische Vor- und Nachteile. Dieser Beitrag gibt Kriterien an die Hand, welche Behandlungsmethode sich im konkreten Patientenfall anbietet. Der Autor hat die Grenzen des simultanen Vorgehens anhand einer Untersuchung in der eigenen Praxis bei Fällen mit horizontalen Knochendefekten ausgelotet und beschreibt seine Beobachtungen im Folgenden. Mehr...
Von Dr. Marius Steigmann, PHD Dr. medic. stom. IMF Neumarkt    aktualisiert am 24.11.2009

Periimplantitis – die neue Erkrankung wird übersehen oder unterschätzt? – Teil 1

Abb. 1a: Histologische Ansicht der periimplantären Hart- und Weichgewebe17
Im vorliegenden Beitrag werden die morphologischen Besonderheiten der periimplantären Gewebe erläutert und dem natürlichen Zahn gegenübergestellt, wobei sowohl der gesunde Zustand als auch die bakteriell verursachten Entzündungsprozesse Berücksichtigung finden. Basierend auf den strukturellen Unterschieden werden Empfehlungen für die Diagnostik periimplantärer Erkrankungen gegeben sowie die Risikofaktoren und Therapiemöglichkeiten der Periimplantitis diskutiert. Mehr...
Von Prof. Dr. Nicola U. Zitzmann, PhD    aktualisiert am 30.09.2009

Interaktive Fortbildung

Relevanz der Piezochirurgie für die moderne Implantologie – Teil 1

Abb. 1: Piezosurgery®-Einheit (zweite Generation).
Minimalinvasive Operationstechniken mit dem Ziel, prognostisch sicher und gewebsschonend zu operieren, spielen nicht nur in der allgemeinen Chirurgie eine große Rolle, sondern auch speziell in der zahnärztlichen Implantologie. Die Piezochirurgie ist diesbezüglich eine effiziente und sinnvolle Ergänzung zu den konventionellen, rotierenden und sägenden Chirurgieeinheiten. Mehr...
Von Dr. Bastian L.J. Schmidt, Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz    aktualisiert am 30.09.2009