Start in die digitale Röntgentechnik

Drucken Von Ralf Zimmermann    aktualisiert am 26.11.2011

Ein EDV-Systemberater stellt nachfolgend die grundlegenden Aspekte vor, die man beim Einstieg in die Welt des digitalen Röntgens beachten sollte.

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Die Digitalisierung hat in rasanter Geschwindigkeit Einzug in den Berufsund Arbeitsalltag gehalten und bringt viele Vorteile sowie Zeitersparnis und Arbeitserleichterung mit sich. Welche Vorteile bietet das digitale Röntgen gegenüber den herkömmlichen Aufnahmen und was ist bei der Anschaffung eines solchen Gerätes zu beachten?

Vorteile des digitalen Röntgens

Beim digitalen Röntgen ist die Strahlenbelastung für den Patienten nachweislich wesentlich geringer, da die benötigte Strahlendosis und die Aufnahmedauer deutlich niedriger sind als beim klassischen Röntgenverfahren. Außerdem stehen die Bilder unmittelbar nach dem Röntgen im Computersystem zur Verfügung, sodass eine sofortige Qualitätskontrolle durchgeführt werden kann. Die digitale Technik ermöglicht es, dass die Aufnahmen an unterschiedlichen Arbeitsplätzen in der Praxis aufgerufen werden können. In den meisten Fällen sind die Röntgengeräte mit USBAnschluss an das Computersystem angeschlossen. Dadurch kann beim Einsatz von mehreren Strahlern in der Zahnarztpraxis der Sensor an verschiedenen Behandlungsorten eingesetzt werden. Besondere Aufnahmequalität bieten 3D-Geräte. Die präzisen Aufnahmen stellen Hart- und Weichgewebe umfassend, kontrastreich und ohne Verzerrung dar. Dies ermöglicht insbesondere bei implantologischen und chirurgischen Fragestellungen – wie etwa die genaue Bestimmung der Nähe des Operationsgebietes zu kritischen Strukturen wie Nervenkanälen und der Ausdehnung der Kieferhöhle – eine adäquate Behandlungsplanung.

Anforderungen an das digitale Gerät

Bei der Anschaffung eines digitalen Röntgengerätes sollten Zahnärzte auf die Bildqualität und Bildauflösung – ausgedrückt in Linienpaaren pro mm – achten, da diese je nach Hersteller variieren. Die Unterschiede bei den Geräten ergeben sich dabei durch die Menge der auswertbaren Daten, da die Bildstrukturen programmtechnisch gefiltert werden. Je größer die Fehlerdatenmengen sind, desto kontrastärmer sind die Abgrenzungen einfacher Objekte. Außerdem sollte man darauf achten, dass ausreichend Datenspeicher zur regelmäßigen Datensicherung vorhanden ist. Bei der Röntgensoftware gilt es Faktoren wie Bedienfreundlichkeit, Möglichkeiten von Datenimport und -export sowie die Eingabemöglichkeit von Texten für die Befundung zu beachten. Komfortable Lösungen bieten ein Brennprogramm mit an, welches nicht nur das Röntgenbild auf eine CD brennt, sondern gleichzeitig einen Bildviewer mitliefert, damit der nachfolgende Behandler das Bild ohne Qualitätsverluste weiter befunden kann. Weitere wichtige Aspekte, die vorab überprüft werden sollten, sind die Druckmöglichkeit aller Bilder sowie die Anbindung an weitere Programme wie beispielsweise an die Implantatsplanungssoftware oder auch an das Abrechnungssystem.

Zusätzlich müssen natürlich die verschiedenen gesetzlichen Vorschriften und Anzeigepflichten beachtet werden (Anmeldung beim zuständigen Amt für Arbeitssicherheit, Prüfberichte eines Sachverständigen, Anzeige bei der zuständigen Zahnärztekammer etc.). 

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ZMK | Jg. 27 | Ausgabe 11 _ November 2011

Ralf Zimmermann

EDV-Systemberater

Experte Digitales Röntgen bei LinuDent

Münchner Straße 15

82319 Starnberg

Tel.: 01805 54683368
http://www.linudent.de

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