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DruckenDie Oral-B-Fortbildung „Up to Date" hat sich als ein Standard in Prophylaxe-Kompetenz etabliert und geht nun in die Fortsetzung. Dabei punktet sie mit exklusiven Veranstaltungsorten.

So kamen bei der letzten Veranstaltung 123 Teilnehmer aus dem Zürcher Raum in den ehemaligen Wasserturm und heutigen BELL TREE TOWER. Dort informierten Dr. med. Christoph Ramseier, Oberarzt an der Klinik für Parodontologie der Universität Bern, und Prof. Dr. Reiner Mengel, Universität Marburg, über die Chancen, die sich aus neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für die professionelle und häusliche Prophylaxe ergeben.
Allein durch seine außergewöhnliche Atmosphäre, das Zusammenspiel von Wasserturm und dem benachbarten Gasimuseum, garantierte der BELL TREE TOWER für eine einzigartige Vorabendveranstaltung.
Dr. Ramseier und Prof. Dr. Mengel griff sein Paradethema „Periimplantitis – die Herausforderung in der täglichen Praxis“ auf, während ersterer ausführte, wie im Allgemeinen ein gelungenes „Motivational Interviewing in der Parodontaltherapie“ aussehen kann.
Nicht „ja“ und „nein“, sondern „wie“ und „warum“
Neben den bekannten und im engeren Sinne zahnmedizinischen Gesichtspunkten rücken in jüngster Zeit verstärkt bestimmte Verhaltensweisen, die Parodontitis begünstigen können, in das Bewusstsein. Dazu zählen zum Beispiel der Konsum von Tabakwaren und eine unausgewogene Ernährung. Nach der Motivation zu einer guten Mundhygiene steht das Ziel „Raucherentwöhnung“ bereits an zweiter Stelle der Maßnahmen zur Verbesserung der parodontalen Gesundheit.
Dr. Ramseier betonte, wie wichtig in diesem Sinne die günstige Beeinflussung der Verhaltensweisen von Patienten ist. Die Chancen für den Zahnarzt, die Dentalhygienikerin bzw. Prophylaxehelferin stehen vorderhand nicht schlecht. Denn sie sehen den Patienten in der Regel wenigstens einmal im Jahr – meist häufiger als jeder andere behandelnde Arzt. Doch wie wird diese Chance wirklich beim Schopf ergriffen?
Motivational Interviewing
Das Zauberwort, so Dr. Ramseier, lautet „Motivational Interviewing“ bzw. „Motivierende Gesprächsführung“ gemäß dem viel beachteten Standardwerk von Miller und Rollnick1. Eines der wesentlichen Geheimnisse besteht in Folgendem: Der Patient sollte mit keinen geschlossenen Fragen konfrontiert werden, solchen also, auf die er nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann. Beispiele für solche Fragen sind etwa: „Rauchen Sie denn regelmäßig?“ oder „Rauchen Sie schon vor dem Frühstück?“ oder „Halten Sie die von mir empfohlene Putzzeit auch gewissenhaft ein?“ Denn dadurch fühlt sich der Patient bedrängt und in eine Verteidigungshaltung gezwungen.
Besser sind die „W-Fragen“, benannt nach den Anfangsbuchstaben der typischen Fragewörter: „Was versprechen Sie sich von einer guten Mundhygiene? Wie könnte ich Ihnen helfen, die empfohlene Putzzeit häufiger wirklich einzuhalten? Welche Vorteile hätten Sie, wenn Sie weniger rauchen würden? Was meinen Sie, was dies darüber hinaus für die Gesundheit Ihres Zahnfleisches bedeuten könnte?“
Diese Fragen nimmt der Patient deutlich bereitwilliger zum Anlass, die Hintergründe seiner eigenen Motivation offenzulegen. Daraus ergeben sich automatisch Ansatzpunkte für eine Verbesserung der häuslichen Mundpflege, gegebenenfalls für ein Erfolg versprechendes Programm zur Raucherentwöhnung oder für eine ausgewogenere Kost – alles Faktoren, mit denen sich die parodontale Gesundheit positiv beeinflussen lässt.
Vor allem jedoch löst das Gespräch beim Patienten eine intrinsische Motivation aus – er will seine Sache aus eigenem Antrieb besser machen. So steigen die Chancen, dass es auch wirklich funktioniert.
Dabei versteht es sich von selbst, dass jeder Schritt zu einer verbesserten parodontalen Gesundheit auch den Erfolg, besonders den Langzeiterfolg, vieler zahnärztlicher Therapien begünstigt. Ein spezielles Beispiel behandelte Prof. Dr. Mengel in seinen Ausführungen zum Thema „Periimplantitis“.
Mit Geduld und Prophylaxe zum Erfolg in der Implantologie
Prof. Mengel begann seine Ausführungen, indem er einige Beispiele für misslungene implantologische Rehabilitationen auf die Leinwand warf – warum misslungen? Weil es sich zwar um rein technisch stabile, praktisch aber nicht reinigungsfähige Versorgungen handelte.
Dazu muss man wissen: Für Implantatträger ist eine Reinigung mit Superfloss ein Muss, aber bei acht bis zehn Implantaten in einem Kiefer kann die Mundhygiene dann ohne weiteres 20 Minuten bis eine halbe Stunde Zeit kosten.
Gerade festsitzende Versorgungen mit unter sich gehenden Bereichen können die häusliche Mundhygiene zusätzlich erschweren oder gar verunmöglichen. Bakterienansiedlung, Mukositis und eventuell nachfolgende Periimplantitis sind dann die Folge. Besonders bei älteren Patienten ist auch mit Candida-Befall zu rechnen. Konkretes Beispiel: Stegversorgungen, zumal solche mit totalprothesenähnlichem Aufbau, sind aus parodontaler Sicht kontraindiziert – warum nicht stattdessen eine Versorgung mit einem teleskopierenden System? Allgemein gab Prof. Mengel den Rat, zugunsten der Hygienefähigkeit bei älteren Patienten lieber auf High-end-Ästhetik zu verzichten.
Oft ist die stets mögliche alternative herausnehmbare Versorgung deutlich leichter zu reinigen und in weniger als der Hälfte der Zeit. Zu den häuslichen Maßnahmen empfahl Prof. Mengel insbesondere elektrische Zahnbürsten, Interdentalraumbürstchen und Zahnseide – doch selbstverständlich mit der richtigen Anleitung! Speziell zu Elektrozahnbürsten bemerkte er: „Heute ist es für mich erfreulich, dass sie selbst von älteren Patienten gern akzeptiert werden.“
Für die professionelle Prophylaxe legte Prof. Mengel Wert auf die richtigen Instrumente. Beispielsweise sollte, zusätzlich zur Reinigung der Glattflächen mit dem zylindrischen Gummikelch und Polierpaste, für die Interdentalräume stets auch ein Gummikegel zum Einsatz kommen. Zur manuellen Zahnsteinentfernung dürfen keine Stahlküretten verwendet werden und Titanküretten nur bei der groben Entfernung – ohne Kontakt zum Implantat selbst! Für den Gebrauch von Ultraschallinstrumenten am Implantat braucht man entsprechende Spezialaufsätze aus Kunststoff.
Die Fortsetzung steht fest
Die Oral-B-Fortbildung „Up to Date“ hat Procter & Gamble in den vergangenen anderthalb Jahren unter anderem im Naturhistorischen Museum in Wien, im Kino „Capitol“ in Mannheim und in der Maschinenhalle Düsseldorf durchgeführt, diesmal war es ein ehemaliger Wasserturm. Regelmäßig handelt es sich um außergewöhnliche Orte, die zum Verweilen einladen und zur Aufnahme von geballten Informationen anregen. Einen Großteil davon haben die Teilnehmer zur unmittelbaren Verwendung in die eigene Praxis mitgenommen. Wer selbst in ähnlicher Weise profitieren und „Up to Date“ besuchen möchte, für den gibt es die gute Nachricht: Fortsetzung folgt ab Oktober in fünf weiteren Städten.
Webpage: www.uptodate.oral-b.de
Gratis-Infohotline: 00800 878 63283 (für Deutschland, Österreich und die Schweiz)
1. William R. Miller und Stephen Rollnick, Motivational interviewing. reparing people to change addictive behaviour. Guillvord Press, New York 1991.





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