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Deutsche Gesellschaft für Orale Implantologie: 5. Internationales Wintersymposium 2010 in Zürs
Drucken„Die implantologischen Fälle werden in den nächsten Jahren komplexer, jedoch bei geringerem Budget der Patienten. Deshalb wird es immer wichtiger zielgerichtet, effizient und trotzdem patientengerecht zu arbeiten“, so lautete ein Statement von Dr. Fred Bergmann, 2. Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) während des 5. Wintersymposiums der DGOI in Zürs am Arlberg.

Die Referenten Dr. Fred Bergmann, Dr. Marius Steigmann, Dr. Georg Bayer, Dr. Gerhard Iglhaut, Prof. Dr. Fouad Khoury und Prof. Dr. Georg H. Nentwig.
„Die implantologischen Fälle werden in den nächsten Jahren komplexer, jedoch bei geringerem Budget der Patienten. Deshalb wird es immer wichtiger zielgerichtet, effizient und trotzdem patientengerecht zu arbeiten“, so lautete ein Statement von Dr. Fred Bergmann, 2. Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) während des 5. Wintersymposiums der DGOI in Zürs am Arlberg. Genau diesem Anspruch entsprach auch das Konzept der intensiven Fortbildungswoche vom 20. bis 27. Februar im Robinson Club Alpenrose. Das Symposium bot seinen mehr als 100 Teilnehmern einen systematisch aufgebauten Überblick von der Diagnose und Therapieplanung über die Gestaltung von Arbeitsabläufen bis hin zur ganzheitlichen Betrachtung des Patienten.
Wieder hatte der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Georg H. Nentwig, Frankfurt a.M., zahlreiche hochkarätige Referenten für die Woche gewonnen. So diskutierten unter dem Leitthema „Implantologie in schwierigem Umfeld – wirtschaftlich wie medizinisch: Komplikationen und Trouble Shooting“ auch einige namhafte Vertreter weiterer deutscher Fachgesellschaften. Denn die DGOI hat es sich zur Aufgabe gemacht, den fachlichen Austausch verbandsübergreifend anzuregen. So lebte das Symposium wesentlich von den vielen offen und ehrlich geführten Diskussionen. Zahlreiche Teilnehmer schätzen diese einzigartige Dialogkultur und sehen darin den typisch freundschaftlichen Spirit der DGOI.
Ein Höhepunkt der Woche war die intensive Diskussion mit den beiden Top-Referenten Dr. Gerhard Iglhaut, Memmingen, und Prof. Dr. Fouad Khoury, Olsberg. Sie zeigten unterschiedliche Wege auf, wie die bukkale Lamelle mittels dreidimensionaler Rekonstruktion und Augmentation wieder hergestellt werden kann. Dabei stellte Dr. Zürs Iglhaut mit der Sonic Weld Rx-Schalentechnik einen neuen minimal invasiven Ansatz vor. Prof. Dr. Khoury präsentierte sein Konzept für den dreidimensionalen Knochenaufbau mittels von retromolar eingebrachten autogenen Knochenspänen - eine relativ non invasive Knochenblockchirurgie.
Bei den Themen zu Komplikationen und Trouble Shooting wurden sehr viele allgemeinmedizinische, ganzheitliche und funktionsdiagnostische Aspekte beleuchtet, zum Beispiel, wie sich wie Diabetes, Gefäß- und Herz-Kreislauferkrankungen, Blutungsneigungen auf implantologische Eingriffe auswirken können. Die Referenten Dr. Daniel Rothamel, Köln, PD Dr. Jörg Neugebauer, Köln, PD Dr. Dr. Horst E.Umstadt, Wiesbaden, Dr. Roman Haessler, Mainz, zeigten die Interaktion zwischen Medikation, allgemeinmedizinischen Grunderkrankungen und dem chirurgischen Eingriff auf und machten deutlich, wie diese Aspekte sich auswirken auf die Fallselektion, präimplantologische Diagnostik und die Fallplanung. Spezialisten im Bereich der Funktionsdiagnostik wie Dr. Ernst Fuchs, Schweiz, und Dr. Ulrich Wegmann, Bonn, sprachen sich für einen synoptischen Behandlungsansatz mit anderen medizinischen und zahnmedizinischen Fachrichtungen aus. Eine wesentliche Botschaft lautete: Ohne eine exakte Diagnostik, die den Patienten möglichst ganzheitlich betrachtet, ist keine Therapieplanung möglich. Und: Nicht für jede Zahnlücke ist das Implantat die richtige Lösung.
Die systematisch aufgebauten Übersichtsreferate lieferten den Teilnehmer neben dem Basiswissen vor allem auch ein umfangreiches Literatur-Update in den Punkten, chirurgisches Weichgewebsmanagement, dreidimensionale Diagnostik, Langzeitstabilität und Behandlungskonzepte für den zahnlosen Kiefer. Ergänzt wurde das Programm durch hochkarätige Praktikervorträgen zu den Themen Ästhetik, Piezosurgery, Sinuslift, Implantatprothetik aus Zirkonoxid und Litiumdisilikat, Vor- und Nachteile der schablonengeführten Implantation mit verschiedenen Systemen und Erfahrungen mit Keramikimplantaten. Bei diesen Vorträgen ging es vor allem um effiziente und wissenschaftlich untermauerte Arbeitsabläufe für die implantologische Praxis. Auch unternehmerische Impulse aus den Bereichen Marketing,Öffentlichkeitsarbeit, Recht und Abrechnung gehörten zum Programm.
Die Workshops am Nachmittag brachten praktische Erfahrungen in den Bereichen Funktionsdiagnostik, dreidimensionalen Implantatplanung, ganzheitliche Diagnosemöglichkeiten, Marketing, und Abrechnung.
Als Fazit kristallisierte sich klar heraus: Das 5. Internationale Wintersymposium in Zürs lieferte weit mehr als die umfassende Vorstellung von effizienten und wissenschaftlich untermauerten Arbeitsabläufen für die implantologische Praxis. Unter dem Themenbereich Komplikationen und Trouble Shooting wurden vor allem allgemeinmedizinische Aspekte und ganzheitliche Ansätze beleuchtet. Der fachliche Dialog war hochkarätig, ehrlich, offen und damit ein einmaliges Erlebnis.
Das 6. Internationale Wintersymposium findet statt vom 12. bis 19. Februar 2011.
Weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Orale Implantologie
Bruchsaler Straße 8
76703 Kraichtal
Tel: 07251-618996-0
Fax: 07251 618996-26
semmler(at)dgoi.info
www.dgoi.info






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