Quelle: PR VOCO Deutschland

VOCO Dental Challenge 2011

Drucken aktualisiert am 03.11.2011

Junge Zahnmediziner und Nachwuchswissenschaf t ler aus ganz Deutschland trafen sich am 23. September zur neunten Auflage des Forschungswettbewerbs VOCO Dental Challenge in Cuxhaven.

Die Preisträger der VOCO Dental Challenge 2011: Frank Vogel, Christin Gläser und Anja Rother (v. l.). Sie erhielten von VOCO-Geschäftsführer Manfred Thomas Plaumann (r.) und Dr. Martin Danebrock (Leiter Wissenschaftlicher Service, l.) die Siegerurkunden sowie die Preisgelder.
Die Preisträger der VOCO Dental Challenge 2011: Frank Vogel, Christin Gläser und Anja Rother (v. l.). Sie erhielten von VOCO-Geschäftsführer Manfred Thomas Plaumann (r.) und Dr. Martin Danebrock (Leiter Wissenschaftlicher Service, l.) die Siegerurkunden sowie die Preisgelder.


In ihren 15-minütigen Vorträgen präsentierten sie vor kundigem Publikum einschließlich der zahlreich vertretenen Fachpresse die Ergebnisse ihrer jüngsten Studien zu dentalspezifischen Themen und stellten sich anschließend den kritischen Fragen der Jury. Diese bestand in diesem Jahr aus Prof. Dr. Christian Hannig (Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung am Universitätsklinikum der TU Dresden), Prof. Dr. Matthias Kern (Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde am Universitätsklinikum der Christian- Albrechts-Universität Kiel) und Prof. Dr. James Deschner (Professor für Experimentelle Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn).

Zu dem wissenschaftlichen Achtungserfolg gesellen sich für die drei Preisträger und das sie jeweils unterstützende Team Preisgelder in Höhe von 6.000, 4.000 bzw. 2.000 Euro sowie Publikationszuschüsse von jeweils 2.000 Euro zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die VOCO Dental Challenge besitzt als Forschungswettbewerb für junge Akademiker mit dentalspezifischer Ausrichtung eine hohe Anziehungskraft und hat sich als renommierter Forschungswettbewerb zur Förderung und Motivation des wissenschaftlichen Nachwuchses etabliert. Hier haben die Teilnehmner die Möglichkeit, ihre Forschungs- und Studienergebnisse in professionellem Rahmen und vor fachkundigem Publikum zu präsentieren und sich so auf künftige Vorträge, etwa im Rahmen von wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen, vorzubereiten. Die VOCO Dental Challenge erlaubt einen Blick auf den aktuellen Forschungsstand und gibt Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Knüpfen wichtiger Kontakte für die künftige Forschungsarbeit. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses entspricht der Unternehmensphilosophie des mittelständischen, konzernunabhängigen Dentalmaterialherstellers, der nach eigenen Angaben zufolge eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit in engem Kontakt mit über 150 Universitäten und weiteren angesehenen Forschungseinrichtungen im Inund Ausland betreibt.

Drei Preisträger und ihre Untersuchungen

Den ersten Platz der diesjährigen VOCO Dental Challenge belegte Christin Gläser, Zahnärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Charité Berlin. In ihrer von PD Dr. Kerstin Bitter und Dr. Konrad Neumann unterstützten Arbeit „Adhäsive Befestigung von faserverstärkten Wurzelkanalstiften mit Stumpfaufbaumaterialien“ ging es um die Untersuchung der morphologischen Charakteristika der Verbundschicht und der Haftwerte zum Wurzelkanaldentin von Stumpfaufbaumaterialien mit ihren korrespondierenden Adhäsivsystemen bei der Insertion faserverstärkter Wurzelkanalstifte. Gläser kam zu dem Ergebnis, dass trotz der festgestellten morphologischen Unterschiede der Verbundschicht der untersuchten Materialien im Wurzelkanal die Haftwerte nicht von der Konditionierungsart des jeweils verwendeten Adhäsivsystems (selbstkonditionierend bzw. Etch-and-Rinse-Technik) der Stumpfaufbaumaterialien beeinflusst wurden. Den zweiten Platz sicherte sich Anja Rother, Assistenzzahnärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In ihrer Arbeit, unterstützt von Dr. Anne Francke-Freudenberg und PD Dr. Christian Gernhardt, widmete sie sich dem „Einfluss verschiedener Desensitizer auf die De- und Remineralisation humanen Dentins in vitro“. Hierbei wurde zugleich der Einfluss der Applikation (einerseits vor und andererseits nach der Demineralisation) auf die Läsionsentwicklung untersucht. Sie fand heraus, dass alle in der Studie verwendeten Desensitizer die Entwicklung initialer Läsionen am humanen Wurzeldentin deutlich reduzieren konnten. Und es zeigte sich, dass nach Applikation der Desensitizer die Fähigkeit zur Remineralisation nach stattgefundener Demineralisation gegeben war.

Frank Vogel, Zahnarzt in Leipzig und Doktorand der Zahnmedizin an der Poliklinik für konservierende Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums der Universität Leipzig, errang Platz drei mit seiner Präsentation. In seiner von Prof. Dr. Holger Jentsch und Dr. Hartmut Schneider unterstützten Arbeit nahm er eine „In-vitro-Bewertung eines experimentellen All-in-one-Adhäsivs“ vor, wobei er dessen Applikation variierte. Es zeigte sich, dass sich der Bedeckungsgrad mit Adhäsiv und damit auch die mikroretentive Verankerung sowie die Scherhaftfestigkeiten an Schmelz und Dentin durch Einmassieren des Adhäsivs gerade auch auf feuchter Kavitätenoberfläche optimieren lassen. Weitere Finalisten und ihre Themen waren: Dr. rer. nat. Mareike Warkentin (Universität Rostock): „Ultraschall – ein Mikrostrukturwerkzeug für die Kompositentwicklung“; Christine Schmidt (Universität München): „Die mechanische Festigkeit und das Lagerungsverhalten von Nano-Hybrid- Kompositen mit neuartiger Matrixzusammensetzung“; Michael Meurer (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg): „Einfluss des Lampentyps auf Fotopolymerisation und Nachhärtung von Dentalkompositen“; Nikolaos Kachrimanis (Charité Berlin): „A post-cure nano-scale shrinkage study of dry and wet composite”; Thomas Connert (Universität Tübingen): „Fluoreszenzeigenschaften handelsüblicher Komposite” sowie Bettina Lill (Universität Regensburg): „Biofilmbildung auf zahnärztlichen Werkstoffen“.

Im Anschluss an die Preisverleihung warteten auf alle Teilnehmer noch ein angeregter Ausklang der Veranstaltung sowie eine Fahrt nach Helgoland. 

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ZMK | Jg. 27 | Ausgabe 10 _ Oktober 2011

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