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Schiene gegen Schnarchen
DruckenExperten schätzen, dass 20 bis 30 % aller Deutschen schnarchen. Mit zunehmendem Alter schnarcht durchschnittlich jeder zweite Mann und jede vierte Frau. Das Geräusch reicht von einem leichten Schnorcheln bis zum intensiven Schnarchen mit einem Geräuschpegel bis 90 Dezibel. Das entspricht einem LKW, der in voller Fahrt durch das Schlafzimmer fahren würde. Der lästige Ton aber stört nicht nur die Nachtruhe, sondern belastet auch Beziehung und Gesundheit. Umso wichtiger ist es, dass Patienten die Ursachen und Möglichkeiten der Abhilfe kennen. Hier ist auch seitens der Zahnärzte Aufklärungsarbeit zu leisten.

Sehr zahlreich war die Beteiligung an der Abendveranstaltung zum Thema "Schiene gegen Schnarchen". Hier im Bild Dr. Margit und Dr. Michael Weiss, OPUS DC dental clinic Ulm.
Ursachen und Probleme des Schnarchens
Schnarchen entsteht meistens nur während des Schlafens. Es entsteht durch das Nachlassen des Muskeltonus im Pharynx – die Muskulatur ist während des Schlafes entspannt, der Zungengrund verlagert sich dorsal und engt so den Atemweg ein. Beim primären Schnarchen erhöht sich der Atemwegswiderstand, die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft steigt und führt zu erheblichen intrathorakalen Druckschwankungen und vibrierendem Gaumensegel. Geringe Gewebespannung und Übergewicht können den Effekt verstärken. Deshalb nimmt die Schnarchproblematik mit zunehmendem Alter erheblich zu.
Grundsätzlich ist Schnarchen nicht gefährlich, aber bereits beim harmlosen und gleichmäßigen Tönen können sich Heiserkeit, Halsschmerzen oder Mundtrockenheit einstellen. Nicht zu vergessen die Lärmbelästigung, die viele Partnerschaften auf eine harte Probe stellt. Bedenklich wird es erst dann, wenn lautstark und unregelmäßig geschnarcht wird. Hier kann eine Schlafapnoe vorliegen, die durch rezidivierende komplette Obstruktionen der oberen Atemwege im Schlaf charakterisiert ist. Bis zu hundertmal pro Stunde können sich dann die Atemwege für bis zu zwei Minuten vollständig verschließen. Folglich ist der Gang zum Arzt unabdingbar, denn obstruktive Schnarchapnoe kann zu Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt führen.
Prophylaxe und Therapie des Schnarchens
Leichtes Schnarchen lässt sich jedoch oft vermeiden. Wichtig ist es, auf die entspannende Wirkung von Alkohol zu verzichten und auf die Nebenwirkungen von Arzneien zu achten, um den Muskeltonus aufrecht zu erhalten. Auf der Seite schlafen, vorher nicht zu viel essen und generell auf eine ausgewogene Ernährung sowie entsprechende Körperfitness zu achten, das unterstützt die Ruhe im Nachtschlaf. Patienten, die rauchen oder sich in Räumen mit zu trockener Luft aufhalten, werden ebenfalls eher zum Schnarchen neigen.
Neben all den Hausmitteln gibt es bei hartnäckigeren Fällen auch verschiedenste mehr oder weniger komfortable Therapiemöglichkeiten, wie Nasenklammern und Nasenpflaster sowie die Atemmaske C-PAP. Anerkannt und bewährt hat sich seit über 20 Jahren auch die Protrusionsschiene. Ziel der Protrusionsschienen ist es, das pharyngeale Lumen zu stabilisieren und zu erweitern. Durch die Protrusionsschienen kann über die Unterkiefervorlagerung der Pharynx nachts offen gehalten werden. Die Atemwegspassage bleibt frei, Schnarchen und Apnoen werden verhindert.
Beispiel einer Protrusionsschiene
Eine Protrusionsschiene ist beispielsweise SleepPlus, die einer Weiterentwicklung der herkömmlichen Schiene durch die Zahnärztin Dr. Margit Weiss gemeinsam mit dem Hersteller bredent GmbH & Co. KG (Senden) darstellt.
Demnach standen bei der Weiterentwicklung der Tragekomfort und die Compliance der Patienten im Fokus. Die innovativen und elastischen Teleskopkugelgelenke bieten eine sehr gute laterale und vertikale Beweglichkeit. Sie sind okklusal eingearbeitet und verhindern damit eine Reizung der Wangenschleimhaut. Um die Protrusion zu halten, wurden eine anteriore Arretierung mit Kugelknopfsystem und Innenfedern in den Teleskopstangen eingebaut. Biokompatible Materialien, z. B. thermoplastischer Spritzkunststoff, berücksichtigen ebenfalls den Patientenkomfort. „Die Schiene wird individuell geformt und angepasst; die Materialien und einzelnen Komponenten entsprechen dem neuesten Stand“, erläutert Dr. Margit Weiss die Innovationen und ergänzt: „Das Ganze muss natürlich ästhetisch und unauffällig sein, damit die Patienten das Behandlungskonzept auch akzeptieren.“
Für Zahnärzte, Zahntechniker und Kieferchirurgen bietet SleepPlus eine interessante und aussichtsreiche Möglichkeit, das eigene Serviceangebot bzw. Produktprogramm zu erweitern. So berichten Dr. Margit Weiss und der Hersteller von einer in Ulm durchgeführten Patientenveranstaltung, an der sie das Interesse an Schnarchtherapien ermitteln wollten. Es war so groß, dass sie nach Erscheinen der Anzeige und des Pressetextes vier Abendveranstaltungen mit jeweils ca. 75 Interessenten durchführen konnten, um Patienten über Ursachen, Gesundheitsrisiken und Behandlungskonzepte gegen das Schnarchen zu informieren. Dabei standen auch SleepPlus-Träger dem Auditorium Rede und Antwort. Neben praxisnahen Kursen bietet der Hersteller bredent zusätzlich auch Unterstützung in Sachen Marketing.





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