Mit Teamentwicklung die Wettbewerbsfähigkeit steigern – Herausforderungen in der Zahnmedizin begegnen

Drucken Von Praxisentwicklung Gundram Heckmann    aktualisiert am 14.02.2011

Für alle Zahnarztpraxen, ob Privat- oder Kassenpraxis ändern sich die Bezugsgrößen im Markt erheblich. Obwohl mittlerweile in aller Munde, kommt zunächst schleichend, fast unbemerkt der demographische Wandel auf uns alle zu. Im Jahre 2000 lebten in der BRD rund 82 Mio. Einwohner. Bis ca. 2020 wird der Bevölkerungsrückgang noch recht gering ausfallen. Aber der Rückgang, der einmal eingesetzt hat, beschleunigt sich nach rechnerischer Logik.

Bild: (C) Gerd Altmann / PIXELIO
Bild: (C) Gerd Altmann / PIXELIO


Nach neuesten Zahlen gehen Experten davon aus, dass in Deutschland die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 um voraussichtlich mehr als 10 Millionen Einwohner (dies entspricht in etwa der Einwohnerzahl des drittgrößten Bundeslandes Baden-Württemberg) schrumpfen wird. Weitere Herausforderungen sind:
  • In Medizin und Zahnmedizin muss unsere Gesellschaft für eine immer älter werdende Bevölkerung eine kostengünstige Versorgung sicherstellen bei einem immer geringerem Steuer- und Beitragsaufkommen. Die Vorstellung wir könnten uns „gesundschrumpfen“ – so verlockend sie erscheinen mag – ist leider falsch.
  • Die Mittelschicht (wichtig auch für den Erhalt der gesellschaftlichen Stabilität) ist von 2000 bis 2009 von 66 % auf 60 % geschrumpft – Wachstum findet nur an den Rändern statt (siehe Studien des DIW).
  • Die Einkommensentwicklung stagniert, in Teilen der Gesellschaft ist sie sogar rückläufig. Einkommenszuwächse sind nur noch in der sogenannten Oberschicht zu verzeichnen (siehe DIW-Studien und Armutsberichte der Bundesregierung).
  • Die Preise für Mobilität und Wohnen zehren frei verfügbare Mittel für Konsum auf (siehe ifmo Studie „Zukunft der Mobilität“ bis 2025 / Die Wohnnebenkosten sind in den vergangenen fünf Jahren dramatisch gestiegen: nach Berechnungen des Instituts für Städtebau insgesamt um 32,2 %!).
  • Die Sparquote in Deutschland lag 2009 bei 11,6 % (0,3 % höher als 2008). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legten die deutschen Verbraucher von Januar bis März 2010 15,2 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante.

Kurz – der Wettbewerb um gut verdienende (wohlhabende) Patienten, die zudem bereit sind in hochwertige Zahnmedizin zu investieren, verschärft sich dramatisch. Wie aber schafft es ein Praxisinhaber, dass gerade diese Patienten zu ihm kommen?

Als Einzelkämpfer mit besten Einzelleistungen?

Oder eher im Team, welches hocheffizient arbeitet, kontinuierlich Qualitätsverbesserungen erreicht und in dem das Team- und Arbeitsklima der Nährboden für Höchstleistungen, Arbeitsfreude und Zufriedenheit ist.

Teamentwicklung – Chance und Herausforderung zugleich



Chance

Jede gelungene Entwicklung von der Gruppe zu Team bringt eine zügige Praxisentwicklung mit sich (siehe nachstehendes Schema):
Von der Gruppe neu


Messbar auf der Sachebene sind unter anderem:
  • mehr Privatleistungen, höhere Produktivität
  • höhere Termineinhaltungsquote
  • geringere Fehler- und Reklamationsquote
  • mehr Neupatienten durch Empfehlungen
  • enge Patientenbindung – kaum/keine Abwanderungen

Auf der Beziehungsebene sind es
  • personelle Kontinuität – weniger Einarbeitungsaufwand
  • Gute Vorbereitung und Disziplin in Teambesprechungen – kaum Zeitüberschreitungen
  • Einhaltung getroffener Vereinbarungen
  • Engere Bindung im Team
  • Spaß an der Arbeit und Zufriedenheit aller Teammitglieder

Herausforderung

Eine Herausforderung besteht darin, dass Führungspersonen immer seltener auf gemeinsamen Grundlagen wie Kommunikationsformen, Bildung, Kultur, Sprache, Werten, Zielen aufbauen können. Die Menschen in den Gruppen, die zu Teams entwickelt werden sollen, sind immer heterogener. Dies und andere Aspekte machen Teamentwicklung nicht leicht. Die Fortschritte, die hinsichtlich Effizienzsteigerung und Teamklima erreicht werden, rechtfertigen den Aufwand.

Teamentwicklungsbedarf ergibt sich meist bei personellen oder strukturellen Änderungen, wenn es darum geht schnell die volle Leistungsfähigkeit einer Gruppe herzustellen z.B.:
  • wenn neue Teammitglieder hinzugekommen sind, die noch ihren Platz im Team finden müssen
  • nach Umstrukturierungen, wenn neue Abläufe und Regelungen eingeführt werden müssen (zusätzliche Filialen, Schichtdienst, neue Praxispartner)
  • wenn sich Patientenanforderungen verändern oder verändert haben
  • wenn die Führungsperson neu im Team ist
    Handlungskompetenz

Bei der Teamentwicklung geht es u.a. um die Stärkung der Handlungskompetenz aller Teammitglieder und um Ziele, die gemeinsam formuliert werden.

Es geht um Antworten auf Fragen:
  • Wie gelingt es das „Wir-Gefühl“ am Arbeitsplatz zu schaffen?
  • Was ist zu tun um eine heterogene Gruppe zu einem Team zu formen?
  • Wie kann unternehmerisches Denken und Handeln im Team gefördert werden?
  • Was beeinträchtigt den Teamentwicklungsprozess?

Im Seminar lernen Sie Handlungsfelder der Teamentwicklung kennen. Sie erfahren, wie mit einfachen Methoden der jeweilige Entwicklungsbedarf in einem Praxisteam ermittelt werden kann. Sie lernen praktische Übungen kennen, die helfen einen Teamentwicklungsprozess erfolgreich in der Praxis umzusetzen.
Das eingebrachte Wissen und die entsprechenden Arbeitsunterlagen sind sofort praktisch nutzbar und machen dieses Seminar zu einer Investition, die sich in kürzester Zeit rechnet.

Inhalte Teamentwicklung



Erster Tag: Basiswissen zum Teamentwicklungsprozess
  • Teamentwicklung – Wettbewerbsvorteile gezielt entwickeln
  • Woran erkennen Sie als Praxisleiter die Notwendigkeit von Teamentwicklung?
  • Der Teamentwicklungsprozess – wie wird er angegangen, was ist zu bedenken, wie lange dauert er?
  • Elementare Grundsätze einer erfolgreichen Teamentwicklung
  • Handlungskompetenz – Welche Kompetenzen benötigen Führungskraft und Teammitglieder?
  • Kompetenzbilanz des Praxisteams
  • Kurzdiagnose zum Teamentwicklungsbedarf
  • Mögliche Handlungsfelder der Teamentwicklung in der Zahnarztpraxis: Führung / Qualifikation / Engagement / Teamklima / Zielorientierung Arbeitsmethoden / persönliche Weiterentwicklung / Umgang mit Kritik / Kreativität / Beziehungen zu Kunden / interne Organisation
  • Vorbereitung auf den zweiten Seminartag: Besprechung von Vorlagen, die in der Praxis bearbeitet werden und als Grundlage für weitere Schritte dienlich sind.

Zweiter Tag: So wird Ihr Teamentwicklungsprozess zum Erfolg
  • Handlungsbedarf und mögliche Schwerpunkte (sie zeigen sich als Resultate der Vorarbeiten) der Teamentwicklung aufdecken und besprechen. Aus dem Bedarf der Seminarteilnehmer ergeben sich häufig folgende Schwerpunktthemen:
  • Führungsstile und Entscheidungsspielräume
  • Management by Objectives – Was macht Führen durch Ziele aus?
  • Das Zusammenspiel zwischen Zielen und Rückmeldungen – Was wird durch Metaanalysen gestützt?
  • Gestaltungsparameter von Zielvereinbarungsgesprächen
  • Elemente von Zielvereinbarungen
  • Richtig kritisieren (Feedback geben) und Kritik richtig annehmen.
  • Arbeitsmethoden – Problemlösungszyklus, Maßnahmenpläne ...
  • Kommunikation – Informationsverlusten erfolgreich begegnen
  • Motivation – Bedeutung der extrinsischen und intrinsischen Faktoren

Kontaktadresse:
Praxisentwicklung Gundram Heckmann
Im steilen Stück 5
56295 Lonnig
Te.: 0170 9635719
Fax: 02625 956278
E-Mail: info(at)praxisentwicklung.de

 

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