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Drucken„Eigentlich war das letzte Jahr gar nicht so gut“, gibt Gottfried Scheucher zu. Der junge Winzer öffnet eine Flasche Gelben Muskateller aus 2010 und holt zum Vergleich einen älteren Jahrgang aus dem Keller. „Jetzt probiert’s halt mal, was euch schmeckt“, schmunzelt der sympathische Österreicher und stellt Welschriesling, Morillon und sein Flagschiff, die Traminer Beerenauslese, auf den Tresen des neuen Verkaufsraums. Seine Weine sind in der Region beliebt, für Urlauber jedoch ist das Weingut noch ein Geheimtipp. „Wir sind nicht im Handel vertreten, wir leben von Weiterempfehlungen“, erklärt Gottfried Scheucher. „Wir versenden Wein natürlich auch nach Deutschland“, betont er. Wein ist aber nur einer der zahlreichen kulinarischen Genüsse, die das südliche, österreichische Bundesland zu bieten hat.

Abb. 1: Die Südsteiermark: kleine Dörfer in einer hügeligen Landschaft zwischen Kürbisfeldern, Maisäckern, Getreideflächen und Weinbergen.
Was aus guten Reben wird
Wer hohe Berge erwartet, ist hier falsch. Die Südsteiermark ist hügelig, aber keineswegs eintönig. Kürbisfelder wechseln sich mit Maisackern und Getreideflächen ab, an den steileren Hängen wird Wein kultiviert. Leuchtend gelbe Häuser drängen sich zu kleinen Dörfern zusammen und auf nahezu jedem Hügel thront eine winzige Kirche. Hölzerne Klapotetze ragen wie Windmühlen über die Weinreben und Obstbäume hinaus. Die klappernden Vogelscheuchen haben ihre Bedeutung jedoch längst verloren. „Trotzdem treffen sich alljährlich Winzer und Gäste, um nach alter Tradition den Klapotetz aufzustellen“, weiß Aurelia Neubauer vom Weingut Gross in Ratsch. Verbunden mit einem zünftigen Fest am Abend, werden dann die klassischen Weißweine der Südsteiermark verkostet. „Der typische Welschriesling oder der Morillon, so heißt bei uns der Chardonnay“, erklärt die junge Österreicherin.
„Häufig sind schon im Herbst einige Spitzenweine nicht mehr zu bekommen“, weiß Sepp Temmer aus der Schmankerlstub’n in Tillmitsch. Und doch hat der Experte auch heute eine hervorragende Weinauswahl zusammengestellt. Jedes Jahr sucht er in der ganzen Steiermark die besten Weißweine; Rot- und Süßweine bezieht er vorwiegend aus dem benachbarten Burgenland.
Wellness – Thermen und Spa
Auch Luise Köfer kennt sich in der Region aus. Bei einer Gesichtsbehandlung oder Massage in ihrem Spa erfahren die Gäste, wo es den besten Wein gibt, welche Sehenswürdigkeiten nicht ausgelassen werden dürfen und wieso Weintrauben oder Holunder verjüngend wirken. „Es war reiner Zufall, dass ich meine eigene Kosmetiklinie entworfen habe“, erinnert sich die Leiterin des Vinoble Day Spa in Kaindorf. „Meine Suche nach einer besonderen Naturkosmetik war erfolglos, bis ich zufällig mit einer Chemikerin beim Abendessen saß und die Idee zur Marke Vinoble entstand“. Die Zahl ihrer original steirischen Produkte wächst seitdem stetig. So gibt es heute Sauvignon Creme oder Holunder-Pflegemasken zum Mitnehmen.
Auf der Suche nach Erdöl fanden Experten stattdessen ein mehrere Millionen Jahre altes Urmeer und zapften es an. Diese mineralreiche Vulkania-Quelle speist heute die Therme in Bad Blumau, die architektonisch interessanteste der sechs Thermen der Südsteiermark. Die von Friedensreich Hundertwasser entworfene Wellness-Landschaft liegt inmitten eines lebendig grünen Hügelwiesenlandes. Der Künstler verwirklichte hier seine Philosophie vom Leben im Einklang mit der Natur. Die farbenfrohen Häuser des angebundenen Hotels lugen unter üppigen Grasdächern hervor, mehr als 300 individuelle Regenbogen-Säulen tragen die Etagen wie bunte Bäume. „Änderungen dürfen wir hier kaum vornehmen“, erzählt Karin Heiling, Gästebetreuerin im Hotel Rogner Bad Blumau. „Jede Farbe muss mit der Hundertwasser-Stiftung in Wien abgestimmt werden, das ist schon aufwendig.“ Leicht schiefe Böden, kurvige Wände und Hinweisschilder im Hundertwasser-Stil leiten die Gäste zum großen Vulkania Heilsee. Hier treiben die Wellness-Suchenden im seidig warmen Quellwasser auf leuchtend gelben Schwimmnudeln.
Echt steirisches Kürbiskernöl
Dunkelgrün, wohlriechend und ein Hochgenuss auf jedem Salat – das Kürbiskernöl. Bei der Verkostung auf den weißen Pullover getropft, ist es schwer wieder zu entfernen. „Das ist kein Problem“, weiß Liane Berghofer, „einfach in die Sonne legen hilft sofort“. Seit 1845 ist die historische Berghofermühle in Fehring im Besitz ihrer Familie. Heute wird fast täglich echt steirisches Kürbiskernöl gepresst, denn die Kerne werden nach der Ernte im Herbst eingelagert und können das ganze Jahr über verarbeitet werden. Die Luft in der Mühle ist staubtrocken. Das grüne Gold tröpfelt aus der Presse langsam in die Auffangbehälter. Ein beigefarbener, fester Kernkuchen bleibt zurück. „Wir nutzen ihn als Viehfutter, aber ein berühmter TV-Koch nimmt die Überbleibsel auch zum Panieren von Schnitzeln“, gibt Liane Berghofer einen Rezepttipp. Das Geschäft mit den Kürbiskernen boomt. Im kleinen Mühlenladen gibt es scharfe Kerne mit Chili oder Wasabi, schokoladenummantelte Kerne, Kerne mit Rum und Eierlikör. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Beim Lieblingssouvenir – dem Kürbiskernöl – ist das gelb-grüne Siegel auf der Flasche wichtig. Nur bei Kernölen mit der Banderole „Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ handelt es sich um eine Erstpressung steirischer Kürbiskerne, also ein Öl der besten Qualität.
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Weitere Informationen:
Tourismusverband Sulmtal Sausal - Südsteirisches Weinland
Steinriegel 15
A-8442 Kitzeck im Sausal
Tel.: +43(0)3456 3500
www.sulmtal-sausal.at
E-Mail: info@sulmtal-sausal.at
Korrespondenzadresse:
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Redtenbacherstr. 35
44139 Dortmund
0171 3603684
E-Mail: info@brigittebonder.de








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