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Start mit Ethik und Theologie: Master Ästhetik & Funktion in Greifswald grandios gestartet
DruckenHochmotiviert, aber auch sehr nachdenklich und berührend ist in Greifswald der universitäre Masterstudiengang „Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion“ als gemeinsames Konzept von DGÄZ und Hochschule gestartet – mit 25 Teilnehmern zudem ausgebucht.

„Eindrucksvoll gestartet: Der 1. Masterstudiengang „Ästhetik und Funktion“ von DGÄZ und Universität Greifswald.
„Was uns sehr freut“, sagt DGÄZ-Präsident Prof. Dr. mult. Robert Sader, „ist, dass hier ein homogener Kreis aus Kolleginnen und Kollegen in den mittleren Berufsjahren zusammengekommen ist: Die Teilnehmer haben schon genügend Erfahrung, um darauf aufbauen zu können – und noch viele Berufsjahre vor sich, um das erlernte Wissen für Ihre Patienten zu nutzen. Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Projekt trotz aller zurückliegenden Hürden nicht aufgegeben haben und nun einen so wunderbaren Start, zudem mit einer so spannenden Teilnehmergruppe, erleben dürfen.“
Deutlich wurde die über das Medizinische hinaus gehende Bedeutung von Funktion und Ästhetik im berührenden Grußwort des Prorektors und Theologen Prof. Dr. Michael Herbst, der „die Zähne und ihre Rolle in der Bibel“ als Thema gewählt hatte: „Zähne sind nicht bloß Werkzeuge; an ihnen macht sich Schönheit und Kraft ebenso fest wie Schwäche und Alterung.“ Mit Blick auf die Ästhetik meinte er: „Als Seelsorger weiß ich, welche Not es bereiten kann, wenn körperliche Funktion und ästhetischer Ausdruck aus der Balance geraten sind, wenn also der Blick in den Spiegel schmerzt wie das Kauen beim Essen, und wenn der Mensch sich schämt, wenn er sich zeigen muss. Es sorgt darum für die Funktion und Form, aber auch in gewisser Weise für die Seele des Menschen, wer sich der kleinen und großen Deformationen annimmt. Darum freue ich mich, dass Sie sich weiterbilden – auch unter dieser Perspektive.“ Es zeuge von einem erheblichen Problembewusstsein, dass dieser zahnmedizinische Studiengang mit dem Bereich Ethik beginne.
Mit „Zahnmedizinische Funktion und Ästhetik“ startete erneut ein Masterstudiengang an der Universität Greifswald, die als eine der Geburtsstätten dieser Form der postgradualen Weiterbildung gilt, wie Prof. Dr. Bernd Kordaß, Wissenschaftlicher Leiter des Weiterbildungsbüros, in seiner Einführung betonte. Die Universität habe mit diesem Konzept sehr großen Erfolg. An die Teilnehmer gerichtet meinte er: „Die Universität ist ab sofort Ihre akademische Heimat, Sie sind nunmehr wieder echte Studenten – mit all den Rechten, Pflichten, aber auch Vergünstigungen, die Ihre Kommilitonen auch haben.“ Dass dies neben dem kostenfreien Bibliothekszugang auch Rabatte bei Bus, Bahn und Softwarelizenzen beinhaltet, hat die Teilnehmergruppe dann doch überrascht.
Wie sehr Universität und DGÄZ in den Jahren Zeit des Ringens um das richtige Konzept voneinander gelernt haben, machte Professor Sader, selbst Hochschullehrer, deutlich: „Leuchttürme in der Zahnmedizin sind nicht nur die Universitäten – auch die engagierten Praxen haben eine Vorreiterrolle. Die Hochschule hat zwar die Krone auf für die Qualität dieses Studiengangs, aber das Wissen der Praxis muss an die Hochschulen zurückfließen.“ Daher seien die Kursmodule weitestgehend dual ausgerichtet – jeweils mit einem Referenten aus der Hochschule und einem aus der Praxis. Einen Eindruck von dem spannenden Zusammenspiel bekamen die Studienteilnehmer gleich nach der Eröffnung in den Kursbausteinen mit Dr. Hans-Otto Bermann (DGÄZ und AK Ethik) und Prof. Dr. Martin Karrer, Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel im Themenkreis von „Allgemeiner Ethik“ bis „Gesprächsführung in ethischen Konfliktfällen“. In den nächsten Modulen geht es insbesondere um Vollkeramik, Implantologie, Prothetik und CAD/CAM. Der nächste Masterkurs soll im Herbst diesen Jahres beginnen, die ersten Anmeldungen liegen bereits vor.
Weitere Infos unter www.dgaez.de.




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