Materialempfindlichkeit bei (Titan-)Implantaten – Teil 1

Drucken Von Dr. Detlev Repenning    aktualisiert am 28.09.2010

In jüngerer Zeit wird zunehmend über die immunologisch bedingte Unverträglichkeit oder mangelnde knöcherne Einheilung von Titanimplantaten berichtet. Ursächlich hierfür kann, bei Verwendung von Legierungen oder mit Nickel verunreinigtem Titan, eine Sensibilisierung auf die Legierungsbestandteile insbesondere des Vanadiums oder auf Nickel sein. Auch Hyperreaktivitäten der Gewebemakrophagen auf Titanabriebpartikel stellen eine häufige Ursache von titanbedingten Entzündungsreaktionen dar. Titanpartikel können über verschiedene Mechanismen in das umliegende Gewebe gelangen. Eine Verbesserung lässt sich durch entsprechende Beschichtungen der Implantate erzielen, die dabei grundlegende Anforderungen erfüllen müssen. Diese prinzipiellen physikalisch chemischen Voraussetzungen zeigt der Autor auf und gibt eine Übersicht über die Exsitu- wie klinischen Ergebnisse beschichteter Implantate.

Abb. 1: Tiefgründige Korrosion von Titan, hervorgerufen durch das saure, anaerobe Milieu im Sulkus. Die zerklüftete Struktur besteht aus schwarzen Titansuboxiden.
Abb. 1: Tiefgründige Korrosion von Titan, hervorgerufen durch das saure, anaerobe Milieu im Sulkus. Die zerklüftete Struktur besteht aus schwarzen Titansuboxiden.
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