Wie selbstständig sind dentale Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen? – Teil 1

Drucken Von Prof. Dr. em. Knut Merte, Dr. med. dent. Ilka Merte    aktualisiert am 21.10.2010

Die Abgrenzung von Folge- und kombinierten Erkrankungen ist pathogenetisch widersprüchlich und wirft die Frage nach der Selbstständigkeit dentaler Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen auf. Gemeinsames Merkmal von dentalen Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen ist ihre relative Selbstständigkeit. Folgeerkrankungen und -schäden sowie Folgefolgen sind typisch. Davon einzelne Läsionen als so genannte kombinierte Erkrankungen abzugrenzen, ist weder pathogenetisch noch therapeutisch zu rechtfertigen, wie die Autoren u.a. am Beispiel der Erscheinungsvielfalt von Läsionen endodontalen Ursprungs nachfolgend erläutern. Demnach ist die eben nur relative odontogene, nosologische und traumatogene Selbstständigkeit in Interaktion mit dem Organismus zu betrachten und zu therapieren. Und die zahnärztliche Herausforderung, die besonders betont werden soll, besteht in der Folge aus der komplexen diagnostischen Bewertung des Einzelfalls, der sorgfältigen Verlaufskontrolle von therapeutischen Maßnahmen und/oder der Krankheitsentwicklung.

Abb. 1 a: Unterschiedlich differenzierte Epithel- und Bindegewebe sichern die Zahnfunktionen im Biotop Mundhöhle.
Abb. 1 a: Unterschiedlich differenzierte Epithel- und Bindegewebe sichern die Zahnfunktionen im Biotop Mundhöhle.
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