Kurzverzeichnis Implantologie
Kurzverzeichnis Implantologie

Interdisziplinäre Therapie von funktionellen Problematiken – Teil 1

Abb. 1: Rotation des Os temporale nach posterior.

Eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann vielfältige Ursachen und Auswirkungen haben. Im folgenden Patientenfall wurde das Krankheitsbild durch eine beidseitige dorsale Extraktion im Oberkiefer verursacht und hatte unter anderem eine Verkleinerung des intermaxillaren Abstandes zur Folge. Die Behandlung erforderte in diesem Fall, wie in den meisten Fällen einer CMD, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachgebiete. Hier werden die craniomandibulären Zusammenhänge erläutert und das zahnärztliche/manualtherapeutische Konzept der Autoren beschrieben. Mehr...

Von Dr. Ulf Gärtner, Werner Röhrig    aktualisiert am 06.09.2010

Frühe CMD-Risikofaktoren erkennen und vermeiden – Teil 1

Abb. 1a: Funktionsregler Typ III (FR III) nach Fränkel.
Die interdisziplinäre Rolle der Kieferorthopädie Funktions- und Entwicklungsstörungen bei Kindern sollten frühzeitig erkannt und noch während der Wachstumsphase therapiert werden, denn so kann eine durch frühe Funktionsstörung induzierte craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) oft vermieden werden. Die Kieferorthopädie kann dieses Ziel wirkungsvoll unterstützen – oder aber Funktionsstörungen erst herbeiführen, gerade wenn „Schönheitskorrekturen“ im Fokus der Behandlung stehen. Der Autor plädiert im folgenden Beitrag daher für eine ganzheitlich funktionsorientierte Kieferorthopädie, die behutsame Funktionskorrekturen bereits im frühen Wechselgebiss durchführt. Er stellt Modifikationen kieferorthopädischer Geräte vor, die ein besonders schonendes Vorgehen ermöglichen. Mehr...
Von Dr. Andreas Köneke    aktualisiert am 31.08.2010

Wie viel Funktionsanalyse und -therapie brauche ich in der täglichen Praxis?

Abb. 1: Ausgangsbefund: Lückenfreies und kariesfreies Gebiss, das nicht ganz in Klasse 1 eingestellt ist.
Wie viel Wissen ist notwendig, damit der Zahnarzt überhaupt entscheiden kann, ob ein Patient eine Funktionsstörung hat oder nicht? Diese Frage stellte sich der Autor des folgenden Beitrages. Er kommt zum Schluss, dass der Stellenwert der zahnärztlichen Funktionslehre im Studium der Zahnmedizin eine postuniversitäre Weiterbildung ebenso unumgänglich macht, wie jeder interessierte Zahnarzt ganz schnell feststellt, dass es weder in der Diagnostik noch in der Therapie der zahnärztlichen Funktionsstörungen einheitliche Untersuchungsmethoden und klare Therapieanweisungen gibt. Mit der Diagnose „craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)“ oder „Myoarthropathie“ wird grundsätzlich die Art der Erkrankung beschrieben. Für einen therapeutischen Ansatz bedarf es aber einer weiteren Differenzierung, so seine praxisnahen Erläuterungen an einem klinischen Fallbeispiel. Mehr...
Von Dr. Uwe Harth    aktualisiert am 18.08.2010

Die Dokumentation mit dem Dentalmikroskop – Teil 1

Abb. 1a: Bildrauschen im Vergleich: ISO 100.
Die umfassende Archivierung von Patientenfällen mittels bildgebender Verfahren gewährleistet zum einen eine rechtssichere Dokumentation. Zum anderen eröffnet sie neue Möglichkeiten, wie etwa eine anschauliche Patientenaufklärung, und sie kann Grundlage für Vorträge oder Veröffentlichungen sein. Im folgenden Beitrag gibt das Autorenteam eine Einführung in die digitale Bildgebung und in die Kombinations- und Adaptationsmöglichkeiten von Video- bzw. Fotokamera mit dem Dentalmikroskop. Dieses Grundlagenwissen soll es dem Zahnarzt ermöglichen, die auf dem Markt angebotenen Gerätealternativen zu beurteilen. Denn speziell für das Dentalmikroskop vorgefertigte Systeme gibt es nicht. Lesen Sie u. a., warum die neuesten, modisch-kleinen Digitalkameras mit den kleinsten Chipkarten nicht unbedingt die besten sind. Mehr...
Von Dr. Ladislaus Szalantzy, Dr. Oscar von Stetten, Dr. Thomas Seitner, Dr. Bijan Vahedi    aktualisiert am 10.08.2010

Operative Entfernung des Torus palatinus: Ein Fallbericht

Abb. 1: Klinische Ausgangssituation.
Der Torus palatinus ist ein benigner Knochentumor im Bereich der medianen Gaumennaht, der traditionell aus prothetischen Gründen, bei selteneren, ausgeprägten Formen auch aufgrund einer Beeinträchtigung beim Sprechen und Kauen oder auch aus psychischen Gründen entfernt wird. Nachfolgend wird die operative Enfernung des Torus palatinus in den einzelnen Schritten anhand eines klinischen Falles erläutert. Mehr...
Von Dr. Hans Ulrich Brauer, M.A. Dr. Dr. Albrecht Foernzler    aktualisiert am 27.07.2010

Angeborene Störungen der Blutbildung und deren Konsequenzen für die zahnärztliche Praxis – Teil 1

Angeborene Blutbildungsstörungen sind selten. In Deutschland geht man von einer Prävalenz von 10/1.000.000 Kindern und Jugendlichen aus. Trotz der Seltenheit dieser Erkrankungen sind sie für die Erforschung der normalen und pathologischen Hämatopoese von immenser Bedeutung und haben wesentlich zum heutigen Verständnis der hämatopoetischen Regulation beigetragen. Durch den Aufbau eines internationalen Experten-Netzwerkes und die Langzeitdokumentation von Krankheitsverläufen in einer gemeinsamen Datenbank konnten statistisch tragfähige Daten zu Therapieansprechen, Begleiterkrankungen und Langzeitprognose gesammelt werden. Die zahlreichen Facetten des klinischen Erscheinungsbildes dieser seltenen Erkrankungen werden nachfolgend dargestellt mit besonderem Augenmerk auf die Konsequenzen für die zahnärztliche Praxis. Mehr...
Von Cornelia Zeidler, Reinhard Schilke, Karl Welte    aktualisiert am 27.07.2010

Der KEY Laser 3+: Theorie und Praxis – Teil 1

Abb. 1: Taschentiefen vor der PA-Behandlung mit dem KEY Laser 3.
Seit rund zehn Jahren werden KEY 3 Laser in der Zahnarztpraxis eingesetzt. Viele niedergelassene Zahnärzte schätzen sie insbesondere in der Behandlung von Parodontitis, Periimplantitis und in der Kariestherapie als eine schonende Alternative zur konventionellen Vorgehensweise. Im folgenden Beitrag erläutert der Autor seine Erfahrungen mit dem KEY 3 und insbesondere mit dem neuen KEY Laser 3+ in verschiedenen Indikationsbereichen. Produktangaben fließen in die Ausführungen ein. Mehr...
Von Dr. Thorsten Kleinert    aktualisiert am 20.07.2010

Laserfluoreszenzbasierte Karies- und Parodontaltherapie – Teil 1

Abb. 1: Laserfluoreszenzmessungen auf der Wurzeloberfläche. Die Fluoreszenzemission steigt bei Vorhandensein von Konkrementen nach Anregung mit Licht der Wellenlänge 655 nm an. Flüssigkeiten wie Blut haben kein Einfluss auf die Messwerte.
Fluoreszenzmessungen werden bereits eingesetzt, um die Kariesdiagnostik zu unterstützen. Denn mithilfe von rotem Licht ist es möglich, kariöse Zahnsubstanz von gesunder zu unterscheiden. Nun liegt es nahe, Fluoreszenzmessungen auch in der Therapie einzusetzen, und zwar als Rückkopplungssystem bei der Entfernung von kariösem Gewebe bzw. von Konkrementen, die gleichermaßen zum Fluoreszieren angeregt werden können. In der fluoreszenzunterstützten Kariestherapie (FACE) werden Fluoreszenzmessungen mit einem rotierenden Instrument gekoppelt. Neu ist nun der Vorstoß, diese Messungen mit einem Laser zu verbinden und in der Karies- und Parondontitistherapie einzusetzen. Lesen Sie im folgenden Beitrag erste erfolgversprechende Studienergebnisse. Mehr...
Von Dr. Felix Krause    aktualisiert am 22.06.2010

Über den Einfluss des Field-of-View auf die Qualität von implantologisch indizierten CT- und DVT-Aufnahmen – Teil 1

Abb. 1: SimPlant-Bildschirm: Scharfe und detailreiche Bilder sind nur bei maximaler Einschränkung des FOV möglich.
Dreidimensionale Bildgebungen basierend auf Computertomografien bzw. Digitalen Volumentomografien erwecken den Eindruck höchster Präzision. Allerdings sind die möglichen Aussagen und die Präzision aufgrund solcher Aufnahmen vorgenommenen Messungen auch von den Vorgaben des anwendenden Klinikers abhängig. Damit ein aussagekräftiges Bild entstehen kann, sollte der Anwender einiges über die Vorgänge während der dreidimensionalen Bilderstellung wissen. In diesem Beitrag werden die Möglichkeiten und die Konsequenzen der Einstellung eines Parameters bei der 3D-Bildgebung, dem so genannten Gesichtsfeld oder FOV (Field-of-View), erläutert. Dieser Parameter ist wichtig, denn er kann die Bildqualität maßgeblich beeinflussen. Mehr...
Von Dr. Elmar Frank, Dr. Sigrid Frank    aktualisiert am 22.06.2010

Eine erfolgreiche Erweiterung des zahnärztlichen Behandlungsspektrums

Raucherentwöhnung mittels Hypnose – Teil 1

Abb. 1: Induktion zur Hypnose.
Bereits vor einigen Wochen wurden die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums und ein Konzept zur Raucherentwöhnung in der Zahnarztpraxis vorgestellt. Im folgenden Beitrag wird nun eine weitere Methode der Entwöhnung beleuchtet: die Hypnose. Sie hat sich in vielen Zahnarztpraxen bereits bei der Versorgung von Angstpatienten und Kindern bewährt. Nach den Erfahrungen unserer Autorin, die die im Folgenden beschriebene Methode bereits seit über 15 Jahren anwendet, zeitigt Hypnose sehr schnelle Erfolge – in 90 % der Fälle reicht eine Sitzung aus, um den Patienten von seiner Sucht zu heilen. Mehr...
Von Dr. Elisabeth von Mezynski    aktualisiert am 15.06.2010

Auswirkungen der alternden Gesellschaft auf den Zahnarztalltag

Orale Gesundheit im Alter – Teil 1

Abb. 1: Interdentalraumbürsten gibt es in verschiedenen Größen und sind oftmals handlicher.
Nachdem im ersten Teil des Beitrages von Dr. Birgit Wiedemann, Zahnärztin & Dipl.-Psychogerontologin, die grundlegenden Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Problemen und psychosozialen Lebensumständen der älteren Menschen ausführlich erläutert wurden, werden im folgenden zweiten Teil des Beitrages zur Alterszahnheilkunde Maßnahmen vorgestellt, die ältere Menschen vor Zahn- und Munderkrankungen schützen sollen. So sollte der Zahnarzt bei den Senioren insbesondere auf Wurzelkaries, Parodontitis und Mundtrockenheit achten. Unter Einbeziehung von geeigneten Hilfsmitteln sollte er gemeinsam mit dem Patienten ein individuelles Prophylaxekonzept, auch für die häusliche Mundhygiene, erarbeiten. Mehr...
Von Dr. Birgit Wiedemann    aktualisiert am 14.06.2010

Interaktive Fortbildung

Professionelle Diagnostik von Halitosis in der Zahnarztpraxis – Teil 1

Abb. 1: Organoleptische Skala zur Messung der Geruchsstärke unter Zuhilfenahme des Abstandes zur Geruchsquelle.
Die Zahnmedizin sollte im Problemfeld Halitosis eine Vorreiterrolle einnehmen; schließlich ist bei rund 90 % aller Patienten mit Mundgeruch die Ursache auf orale Quellen zurückzuführen. Die Realität in der Ausbildungssituation von deutschen Zahnärzten sieht jedoch kaum oder gar keine Unterrichtung in dieser Richtung vor. Deshalb sind (zusätzliche) Informationen nötig, wie sie in den folgenden Ausführungen gegeben werden. Mehr...
Von PD Dr. Rainer Seemann, Dr. Karin Kislig    aktualisiert am 28.04.2010

Interaktive Fortbildung

Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Aspekte der Halitosis – Teil 1

Abb. 1 a): Akute Tonsillitis.
Der Zahnarzt sieht sich im Praxisalltag häufig Patienten gegenüber, die Mundgeruch haben. Dieses Leiden ist nicht nur für die Betroffenen unangenehm, sondern es kann auch eine ernsthafte Erkrankung anzeigen. Falls der Zahnarzt die Ursache der Halitosis nicht abklären kann, da sie nicht mit der Zahn- bzw. Mundgesundheit verbunden ist, sollte er den Patienten daher an den Hals-Nasen-Ohren-Arzt überweisen. Dieser wird die angrenzenden Regionen auf für das Symptom Halitosis typische Erkrankungen untersuchen. Wie der folgende Überblick zeigt, kommen eine ganze Reihe unterschiedlicher Auslöser mit verschiedenen Lokalisationen infrage. Mehr...
Von Prof. Dr. Oliver Kaschke    aktualisiert am 22.04.2010

Alterszahnheilkunde: Wie sollte die Versorgung von Senioren künftig aussehen? – Teil 1

Eine mit Teilprothese versorgte Seniorin (© pixelio/J. Sawluk).
Künftig wird der Zahnarzt in seinem Praxisalltag immer mehr ältere Patienten behandeln müssen. Sie werden sich – dank erfolgreicher Prophylaxebestrebungen unserer Tage – einer recht guten Mundgesundheit erfreuen, aber durchaus unter Einschränkungen und Erkrankungen leiden, die ein höheres Alter mit sich bringt. Es gilt, sich rechtzeitig auf diese wachsende Patientengruppe einzustellen. Der Autor des folgenden Beitrags möchte den Zahnarzt hierin unterstützen und beschreibt, wie neue Behandlungskonzepte und altengerechte Praxisabläufe aussehen könnten. Mehr...
Von Dr. Gerhard Weitz    aktualisiert am 14.04.2010

Auswirkungen der Alterung der Gesellschaft auf den Zahnarztalltag

wiedemann adel pixelio
Erweist sich die Prothesenhygiene eines älteren Menschen als völlig insuffizient, muss das nicht heißen, dass er keine ausreichende Compliance zeigt. Der Grund dafür kann auch darin liegen, dass er altersbedingt nicht mehr so gut sieht, aber Brille und Vergrößerungsglas bei der Mundpflege nicht einsetzt. Um solche altersspezifischen Probleme einschätzen zu können und eine adäquate Betreuung dieser Patientengruppe zu gewährleisten, sollte der Zahnarzt die physiologischen Altersveränderungen kennen. Grundlegende Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Problemen und psychosozialen Lebensumständen der älteren Menschen sind im folgenden ersten Teil eines Beitrages zur Alterszahnheilkunde von Dr. Birgit Wiedemann, Zahnärztin & Dipl.-Psychogerontologin, nachzulesen. Mehr...
Von Dr. Birgit Wiedemann    aktualisiert am 14.04.2010

Was leisten Dampfsterilisatoren ohne Vorvakuum (nicht) – Teil 1

Abb. 1: Isolierter und mit Silikon ummantelter Spraykanal.
Dampfsterilisatoren arbeiten mit drei unterschiedlichen Methoden der Sterilisation bzw. Desinfektion: dem Gravitationsverfahren, dem Vorvakuumverfahren und Spezialverfahren. Derzeit gehen die Meinungen auseinander, ob Geräte ohne Vorvakuumphasen eine ausreichende Sicherheit bieten. Die Autoren des folgenden Beitrags beschreiben die physikalische Funktionsweise von Dampfsterilisatoren und stellen die Voraussetzungen für eine wirksame Keimtötung dar. Sie stellen fest, dass auch mit Dampfsterilisatoren ohne Vorvakuumphasen unter bestimmten Bedingungen durchaus eine wirksame Desinfektion zahnärztlicher Übertragungsinstrumente erreicht werden kann. Um die Leistung des eigenen Gerätes tatsächlich genau einschätzen zu können, empfehlen die Experten eine experimentelle Beurteilung, die im Folgenden ebenfalls genau beschrieben wird. Mehr...
Von PD Dr. Lutz Jatzwauk, Dr. Susanne Horna, Prof. Dr. Bernd Reitemeier    aktualisiert am 12.04.2010

Der aktuelle Stand der Röntgendiagnostik in der Zahnmedizin – Teil 1

Abb. 1: Ausschnittsprojektionen.
Die Radiologie stellt einen unverzichtbaren Teil der diagnostischen Kette in der Zahnmedizin dar. Der Zahnarzt ist, im Gegensatz zu anderen medizinischen Disziplinen, nicht nur die indizierende sondern auch selbst ausführende und diagnostizierende Fachkraft. Nur in seltenen Fällen wird ein Radiologe zu Hilfe gezogen. Somit bewegt sich der Zahnarzt in einem eigentlich fremden Fachgebiet und muss sich der Herausforderung stellen, die entstehen Anforderungen ebenso gut wie ein Radiologe erfüllen zu können. Dazu muss er die unterschiedlichen Aufnahmearten, ihre Indikationen, Vorteile und die Strahlenexposition kennen und bspw. die Strahlengänge und Patientenpositionierungen beherrschen, um die wichtigsten Einstellungsfehler vermeiden, wie der folgende Beitrag praxisnah erläutert. Mehr...
Von Dr. Petra Rugani, Prof. Dr. Dr. Norbert Jakse    aktualisiert am 09.04.2010

Die digitale Volumentomographie – klinisch unterschätzt und wirtschaftlich überschätzt? – Teil 1

Abb. 1: Funktionsprinzip der digitalen Volumentomographie mit konusförmigem Röntgenstrahl (links) und dem Spiral-CT mit fächerförmigem Röntgenstrahl (rechts).
Brauchen zahnärztliche Praxen tatsächlich die digitale Volumentomographie oder reichen herkömmliche Verfahren der Bildgebung nicht doch aus? Viele Zahnärzte stehen der noch relativ neuen, teuren Technik skeptisch gegenüber. Doch die digitale Volumentomographie kann diagnostisch sinnvoll in vielen Bereichen eingesetzt werden und wird schon bald die Computertomographie und konventionelle röntgenologische Verfahren für knöcherne Fragestellungen im Schädelbereich obsolet erscheinen lassen. Die Wirtschaftlichkeit des Systems steht auf einem anderen Blatt: Für die Einzelpraxis wird sich eine solche Anschaffung kaum rechnen, es sei denn, der Zahnarzt möchte eine röntgenologische Überweiserpraxis aufbauen. Dafür muss das Gerät allerdings auch geeignet sein, wie im folgenden Beitrag nachzulesen ist. Neben den Kriterien der Geräteauswahl beleuchten die Autoren die rechtlichen Grundlagen, die Indikationen für eine digitale Volumentomographie und die Vorteile dieses Verfahrens. Mehr...
aktualisiert am 23.03.2010

Diabetes-mellitus-Update für Zahnärzte – Teil 1

Abb. 1: Der Teufelskreis der Parodontitis bei Diabetes Mellitus
Bei Diabetes mellitus handelt es sich um einen Sammelbegriff für eine heterogene Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, deren Leitbefund die chronische Hyperglykämie ist. Ursächlich ist entweder eine gestörte Insulinsekretion oder eine gestörte Insulinwirkung oder auch beides. Die Prävalenz von Diabetes in Deutschland wird in einer Zufallsstichprobe der AOK/KV Hessen im Jahr 2001 mit 6,9 Prozent angegeben. Es handelt sich also im wahrsten Sinne des Wortes um eine Volkskrankheit mit enormer wirtschaftlicher Bedeutung, die ca. 10 Prozent sämtlicher Gesundheitsausgaben der Krankenkassen verschlingt. Auch der Zahnarzt ist damit in der Verantwortung. Mehr...
aktualisiert am 15.03.2010

Die zentrische Kondylenposition – Teil 1

Abb. 1: Das Becken ist links 10 mm höher.
Gerade bei einer prothetischen Versorgung ist es nötig, im Vorfeld eine stabile zentrische Kondylenposition zu erreichen, damit Folgebeschwerden ausgeschlossen werden können. Eine dauerhafte zentrische Kondylenposition kann allerdings nur bei ganzheitlicher Betrachtung erreicht werden: Neben der Okklusion muss auch der Bewegungsapparat in die Diagnose und Behandlung einbezogen werden. Dr. Jürgen Dapprich berichtet im über seine Erfahrungen bei der Therapie von Funktionsstörungen. Er schildert den Ablauf einer interdisziplinären Behandlung und geht dabei vor allem auf die übergreifende Aufgabe des Zahnarztes ein. Mehr...
Von Dr. Jürgen Dapprich    aktualisiert am 12.03.2010

Tabakkonsum: Seine Folgen für die Allgemein- und Mundgesundheit – Teil 1

Bronchialkarzinom im 6. Segment rechts über 3 cm Größe (damit mit T-Stadium).
Es ist heute unbestritten, dass Tabakkonsum Einfluss auf die Entwicklung der Arteriosklerose bei koronarer Herzerkrankung (Myokardinfarkt), peripherer arterieller Verschlusskrankheit und zerebrovaskulärer Erkrankungen (Schlaganfall) hat. Rauchen gilt auch als die häufigste vermeidbare Ursache für eine vermehrte Inzidenz und Mortalität von COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und Lungenkrebs und ist für verschiedene Veränderungen der Mundschleimhaut bis zum Mundhöhlenkarzinom verantwortlich. Zudem wird der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und vermehrten Komplikationen im Rahmen einer Schwangerschaft sowie im Verlauf der Geburt diskutiert. Der Schwerpunkt der Optimierung der individuellen Gesundheit muss daher neben einer adäquaten Therapie von lokalen und systemischen Erkrankungen auf der Durchführung einer konsequenten Rauchprävention und -entwöhnung liegen. Mehr...
Von PD Dr. Matthias Krüll, PD Dr. Michael M. Bornstein, OA    aktualisiert am 18.02.2010

Rauchprävention und -entwöhnung in der Zahnarztpraxis

Die Tabakentwöhnung ist neben einer optimalen Plaquekontrolle die wichtigste Maßnahme bei der Behandlung von Parodontalerkrankungen geworden. Im Gegensatz zur allgemeinmedizinischen Praxis sieht das zahnmedizinische Praxisteam seine Patienten regelmäßig und kann deshalb durch mehrere Interventionen zum Tabakentzug bewegen. Aufgrund der gegebenen physischen und psychischen Tabakabhängigkeit ist die Kombination einer medikamentösen Therapie zur Behandlung der physischen Entzugssymptome mit einer Entwöhnungsberatung zur Änderung der Konsumgewohnheiten empfehlenswert. Für die Anwendung zur Tabakentwöhnung in der zahnmedizinischen Praxis scheint eine Kurzintervention, das so genannte „Brief Motivational Interviewing“ (BMI), geeignet zu sein. Dieses, wie auch die Nikotinsubstitution, die die Therapie der Wahl ist, werden nachfolgend praxisnah vorgestellt. Mehr...
Von Dr. Christoph A. Ramseier    aktualisiert am 18.02.2010

Nutzen und Risiko von nicht-steroidalen Analgetika (NSA)

Der sichere Umgang mit Analgetika – Teil 1

Abb. 1: Analgetische Wirkung von PG-E2. Nach seiner Stimulierung durch PG-E2 aktiviert PG-E-Rezeptor über mehrere Zwischenschritte die Proteinkinase A (PKA). Diese Kinase öffnet erregende Natriumkanäle im PNS und hemmt die anti-nozizeptiven Glycinrezeptoren im ZNS. Dadurch entfällt auch die Hemmung der erregenden NMDA-REzeptoren, und wichtige molekulare Änderungen für ein Schmerzgedächtnis werden initiiert.
Hemmstoffe der Cyclooxygenase(Cox)-2 wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure sowie Paracetamol und Metamizol stellen die Gruppe der weltweit am häufigsten verordneten bzw. konsumierten Analgetika. Ihre effektive analgetische und (teilweise) antientzündliche Wirksamkeit sind ein wesentlicher Beitrag zur Lebensqualität unzähliger Patienten, die an verschiedenen schmerzhaften Krankheiten leiden. Auch für den akuten und chronischen Zahnschmerz stellt diese Medikamentengruppe die Therapie der ersten Wahl. Problematisch ist dabei der chronische Konsum (Missbrauch), der weder Arzt noch Zahnarzt mitgeteilt wird und der zu schweren Nebenwirkungen führen kann. Dieser Artikel beschreibt möchte das individuelle Nutzen-Risiko-Profil der wichtigsten Cox-1/2-Hemmstoffe und die Vor- und Nachteile, die für die zahnärztliche Praxis von Bedeutung sind. Mehr...
Von Prof. Dr. med. Thomas Herdegen    aktualisiert am 26.01.2010

Studienergebnisse besagen:

Frauen können Zahnfarben besser differenzieren

Softwareprogramm ToothguideTrainer.
Im Rahmen einer multizentrischen Studie an 15 Universitäten in 9 Ländern wurde untersucht, ob das Geschlecht und die Erfahrung das Farbdifferenzierungsvermögen beeinflussen. Die Ergebnisse wurden jetzt publiziert*, die nachfolgend kurz zusammengefasst sind. Mehr...
aktualisiert am 22.10.2009

Systemvergleich

CAD/CAM-Systeme – Teil 1

Abb. 1: Unterscheidungsmerkmale von CAD/CAM-Systemen.
Die tägliche Arbeit in der Praxis wird zunehmend durch den Einsatz von CAD/CAM-Technologien beeinflusst. Auf der diesjährigen IDS wurde gezeigt, dass die Möglichkeiten hinsichtlich einer Auslagerung der Gerüstherstellung ausgebaut wurden: Neben den Herstellungseinheiten in Laboren bieten sich nun auch zahlreiche Industriepartner mit Fräszentren an. Nicht nur der Zahntechniker sollte sich deshalb mit diesem Thema befassen, auch der Zahnarzt – schließlich arbeitet er Hand in Hand mit dem Zahntechniker. Ferner sollte er über die zahntechnische Seite von CAD/CAM Bescheid wissen, da CAD/CAM nur in Kombination von werkstoffkundlichen Kenntnissen und klinischer Erfahrung, so Prof. Luthardt, verstanden und dargestellt werden kann. Nachfolgend werden die generellen Unterschiede der verschiedenen CAD/CAM-Systeme herausgearbeitet und erläutert, auf welche Punkte man bei der Wahl des Systems achten muss. Mehr...
Von Dr. Roland Dieter Strietzel    aktualisiert am 13.10.2009

Hauterkrankungen der Lippen und der Mundschleimhaut in der zahnärztlichen Praxis – Teil 1

Häufig besteht eine enge Beziehung von Erkrankungen der Haut mit Veränderungen im Bereich der Mundschleimhaut. Die Mundschleimhaut ist ein Gebiet, welches sich meistens dem ersten Blick des Dermatologen entzieht, aber sich ständig im Fokus anderer Fachbereiche, wie der Zahnmedizin und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, befindet. Hier ist die Beurteilung der Mundschleimhaut meist ein Nebenbefund, der oft keine eventuell notwendigen Konsequenzen nach sich zieht, meist aus fehlender Erfahrung. Dieser Übersichtsartikel soll einen kleinen Einblick liefern und für die häufigsten Erkrankungen im Bereich der Lippen und der Mundschleimhaut im Alltag der zahnärztlichen Praxis sensibilisieren, damit eine zeitnahe Zuweisung des Patienten in eine fachspezifische Klinik oder Praxis erfolgt. Mehr...
Von Daniela Krüger-Corcoran, Dr. Eggert Stockfleth, Prof. Dr. Wolfram Sterry    aktualisiert am 30.09.2009

das duale Konzept in Einrichtungen der Landeshauptstadt München

Die zahnärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen – Teil 1

Abb. 1: Zunahme der Häufigkeit parodontaler Erkrankungen im Alter (DMS IV).
Im Jahr 2005 wurde das so genannte „duale Konzept“ zur zahnmedizinischen Betreuung von Pflegebedürftigen in Münchner Einrichtungen ins Leben gerufen. Es ist das größte derartige Projekt in Deutschland und wird gemeinsam von der AOK-Bayern, der Städtischen Klinikum München GmbH und der Gruppe Teamwerk „Zahnmedizin für Menschen mit Behinderungen“ organisiert. Das Duale Konzept besteht aus einem Prophylaxemodul und einem restaurativ-therapeutischen Modul. Mittels gezielter, individueller Prophylaxe soll die Mundgesundheit der älteren Patienten verbessert und die Häufigkeit zahnmedizinischer Eingriffe verringert werden. Dr. Cornelius Haffner, Leiter des Projekts, stellt die Erfolge, aber auch die Probleme in der zahnärztlichen Betreuung vonPflegebedürftigen nach drei Jahren Projekterfahrung dar. Mehr...
Von Dr. Cornelius Haffner    aktualisiert am 24.09.2009

Früherkennung von Hautkrebs im Gesicht in der zahnärztlichen Praxis – Teil 1

Maligne Hauttumoren treten überwiegend im Kopfbereich auf. Bei der zahnärztlichen Untersuchung des Patienten bietet sich eine gute Gelegenheit, im Gesicht des Patienten Hautkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken. Mit einer Umfrage sollte untersucht werden, welche Einstellung niedergelassene Zahnärzte und Zahnärztinnen zur Früherkennung von Hautkrebs in der zahnärztlichen Praxis haben. Es stellt sich u. a. heraus, dass fast alle befragten Zahnärzte Patienten selten oder nie zu Veränderungen der Gesichtshaut befragt haben. Ein Drittel der Zahnärzte hatte Hautkrebs höchstens einmal während ihrer Berufstätigkeit diagnostiziert, zwei Drittel noch nie. Die Mehrheit der Zahnärzteschaft zeigte sich jedoch grundsätzlich einer Vorsorgeuntersuchung in der Zahnarztpraxis gegenüber offen. Lesen Sie die Ergebnisse der Befragung im folgenden Beitrag nach. Mehr...
Von Dr. med. Dr. med. dent. Frank Halling    aktualisiert am 16.09.2009