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ZMK-aktuell – der Newsletter
Alle 14 Tage die aktuellsten Meldungen, Tipps und Trends aus der Zahnheilkunde in Ihre Mailbox. >>Jetzt kostenlos abonnierenUmfangreiche ästhetische Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich
DruckenUm bei der direkten Versorgung größerer okklusaler oder approximaler Kavitäten unter anatomischen und funktionellen wie unter ästhetischen Gesichtspunkten optimale Resultate erzielen zu können, müssen moderne Komposite hohen Anforderungen gerecht werden. Der Autor des folgenden Beitrages hat für sich zwei auf dem Markt erhältliche Komposite gefunden, die diesen Anforderungen entsprechen, und beschreibt unter Einbeziehung von Herstellerangaben ihre Anwendung am Patientenfall.

Abb. 1: Ausgangssituation.
Niedrige Schrumpfungswerte, Abrasionsbeständigkeit und sehr gute Adaptierfähigkeiten sind für moderne Komposite ebenso unverzichtbar wie ein unkompliziertes und sicheres Handling. Zudem bilden eine natürliche Farbgestaltung sowie die gute Polierbarkeit und Farbbeständigkeit des verwendeten Materials die Prämissen für Füllungen, die sich optisch dem natürlichen Vorbild entsprechend in die Zahnreihe eingliedern. Entscheidend für die Langlebigkeit der Versorgungen ist auch die Wahl des richtigen Adhäsivs sowie ggf. die Kombination des Komposits mit einem geeigneten Unterfüllungsmaterial.
Anhand eines Patientenfalls wird dargestellt, wie durch die Kombination der Mikrohybridkomposite Triomolar® und Enamelite® (Fa. Dr. Ihde Dental) und damit ein aufeinander abgestimmtes Sortiment von Materialien sowie durch den Einsatz der Inkrementtechnik überzeugende Ergebnisse bei der Versorgung großvolumiger Kavitäten erzielt werden können.
Klinischer Fall
Die Zähne 26 und 27 des Patienten, Jahrgang 1981, waren mit mehreren insuffizienten Amalgamfüllungen versorgt (Abb. 1). Zusätzlich wurde an Zahn 26 mesial eine Approximalkaries diagnostiziert. Auch die Fissuren der Okklusalflächen in regio 26 wiesen erste kariöse Läsionen auf. Die Behandlungsplanung sah die Versorgung sowie die Wiederherstellung der okklusalen Morphologie beider Molaren mit Kompositfüllungen vor. Der Aufbau der Füllungen sollte schichtweise und unter Verwendung verschiedener Kompositfarben erfolgen, um eine natürliche Optik zu erzielen.
Nach dem Entfernen der insuffizienten Füllungen mit einem Hartmetallbohrer waren die kariösen Defekte sehr gut zu erkennen (Abb. 2). Die Exkavation der Läsionen erfolgte substanzschonend unter ständiger Sichtkontrolle. Zur Isolation des Arbeitsfeldes und um absolute Trockenlegung zu erreichen, wurde anschließend ein Kofferdam von Zahn 24 bis 27 angelegt (Abb. 3). Der korrekten Konturierung der Approximalflächen und dem Schutz gegen eine Überstopfung des Füllungsmaterials diente eine Matrize, die mit einem Interdentalkeil zwischen den Zähnen 26 und 25 fixiert wurde (Abb. 4).
Im Anschluss wurden die präparierten Zahnflächen mit einem kräftigen Wasserstrahl gründlich gereinigt und mit Wasserstoffperoxid (H2O2) desinfiziert. Zur Konditionierung des Zahnschmelzes wurde gebrauchsfertiges Phosphorsäuregel (Dentamed® Etching Gel) verwendet.
Nachdem alle Kavitätenoberflächen durch den Haftvermittler (Dentamed® P&B III) vollständig versiegelt worden waren, wurden die Kavitätenwände im pulpanahen Bereich zunächst mit dem fließfähigen Enamelite® benetzt (Abb. 5). Das Mikrohybridkomposit wird mit einer Druckspritze und zugehöriger Applikationskanüle punktgenau appliziert. Zur Auswahl stehen die Zahnfarben A2 und A3,5.
Nach der Polymerisation von Enamelite® wurde das zähflüssigere Mikrohybridkomposit Triomolar® mit einem Applikator schichtweise in die Kavitäten eingebracht und ausgehärtet. Hierbei wurde zunächst die approximale Kavitätenwand an Zahn 26 gestaltet. Das Material, das in Tips oder alternativ ebenso wie Enamelite® in Druckspritzen zur Verfügung steht, weist eine gute Homogenität auf. Im Gegensatz zu fließfähigen Materialien bietet die Wahl des pastösen Komposits den Vorteil, dass dieses leichter zu platzieren und die Modellation somit kontrollierbarer ist. Zudem wird durch den höheren Füllstoffanteil eine bessere mechanische Belastbarkeit der Füllungen erzielt.
Für die schichtweise Rekonstruktion der okklusalen Flächen wurden verschiedene Farbabstufungen gewählt, sodass ein Füllungsaufbau entsteht, der der natürlichen Farbgebung der benachbarten Zähne entspricht. Im vorliegenden Fall wurden insgesamt vier Schichten Triomolar® in den Zahnfarben A3 und A2 appliziert und separat ausgehärtet. Hierbei ist zu beachten, dass die vollständige Polymerisation bei den dunkleren Zahnfarben wie A3,5, A3 und B3 circa 10 Sekunden mehr beansprucht als bei den helleren Zahnfarben.
Die schichtweise Applikation bietet jedoch nicht nur in ästhetischer Hinsicht Vorteile. Da auch moderne niedrigschrumpfende Komposite wie Triomolar® eine geringe Polymerisationsschrumpfung aufweisen, wird ein Vorgehen in der Schichttechnik vonseiten des Herstellers grundsätzlich immer dann empfohlen, wenn die Tiefe der zu behandelnden Kavität ein Maximum von 2,5 mm überschreitet. Die Stärke der einzelnen Schichten sollte hierbei nicht mehr als 2 mm betragen. Zudem wird die Gestaltung der okklusalen Flächen durch die additive Verfahrensweise der Inkrementtechnik deutlich erleichtert. So kann der Zeitaufwand bei gegebenenfalls erforderlichen Nachbearbeitungen auf ein Minimum reduziert werden.
Nach vollständiger Ausarbeitung des okklusalen Fissuren- und Höckerreliefs wurde der Kofferdam entfernt und die Okklusion auf Störkontakte überprüft. In der Regel sind lediglich kleinere okklusale Korrekturen erforderlich, bevor die abschließende Politur mit Kompositpolierern durchgeführt werden kann. Das Endergebnis (Abb. 6) zeigt eine anatomisch wie funktionell korrekte Form und integriert sich auch farblich optimal in die natürliche Zahnsubstanz.
Fazit
Erstklassige und vor allem langlebige Resultate lassen sich nur dann erzielen, wenn alle in der Füllungstherapie verwendeten Materialien optimal aufeinander abgestimmt sind. Meiner Meinung nach stehen mit den oben verwendeten Materialien zwei Produkte zur Auswahl, die qualitativ hochwertige Materialeigenschaften mit einem unkomplizierten Handling vereinen und die darüber hinaus auch optimal miteinander kombiniert werden können. Hierdurch ist höchste Flexibilität bei allen Indikationen gewährleistet und auch großvolumige Kavitäten im kaulasttragenden Bereich, die häufig schwer zugängliche Bereiche aufweisen, können durch die Kombination des fließfähigen und des stopfbaren Komposits mit einer hochwertigen Restauration versorgt werden. Da die Behandlungen zudem sehr zeiteffizient durchgeführt werden können und die Produkte zu vergleichsweise günstigen Preisen angeboten werden, bleiben die Kosten für den Patienten vergleichsweise gering.











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