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Ein CAD/CAM-Konzept für Praxis und Praxislabor

Drucken Von Benjamin Bittner    aktualisiert am 23.07.2010

Mit zunehmender Verbreitung der CAD/CAM-Technologie hat sich auch eine neue Form des Dentallabors etabliert – das Fräszentrum. Kleinere Labore, für welche die Investition in ein komplettes CAD/CAM-System betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll erscheint, lagern die computergestützte Konstruktion und Fertigung von Zahnersatz oder nur die Fertigung an das Fräszentrum aus. Durch diese Optionen gewinnt auch das Praxislabor an neuer Attraktivität. Der Hersteller 3M ESPE berichtet, dass er einen digitalen Workflow entwickelt hat, der dies berücksichtigt und die Praxis sowie das Praxislabor integriert. In die Ausführungen fließen entsprechende Produktangaben ein.

Abb. 1: Der Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. dient der digitalen Präzisionsabformung.
Abb. 1: Der Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. dient der digitalen Präzisionsabformung.


Der Zahnarzt nimmt an dem computergestützten Arbeitsablauf durch die Nutzung des Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. für die digitale Präzisionsabformung teil und stellt damit eine optimale Arbeitsgrundlage für die folgenden zahntechnischen Schritte sicher. Wahlweise kann er die Scandaten an sein Partnerlabor übermitteln oder aber mithilfe der neuen Lava™ CAD Workstation die Konstruktion in seinem Praxislabor durchführen lassen und lediglich die Fertigung auslagern. Möglich ist dabei, nicht nur das Gerüst, sondern im Fall von Einzelkronen auch die Verblendschicht fräsen zu lassen. Beide Elemente können später im Praxislabor einfach mit einander verbunden werden.

Digitale Abformung



Der Lava™ C.O.S. (Abb. 1) besteht aus einer Arbeitsstation, die einen speziellen Computer, einen Touchscreen sowie ein Handstück mit Kamera umfasst. Das Optiksystem dient der Erstellung einer Videoaufnahme von Präparation, Antagonisten und Biss direkt im Patientenmund. Die Aufnahmedaten werden in Echtzeit am Monitor wiedergegeben und das virtuelle Modell kann in unterschiedlichen Modi betrachtet und geprüft werden. Anschließend werden die Scandaten an die Lava CAD Workstation im Praxislabor übermittelt.

Modellherstellung



Abb. 2: Mit der Lava™ C.O.S. Lab Software werden die Scandaten des Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. im Praxislabor für die stereolithografische Modellfertigung aufbereitet.
Abb. 2: Mit der Lava™ C.O.S. Lab Software werden die Scandaten des Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. im Praxislabor für die stereolithografische Modellfertigung aufbereitet.
Die Lava CAD Workstation besteht als Design-System aus einer Computer-Monitor- Einheit inklusive der Programme Lava C.O.S. Lab Software und Lava Design Software.

Die Lava C.O.S. Lab Software (Abb. 2) dient der Vorbereitung der Scans für die computergestützte Modellfertigung. Der Zahntechniker definiert die Bissebene, markiert die Präparationsgrenze und legt virtuell die Sägeschnitte fest. Anschließend erfolgt der Datenversand und das Modell wird in einem zentralen Modellzentrum stereolithografisch (SLA) aus Kunststoff hergestellt. In der Zeit bis zur Anlieferung des Modells an das Praxislabor können bereits Konstruktion und Fertigung erfolgen.

Virtuelle Konstruktion



Die Lava Design Software (Abb. 3) ermöglicht die virtuelle Konstruktion in einem Indikationsspektrum, das Teleskopkronen, Käppchen sowie vollanatomische und anatomisch reduzierte Kronen und Brücken umfasst. Möglich sind beispielsweise
Abb. 3: Mit der Lava™ Design Software kann der Zahntechniker des Praxislabors virtuell konstruieren.
Abb. 3: Mit der Lava™ Design Software kann der Zahntechniker des Praxislabors virtuell konstruieren.
auch Inlay-, Onlay-, Maryland- und Anhänger-Brücken sowie individuelle Implantatabutments. Das neue Softwaremodul Lava™ Digitales Verblendsystem (DVS) erlaubt eine besonders effiziente Fertigung hochwertiger, ästhetischer und passgenauer Kronen.

Hierzu wird zunächst eine vollanatomische Modellation der Krone erstellt und diese anschließend automatisiert in zwei Datensätze unterteilt. Dabei repräsentiert ein Datensatz das Gerüst und einer die Verblendschicht. Ein Fräszentrum wird mit der Fertigung beauftragt und fräst auf Grundlage der Konstruktionsdaten das Gerüst aus Lava™ Zirkonoxid und die Verblendung aus Glaskeramik (Abb. 4).

Echter Fertigungsverbund



Im Praxislabor werden beide Kronenelemente einfach mit Lava™ DVS Fusionskeramik zusammengefügt. Diese sorgt langfristig für einen sicheren, stabilen Verbund zwischen Gerüst und Verblendung. Kleinere
Abb. 4: Für die Lava™ DVS Krone wird das Gerüst aus Zirkoniumdioxid und die Verblendschicht aus Glaskeramik gefräst.
Abb. 4: Für die Lava™ DVS Krone wird das Gerüst aus Zirkoniumdioxid und die Verblendschicht aus Glaskeramik gefräst.
Individualisierungsmaßnahmen können leicht mit Malfarben realisiert werden. Da das Gerüst aus Lava™ Zirkonoxid bei dieser Methode eine anatomisch reduzierte Form aufweist, ist eine optimale Unterstützung der Verblendung sichergestellt, sodass ein minimiertes Risiko für Chipping besteht.

Fazit



Die neue Lava CAD Workstation bietet meiner Meinung nach jedem Anwender des Lava C.O.S. einen signifikanten Mehrwert: Zum einen ist es aus betriebwirtschaftlicher Sicht interessant, einen größeren Teil der Arbeitsschritte im eigenen Haus zu behalten, da so höhere Gewinnspannen generiert werden können. Zum anderen kann der Zahnarzt die direkten Kommunikationswege zum Zahntechniker in seinem Praxislabor nutzen, um stärker auf die Konstruktion des Zahnersatzes einzuwirken und somit seine Anforderungen und Vorlieben 100-prozentig umgesetzt zu wissen.

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Fotostrecke
Abb. 2: Mit der Lava™ C.O.S. Lab Software werden die Scandaten des Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. im Praxislabor für die stereolithografische Modellfertigung aufbereitet.   Abb. 3: Mit der Lava™ Design Software kann der Zahntechniker des Praxislabors virtuell konstruieren.   Abb. 4: Für die Lava™ DVS Krone wird das Gerüst aus Zirkoniumdioxid und die Verblendschicht aus Glaskeramik gefräst.  
Benjamin Bittner 01

Benjamin Bittner

Marketing Spezialist Lab

Digital & Lava C.O.S.

3M ESPE

ESPE Platz

82229 Seefeld

Tel.: 08152 700-1024

Fax: 08152 700-1647

E-Mail: benjamin.bittner@mmm.com
http://www.3MESPE.de/lava

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