DROS®-Konzept: GZFA legt Auswertung von CMD-Patientenfällen vor

Drucken Von GZFA mbH    aktualisiert am 28.12.2011

Zahnärzte können Funktionsdiagnostik und -therapie innerhalb von sechs bis acht Wochen erfolgreich mit dem DROS®-Konzept durchführen. Die typische Symptomatik der CMD verbessert sich oder verschwindet komplett, so berichten die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) und der Kollege aufgrund einer Auswertung von Patientenfällen nachfolgend. Produktangaben fließen in die Ausführungen ein.



Dr. Hinderk Ohling behandelt an CMD erkrankte Patienten mit der DROS®-Schiene. Der Name dieser zweiphasigen Oberkiefer-Aufbissschiene leitet sich aus den Behandlungsstufen Diagnose, Relaxierung, Orientierung und Stabilisierung ab. Nun hat der Autor die Daten von 78 Patientenfällen aus den Jahren 2008 bis 2011 ausgewertet.

Ausgangslage: Die vorliegenden CMD-Symptome

Bei der Anamnese werden meist mehrere der typischen CMD-Symptome erfasst. Entsprechend liegen auch bei dieser Auswertung Mehrfachnennungen vor. Ihre Häufigkeit lässt sich grob in drei Gruppen einteilen. Demnach litten die CMD-Patienten am häufigsten unter Schmerzen an Zähnen (32) und Kaumuskeln (43) sowie im Bereich von Kopf (36), Schultern und Rücken (49). Auch Gelenkgeräusche, allerdings in der nicht schmerzhaften Variante (33), zählen mit zur Gruppe der Spitzenreiter. Allein diese Beschwerden nannten die Patienten insgesamt 193-mal. Relativ häufig kamen die Patienten mit Schmerzen an Kiefergelenk (25) und Ohren (15) oder mit Tinnitus (19) in die Praxis. Diese Beschwerden schlugen beim Symptomenkomplex 59-mal zu Buche. Seltener litten die Patienten unter Symptomen im orofazialen (2) und craniosakralen (9) Bereich oder unter schmerzhaften Gelenkgeräuschen (4). Noch seltener trat bei den Patienten ein Taubheitsgefühl (1) oder Knieschmerzen (1) auf.

Behandlungsdauer

Bei 51 Patienten führte Dr. Ohling die DROS®- Therapie in sechs bis sieben Wochen durch. Bei 15 weiteren Patienten benötigte er eine Woche mehr. Damit hatte er 85,6 Prozent seiner Patienten in maximal acht Wochen erfolgreich therapiert. Bei den anderen zwölf Patienten verlängerte sich die Behandlungszeit wegen physiotherapeutischer Maßnahmen oder klärender Verhandlungen mit den Kostenträgern.

Zum überwiegenden Teil kamen die CMD-Patienten mit einem abradierten Gebiss in die Praxis. So musste Dr. Ohling bei 69 Patienten additive Rekonstruktionen für den Kauflächenaufbau vornehmen. Nur bei wenigen Patienten waren mit Einschleifen subtraktive Maßnahmen notwendig, in einzelnen Fällen kombiniert. Während der ersten Phase, der Relaxierung, zeigten sich bei den Symptomen zu 86 Prozent Verbesserungen. Zu 5 Prozent waren sie schon in diesem frühen Stadium komplett verschwunden. Noch vorteilhafter entwickelte sich das Verhältnis in der zweiten Phase, also während der Orientierung und Stabilisierung der Kiefergelenkposition. In diesem Stadium verspürten die Patienten zu 58 Prozent weitere Verbesserungen. Zu 34 Prozent traten die Symptome überhaupt nicht mehr auf.

Merkmale des Konzepts

Die DROS®-Schiene hebt Fehlkontakte auf. Ihre therapeutische Leistung liegt aber vor allem darin, die Stellung des Unterkiefers in ihre physiologische Position zu führen. Damit entsteht eine nachhaltige Grundlage für die Versorgung mit Zahnersatz. Die DROS®-Therapie ist als Heilmethode gutachterlich und von Versicherern wegen ihrer standardisierten Arbeitsschritte anerkannt. 2007 hatte eine Studie mit zehn Zahnärzten und 493 Patienten gezeigt, dass sich mit der DROS®-Schiene schmerzhafte CMDBeschwerden innerhalb von zwei bis vier Tagen lindern lassen. Eine Pilotstudie von 2009 hat sie als Diagnoseinstrument erstmals wissenschaftlich bestätigt.

Die funktionsdiagnostisch und -therapeutisch arbeitenden Zahnärzte im Netzwerk der GZFA führen die Therapie in enger Partnerschaft mit den speziell fortgebildeten Zahntechnikern durch. Sie sind innerhalb des bundesweiten Netzwerks als interdisziplinäres Duo verbunden und setzen die DROS®-Schiene in Lizenz ein. 

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ZMK | Jg. 27 | Ausgabe 12 _ Dezember 2011

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