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Alle 14 Tage die aktuellsten Meldungen, Tipps und Trends aus der Zahnheilkunde in Ihre Mailbox. >>Jetzt kostenlos abonnierenCAD/CAM – auf der Suche nach dem „Königsweg“
DruckenIm Überspagat zwischen spielend leichter Bedienung, maximaler Flexibilität und kalkulierbarem Investitionsrisiko.

Abb. 1: Eine Variante der Wertschöpfungskette im CAD/CAM-Prozess. Hilfestellung für Zahnarzt und Zahntechniker, um die richtige Wertschöpfungstiefe für seine individuelle Situation zu ermitteln. © Dr. André Hutsky, Schulungszentrum am Marienplatz, München.
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Die Suche nach qualitativ langlebigen Produkten zu fairen Preisen erfordert innovative und zugleich „sichere“ Lösungen im Bereich der kostengünstigen Herstellung von Zahnersatz – nicht erst seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.
Um diesen Wunsch zu erfüllen und dabei gleichzeitig ökonomisch zu agieren, denken Zahntechniker aus Qualitätssicherungs- und Erlösgesichtspunkten vermehrt über eine adäquate technische Aufrüstung des Praxis- bzw. Dentallabors nach. Der Einzug der CAD/CAM-Technologie scheint die Entscheidung dafür zu erleichtern. Selbst Zahnärzte setzen immer häufiger auf die Unterstützung durch in der eigenen Praxis hergestellten CAD/CAM-gefertigten Zahnersatz. Mit der digitalen Technik verbundene Risiken liegen allerdings in den hohen Investitionskosten, welche die Liquidität senken und das Eigenkapital binden – auch in der potenziellen Gefahr, sich mit einem System vom technischen Fortschritt abzukoppeln, da nicht ohne Weiteres auf neue Produktionstechnologien ausgewichen werden kann.
- Was passiert beispielsweise im Fall eines Maschinenschadens?
- Kann man die Bedürfnisse des Kundenstamms mit nur einem System befriedigen?
- Ist die CAD-Software funktional und benutzerfreundlich?
- Wie hoch sind die Kosten für Wartung und Unterhalt? Dazu zählen Fräsen und andere Verschleißteile genauso wie das Säubern und Justieren der Produktionsanlage, die Entsorgung von Schleifabfällen, die Wartung durch eigene zusätzlich zu schulende Zahntechniker, die Kosten für Wartungsvertrag und Update der Software sowie die Materialkosten pro Einheit.
Mit der nachfolgenden Marktübersicht soll ein Überblick über Innovationen in der dentalen CAD/CAM-Technologie gegeben werden. Vierzehn zielführende Kriterien geben dem Interessenten eine nützliche Hilfestellung bei der Entscheidung für das passende System. Zu diesen gehören u. a. die Form der Datenerfassung, die Flexibilität bei den Werkstoffen sowie die potenziellen Indikationsbereiche, denn nicht jedes der auf dem Markt befindlichen computergestützten Systeme kann jede Art von Restauration fertigen. Abgesehen von den technischen Möglichkeiten der verschiedenen Systeme ist gerade der Anwendungsbereich von den mechanischen Eigenschaften der Werkstoffe abhängig.
Auf der Suche nach dem gewinnmaximierenden „Königsweg“ (Abb. 1) zeigen sowohl die neuen als auch die weiterentwickelten, etablierten Systeme Abstufungen hinsichtlich Interaktion, Automatisation und Wirtschaftlichkeit in Abhängigkeit von den Systempreisen. Unter Nutzung des Potenzials etlicher CAD/CAM-Fertigungszentren könnte beispielsweise eine gezielte Anschaffung einzelner Systembausteine wie des CAD-Scanners mit offener Schnittstelle eine langfristig günstigere Alternative darstellen. Natürlich geht es nicht darum, mit diesem die gesamte zahntechnische Palette abzudecken, sondern vielmehr solche wertschöpfenden, abrechnungsrelevanten Prozessschritte in Eigenregie durchzuführen, die sich mit geringem Geräteund Personaleinsatz bewerkstelligen lassen. Aufgrund geringerer Kapitalbindung durch die Beschränkung auf den Prozessschritt „Digitalisierung“ bietet dieses Szenario für Labore gute Chancen, sich gegen reine Fräszentren zu positionieren. Auf die dentale Kernkompetenz (CAD-Modellation von Restaurationen und Weiterverarbeitung von Halbzeugen) reduziert, agieren sie unabhängig von Systembeschränkungen oder Technologierisiken einzelner Anbieter und flexibel bezüglich Indikation und Material durch die Nutzung einer Vielzahl von Fertigungspartnern.
Egal ob und für welches System man sich am Ende entscheidet: Der wachsende Anspruch der Patienten nach ästhetischen, aber gleichzeitig preiswerteren Restaurationen zwingt Dentallabore, nach kosteneffizienteren Lösungswegen zu suchen, und eröffnet den Anbietern von computergestützten Verfahren ein weites Marktfeld. CAD/CAM-Systeme haben sich zweifelsohne in der Zahntechnik und Zahnmedizin etabliert. Bedenken hinsichtlich der Okklusion, des Approximalkontakts oder der Form lösen sich dank zunehmend komplexerer Systeme in Luft auf. Die Bedeutung der CAD/CAM-Fertigung von Zahnersatz bezogen auf die Gesamtzahlen spielt zwar immer noch eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Weitere Evolutionen auf dem Gebiet der CAD/CAM-Technologien werden das Potenzial jedoch für kostengünstigen, biokompatiblen sowie ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz aus innovativen Werkstoffen in den kommenden Jahren zunehmend ausschöpfen und somit dessen Attraktivität weiter erhöhen.








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