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ZMK-aktuell – der Newsletter
Alle 14 Tage die aktuellsten Meldungen, Tipps und Trends aus der Zahnheilkunde in Ihre Mailbox. >>Jetzt kostenlos abonnierenAquasil Ultra: Gesteigerte Präzision durch Oberflächenoptimierer B4
DruckenDas A-Silikon Aquasil Ultra kann mit dem Oberflächenoptimierer B4 kombiniert werden. Dieser soll das Anfließen des Abformmaterials an die Zahnoberflächen verbessern. Das Autorenteam hat die Materialien dem Praxistest unterzogen und stellt das Handling anhand eines Patientenfalls, einer frakturieren Maryland-Brücke, vor. In die Ausführungen fließen Produktangaben ein.

Abb. 1: Ausgangssituation an den Zähnen 31 bis 42; die Maryland-Brücke sowie Zahn 31 sind frakturiert.
Die Abformung ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg hin zur prothetischen Versorgung: Sie stellt das Bindeglied und die Kommunikationsgrundlage zwischen Praxis und Labor dar. Erst durch exzellente Abformungen wird eine adäquate Passgenauigkeit der laborgefertigten Arbeit gewährleistet. Um dies zu erreichen, muss der präparierte Zahn möglichst genau in seinen Originaldimensionen abgeformt werden. Der Behandler erwartet deshalb ein Abformmaterial, mit dem sich durch standardisierte, einfache Arbeitsabläufe präzise und fehlerfreie Ergebnisse erzielen lassen.
Wichtig hierbei sind eine sichere und reproduzierbare Verarbeitung sowie praxisgerechte Handling-Eigenschaften hinsichtlich der Abbindezeit, der Darreichungsform und der Indikationsbreite. Das Präzisionsabformmaterial Aquasil Ultra und der Oberflächenoptimierer B4 (beide: DENTSPLY DeTrey, Konstanz) wurden in unserer Praxis auf die Probe gestellt.
Die Materialien
Aquasil Ultra gewährleistet präzise und verlässliche Abformungen, die auch hohen Patientenerwartungen hinsichtlich der Ästhetik der späteren Prothetik gerecht werden. Die Materialkombination Aquasil Ultra und B4 überzeugt, da der Aufbau des Benetzungsmittel B4 vollkommen kompatibel mit der Zusammensetzung des Abformmaterials ist. Die ausgeprägte Hydrophilie dieses Materials, die durch Kontaktwinkelmessungen belegt ist1, ermöglicht selbst im feuchten Umfeld durchgängig präzise Abformungen bei sehr guter Reißfestigkeit. Durch den Oberflächenoptimierer B4 wird die Oberflächenspannung der präparierten Zähne deutlich reduziert, sodass ein noch besseres hydrophiles Anfließen des ohnehin schon hydrophilen Aquasil Ultra sowohl an Schmelz- als auch an Dentin- und Zementoberflächen bis in feinste Strukturen des Sulkus hinein problemlos gelingt. Somit erreicht man insbesondere bei subgingival liegenden Präparationsgrenzen Abformleistungen, die bisherige A-Silikon- Abformungen deutlich übertreffen. Aus Patientensicht sind vor allem der angenehme Mintgeschmack und die leichte Entnahme aus dem Mund vorteilhaft.
Klinischer Fall
Ein 57-jähriger Patient stellte sich mit einer gebrochenen Maryland-Brücke von 31 auf 42 vor (Abb. 1). Nach Abnahme der prothetischen Versorgung zeigte sich Zahn 42 klinisch ohne Befund und der frakturierte Zahn 31 wies eine reine Schmelz-Dentin-Fraktur ohne Beteiligung der Pulpa auf (Abb. 2). Die Röntgenuntersuchung ergab zwar einen horizontalen Knochenabbau für beide Pfeilerzähne, doch beide Wurzeln verfügten über eine für prothetische Arbeiten ausreichende Verankerung im Knochen.
Nach professioneller Zahnreinigung wurde Zahn 31 mit CoreX-flow (DENTSPLY DeTrey) adhäsiv aufgebaut. Anschließend erfolgte die Präparation der Zähne 31 und 42 für die Aufnahme einer Zirkonoxidversorgung. Danach wurde ein Retraktionsfaden in den Sulkus eingebracht, um später eine exakte Abformung der Präparationsgrenze zu erlangen (Abb. 3). Im vorliegenden Fall wurden die Materialien Aquasil Ultra Monophase DECA 380 aus der Maschine (Duomix) sowie Aquasil Ultra XLV aus der Automixkartusche zur Durchführung eines Doppelmischabdrucks vorbereitet.
Vor der Abformung wurden die Zähne 31 und 42 gründlich mit dem Wasserspray gereinigt, die Retraktionsfäden entfernt, Wasserüberschüsse verblasen und B4 appliziert (d. h. auf die präparierten Stümpfe aufgepinselt und nach kurzer Einwirkungszeit mit Luft verblasen). In der Zwischenzeit befüllte die Assistenz den Löffel mit Aquasil Ultra Monophase sowie einer dünnen Schicht Aquasil Ultra XLV. Nach der Entnahme konnte das Ergebnis aufgrund des guten Kontrastes zwischen Monophase und XLV leicht kontrolliert werden. Auch dünnste Fahnen aus Aquasil Ultra XLV waren nicht abgerissen und die Präparationsgrenze war deutlich zu erkennen (Abb. 4). Die Abformung wurde abgespült und desinfiziert, bevor sie an das Labor verschickt wurde. Aquasil Ultra zeigte eine sehr gute Elastizität bei gleichzeitig hohem Rückstellvermögen und guter Reißfestigkeit, so dass das Gipsmodell einfach und ohne Bruchgefahr entnommen und der Abdruck für ein Kontrollmodell problemlos wiederholt ausgegossen werden konnte. Die prothetische Arbeit wurde vor der Fertigstellung einprobiert (Abb. 5). Die fertige Brücke konnte nach Abnahme des Provisoriums und gründlicher Reinigung der präparierten Zähne ohne weitere Vorbehandlung der Stümpfe mit dem dualhärtenden selbstkonditionierenden Adhäsivzement SmartCem 2 (DENTSPLY DeTrey) befestigt werden. Zur Überschussentfernung wurde SmartCem 2 einige Sekunden anpolymerisiert. Die Überschüsse können anschließend durch ihre gelartiger Konsistenz leicht entfernt werden. Die fertige Arbeit gliederte sich unauffällig und ästhetisch in den restlichen Zahnbestand ein.
Fazit
Das A-Silikon Aquasil Ultra und der Oberflächenoptimierer B4 sind aus unserer Sicht ein zuverlässiges und einfach zu handhabendes Komplettsystem für alle Abformsituationen. Die Verarbeitung kann individuell den Wünschen und Erfordernissen der Behandlung und des Behandlers angepasst werden und bietet damit größtmögliche Flexibilität und Präzision.










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