Experten plädieren für Rauchentwöhnung in der Zahnarztpraxis

Drucken Von Pfizer Deutschland GmbH    aktualisiert am 20.12.2010

Rauchen gefährdet Allgemein- und Mundgesundheit und reduziert die Erfolgsaussichten einer zahnärztlichen Behandlung. Die Einflüsse des Rauchens auf die Mundgesundheit und die Frage, wie ein optimales Rauchentwöhnungsmanagement in der zahnärztlichen Praxis aussehen kann, diskutierten Experten auf einem Pressegespräch des forschenden Arzneimittelherstellers Pfizer in Frankfurt anlässlich des Deutschen Zahnärztetages 2010.




„Tabakrauch ist Gift für die Mundhöhle. Das Rauchen ist ursächlich für eine Vielzahl oraler Erkrankungen, wie Krebs in Mundhöhle und Rachen, Parodontalerkrankungen und Leuko­plakie“, berichtete Professor Dr. Dr. Matthias Folwaczny, LMU München. „Im Praxis­alltag sehen wir, dass Raucher zudem ein stark erhöhtes Risiko tragen, ihre Implantate früh zu verlieren“, so Folwaczny weiter.

Warum Rauchentwöhnung beim Zahnarzt?



Die Motivation des Patienten zur Rauchentwöhnung ist nicht nur Aufgabe des Human­mediziners, auch dem Zahnmediziner bieten sich ideale Ansatzpunkte zur Rauchent­wöhnung: „Die Zahnmedizin hat ein höchst effizientes Recall-System. Der enge Kontakt zu den Patienten gibt uns die Chance, sowohl durch regelmäßige Interventionen zur Rauch­entwöhnung zu bewegen als auch durch diese zu begleiten. Zumal wir die Aus­wirkungen des Rauchens in der Zahnmedizin ja zuerst bemerken“, erläuterte Dr. Rüdiger Butz, Moers. Außerdem seien zum Beispiel Verfärbungen an Zähnen oder drohender Implan­tats­verlust gesundheitliche Folgen, die Patienten unvermittelt spüren. „Wir müssen unsere Patienten noch stärker für die Implikationen des Rauchens sensibilisieren. Der Ansatz für Rauchentwöhnung in der Zahnarztpraxis ist naheliegend und sinnvoll“, resümierte Butz.

Die Nikotinsucht besiegen



Nur etwa drei bis fünf Prozent der Raucher gelingt die Rauchentwöhnung mit reiner Willenskraft und ohne weitere Unterstützung3. „Nikotin besitzt ein hohes Suchtpotenzial, das vergleichbar mit dem von Heroin ist. Es macht körperlich und psychisch stark abhängig“, sagte Dr. Alexander Rupp, Facharzt für Innere Medizin und Suchtmedizin, Krankenhaus vom Roten Kreuz, Stuttgart. „Der Rauchentzug ist deshalb ein Prozess, der ärztliche Unterstützung notwendig macht“, so Rupp weiter. „Das größte Hindernis bei der Rauchentwöhnung sind die Entzugs­symptome wie Reizbarkeit, Unruhe oder Schlaflosigkeit4. Grund hierfür ist die neuro­biologische Abhängigkeit, die im zentralen Nerven­system durch das Nikotin im Tabak­rauch ausgelöst wird. Der Wirkstoff Vareniclin mildert diese Symptome und verringert gleichzeitig das Rauchverlangen, das so genannte Craving“, erläuterte Rupp1,5.

Integration der Rauchentwöhnung in die Zahnarztpraxis



Information und Unterstützung durch den Arzt bei der Rauchentwöhnung.
Information und Unterstützung durch den Arzt bei der Rauchentwöhnung.
Die Rauchentwöhnung lässt sich effizient in den zahnärztlichen Praxisablauf integrieren, verdeutlichte Butz. Der niedergelassene Zahnarzt erfasst den Raucherstatus direkt bei der Anamnese, motiviert den Patienten zum Rauchausstieg und begleitet ihn durch den Rauchentwöhnungsprozess. „Wir informieren den Patienten darüber, dass wir ihm dabei helfen können, von der Zigarette loszukommen. Und dass die Rauchentwöhnung mit einer Kombination aus Verhaltens­therapie und medikamentöser Unterstützung die größten Chancen bietet, dauerhaft rauchfrei zu werden“, erläuterte Butz. Entschließt sich der Patient zu einer Entwöhnung, werde mit ihm gemeinsam ein Datum für den Rauchstopp festgelegt und zur Abmilderung der Entzugssymptome eine Dreimonatstherapie mit Vareniclin ange­boten. Die Therapietreue werde durch das Recall-System der Praxis unterstützt. Das gesamte Praxisteam helfe dabei, den Patienten zu motivieren, zum Beispiel bei der professionellen Zahnreinigung. „Wir weisen dann auf die Ästhetik der Zähne hin und versuchen dabei, stets positiv zu motivieren“, so Butz weiter. Er kooperiere außerdem mit einem Ergotherapeuten; die Verhaltens­therapie sei bei stark abhängigen Rauchern ein wichtiges Instrument.

Medikamentöse Rauchentwöhnung mit CHAMPIX®



Der Wirkstoff Vareniclin, der speziell zur Rauchentwöhnung entwickelt wurde, enthält kein Nikotin und bewirkt eine mäßige Ausschüttung von Dopamin, was Entzugssymptome lindert. Gleichzeitig blockiert die Substanz die Nikotinrezeptoren, sodass bei einem möglichen Rückfall das Nikotin nicht mehr andocken kann und der Belohnungsstimulus ausbleibt. In Studien wurde Vareniclin, beispielsweise im Vergleich zu Bupropion SR als überlegen wirksame Rauchentwöhnungsmethode bestätigt5,6.
Das einfache Therapieschema mit Vareniclin erstreckt sich über 12 Wochen und umfasst drei Packungen: eine Starterpackung für die ersten vier Wochen (umfasst eine Auftitrierung der Dosis) und zwei Folgepackungen für die Wochen 5 bis 12. Die Wirksamkeit und Ver­träglichkeit des seit 26. September 2006 europaweit zugelassenen Medikamentes sind durch klinische Studien mit mehr als 5.000 Patienten5,6,7,8,9,10 und rund 15,8 Millionen Anwendern weltweit2 belegt. Auch bei Rauchern mit vorliegenden kardiovaskulären Erkrankungen oder einer COPD hat sich Vareniclin als effektiv und sicher gezeigt9,10.

Informationen zur Rauchentwöhnung



Zahnärzte, die ihren Patienten den Mehrwert der Rauchentwöhnung anbieten möchten, können an Fortbildungen des Unternehmens Pfizer teilnehmen. Außerdem weist die Internetseite www.arztdatei.de Rauchentwöhnungspraxen aus. Hier kann der Zahnarzt seine eigene Praxis eintragen, wenn er Rauchentwöhnung anbietet. Die Patienten können dort nach Rauchentwöhnern in ihrer Nähe suchen und sich über die „Rauchfrei durchstarten!“-Infoline von Pfizer11 – erreichbar unter 0180 5544344 – und die Internetseite www.rauchfrei-durchstarten.de zusätzlich informieren.

Weitere Informationen unter: www.champix.de, www.pfizer.de

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Information und Unterstützung durch den Arzt bei der Rauchentwöhnung.  


Literaturverzeichnis

  1. Fachinformation CHAMPIX®
  2. Pfizer, Data on File, 2010
  3. Hughes JR et al., Shape of the relapse curve and long-term abstinence among untreated smokers. Addiction 2004; 99: 29–38
  4. Jarvis MJ., Why people smoke. BMJ 2004; 328 (7434): 277-279
  5. Jorenby D et al., Efficacy of varenicline, an α4β2 nicotinic ace tylcholine receptor partial agonist, vs sustained-release bupropion and placebo for smoking cessation: a randomized controlled trial. JAMA, 2006; 296: 56-63
  6. Gonzales et al., Varenicline, an α4β2 Nicotinic Acetylcholine Receptor Partial Agonist, vs Sustained-Release Bupropion and Placebo for Smoking Cessation: A Randomized Controlled Trial JAMA.2006; 296:47-55.
  7. Tonstad S et al., Effect of maintenance therapy with varenicline on smoking cessation. A randomized controlled trial. JAMA 2006; 296:64-71
  8. Aubin HJ et al., Varenicline versus transdermal nicotine patch for smoking cessation: Results from a randomised, open-label trial. Thorax 2008; 63:717–724 (Vergleichsstudie mit NiQuitin CQ® Clear).
  9. Rigotti, N. A. et al., American College of Cardiology, 58th Scientific Sessions, Orlando, Abstract, 1048-67
  10. Tashkin D et al., Effects of Varenicline on Smoking Cessation in Mild-to-Moderate COPD: A Randomized Controlled Trial. Chest. 2010 Sep 23. [Epub ahead of print].
  11. Hinweis: 14 Ct/Min aus dem deutschen Festnetz, Mobiltelefontarif kann abweichen.

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